Sturm subventioniert Fanreise nach Istanbul

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Der SK Sturm bietet für das Rückspiel in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation gegen Fenerbahce (Do., 3. August, 19:30 Uhr) ein besonderes Fanservice an.

Der Verein subventioniert den Fanflieger aus Graz mit 12.000 Euro für seine Anhänger. "Die Unterstützung unserer Fans ist uns einfach wichtig, darum wollen wir alle Schwoazen einen annähernd guten Preis für diese Reise bieten", sagt Wirtschafts-Geschäftsführer Thomas Tebbich.

Zur Verfügung gestellt werden zwei Varianten: Eine Drei-Tages-Reise inklusive Hotel und allen Transfers und Match-Ticket um 649 Euro sowie eine Ein-Tages-Reise um 369 Euro, die aber nur ab einer Buchung von 160 Personen zustande kommt.

Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es auf der Website des SK Sturm.


Rückblick in die Champions-League-Saison 2000/01, als Sturm Graz gegen Galatasaray österreichische Fußballgeschichte schrieb.

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Im Hinspiel in Liebenau lehrten die Grazer dem Topklub das Fürchten. Yuran, Schopp und Schupp trafen beim 3:0-Sieg - und das nach einer 0:5-Auftaktpleite bei den Glasgow Rangers.

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Durch einen 2:0-Erfolg gegen die Schotten hatte Sturm vor dem letzten Spieltag in der Gruppe D alle Chancen. Doch es wartete der schwere Gang nach Istanbul.

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Die Herren Strafner, Feldhofer und Foda lasen sich vor dem Abflug in die Stadt des Gegners ein.

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Im Ali-Sami-Yen-Stadion war der Empfang wie erwartet hitzig. Nicht umsonst ist die Gala-Heimstätte als "Höhle des Löwen" bekannt.

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Vor dem Anpfiff zeigten sich die türkischen Fans siegessicher.

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Während Sturm damals international glänzte, lief es in der Liga überhaupt nicht rund. Vor dem Endspiel in Istanbul verlor die Osim-Elf sang- und klanglos 0:3 beim FC Tirol und war nach Ende der Herbstmeisterschaft nur Sechster.

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Die Sturm-Startelf in Istanbul (v.l.n.r./hinten): Schopp, Sidorczuk, Fleurquin, Prilasnig, Schupp, Neukirchner, (vorne) Minavand, Vastic, Mamedov, Kocijan, Reinmayr.

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Die Gala-Mannschaft unter anderem mit den Superstars Mario Jardel und Gheorghe Hagi.

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Galatasaray ging in der ersten Halbzeit durch einen Elfmeter von Ergün Penbe (30.) in Führung.

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Nach der Pause schlug Sturm zurück: Yuran vollendete eine Korsos-Flanke per Kopf zum Ausgleich (64.).

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Die wiederholte Gala-Führung durch Jardel (75.) glich Hakan Ünsal durch ein Eigentor nach Schopp-Schussversuch aus (80.). In den Schlussminuten einigten sich die Teams auf einen Nichtangriffspakt, beide Teams waren weiter.

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Und Sturm sogar sensationell Gruppensieger.

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Die türkische Sportzeitung "Fotomac" sollte anschließend schreiben: "Sturm wurde nach der Auslosung als leichteste Mannschaft eingeschätzt - doch Dienstag erwies sie sich als die beste der Gruppe."

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Und die "Gazzetta dello Sport" schrieb über die Nacht von Istanbul: "Ein historischer Tag für den gesamten österreichischen Fußball".

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Im Kempinski-Hotel stieg nach dem Match die große Sturm-Party. Tomislav Kocijan holte in der Euphorie zur Lobrede auf Hannes Kartnig aus und feierte ihn als "besten aller Präsidenten".

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Der gepriesene Boss ließ dafür so einige Runden springen.

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Die Spieler hatten ihre Freude, der Präsident unterschrieb alles.

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Franco Foda klopfte an sein Glas und erinnerte sogar an die nächste Prämienrunde: "Beim letzten Mal haben wir drei Stunden gefeilscht, fürs Viertelfinale wird`s wohl länger dauern..."

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Der Vater des Erfolgs: Trainer Ivica Osim. Kartnig: "Dem Osim hab' ich glaub ich, sieben Busserln aufidruckt und er hat sich nicht einmal gewehrt. 'Trainer', hab ich zu ihm gesagt, 'wir sind ein Super-Team. Sie für die Mannschaft, ich fürs Geld.'"

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In Graz ging die Party tags darauf weiter. Rund 5.000 Fans empfingen die Champions-League-Helden am Grazer Flughafen.

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Um 17:48 Uhr setzte die AUA-Maschine in der Steiermark auf. Heutige Ehrenpräsidenten waren damals auch schon dabei.

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Der Durst war nach dem großen Erfolg noch nicht gestillt, wie man hier bei Fleurquin und Mählich sehen kann.

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Nein, das ist kein Bild von einem Papstbesuch oder einem Popkonzert. Hier wartet die steirische Landespolitik auf die Sturm-Mannschaft.

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Auch Ivica Osim war bei den Feierlichkeiten ausgelassener als sonst.

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Als wäre es schon um den Titel gegangen, verlieh Landeshauptfrau Waltraud Klasnic dem Sturm-Kapitän einen Kristallglas-Pokal. Er trug die Aufschrift: "Für den Eintritt in den Fußball-Olymp".

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Textquelle: © LAOLA1.at

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