Sturm Graz will "in Monaco was mitnehmen"

Sturm Graz will
 

Der SK Sturm geht mit großer Zuversicht seine erste europäische Gruppenphase seit zehn Jahren an.

Die Grazer reisen zwar als krasser Underdog zum Gruppen-Auftakt bei der AS Monaco am Donnerstag (21 Uhr im LIVE-Ticker), das heißt aber nicht, dass sich die "Blackies" nichts ausrechnen.

"Wir wollen unser Spiel machen und auch etwas mitnehmen", gibt Sturm-Coach Christian Ilzer bei "Sky" vor.

Die "Blackies" sind nach einem Last-Minute-Sieg über Austria Klagenfurt mittlerweile seit acht Spielen ungeschlagen, während Monaco einen Fehlstart in die Ligue 1 hinlegte und mit nur einem Sieg aus fünf Runden auf Rang 16 liegt.

"Gehen nicht dorthin, um nur dabei zu sein"

Auch Gregory Wüthrich rechnet sich gegen die Monegassen etwas aus: "Wir gehen nicht dort hin, um nur dabei zu sein. Wir rechnen uns da was aus, werden einen guten Matchplan aufstellen und dann werden wir sehen, was rauskommt."

Allerdings müssen die Grazer sich vor allem in einem Bereich deutlich steigern, wenn sie auf der europäischen Bühne etwas erreichen wollen: Bei den defensiven Standards.

Das 0:1 gegen Austria Klagenfurt durch einen Kopfball von Christopher Cvetko war bereits der sechste Standardgegentreffer der "Blackies" in dieser Saison. Eine viel zu hohe Anzahl an Gegentreffern aus ruhenden Bällen, wenn es nach Ilzer geht.

Zu viele Gegentore nach Standards: "Zu unaufmerkam"

"Das sechste Gegentor nach einem Standard, da sind wir zu unaufmerksam. Standards bedeuten nicht: Da hab' ich mal Pause. Da geht man schnell ins Zentrum und orientiert sich. Wir müssen in diesen Situationen schneller in die Position, das müssen wir konzentrierter verteidigen", so der Sturm-Coach, der anfügt: "Wir stehen bei minus sechs Standards, das stört mich extrem. Sechs Standard-Gegentore, zwei oder drei Weitschüsse - das sind Dinge, die wir verbessern müssen."

Während der Länderspielpause legte das Grazer Trainerteam besonderen Fokus auf eben diese Schwäche und trainierte viele defensive Standards. Umso ärgerlicher für Ilzer und Co., dass seine Mannschaft bereits nach drei Minuten ausgerechnet nach einem Eckball gegen die Klagenfurter in Rückstand geriet.

"Ich habe schon sehr oft erfahren in meiner Karriere, wenn man auf etwas zu viel Fokus legt, fehlt die Entschlossenheit, dann sind zu viele Gedanken drinnen. Wir haben in dieser Woche so viele defensive Standards trainiert wie in der gesamten letzten Saison nie. Also werden wir die jetzt nicht mehr trainieren und uns einfach besser fokussieren bei diesen Situationen", so Ilzer.

"Unser Art von Fußball international zeigen"

Das Aufeinandertreffen mit Monaco könnte ob der Krise der Truppe von Niko Kovac zum richtigen Zeitpunkt für Sturm kommen. Die anderen beiden Gegner der wohl schwersten Europa-League-Gruppe des gesamten Bewerbs befinden sich aktuell in Topform. Real Sociedad belegt momentan Rang vier von La Liga, die PSV Eindhoven ist ungeschlagen holländischer Tabellenführer.

"Wir werden versuchen, unsere Art von Fußball auch international zu zeigen. Natürlich sind das drei klasse Mannschaften, sportlich die absolute Herausforderung, das wissen wir. Aber wir stellen uns gern dieser Herausforderung. Am Donnerstag geht's los, wir werden uns von Montag weg konzentriert, intensiv und gezielt auf dieses Spiel vorzubereiten", freut sich Ilzer auf die Europa League.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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