Altach hat vor Gent-Rückspiel Lunte gerochen

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Der SCR Altach möchte nach dem 1:1 auswärts den internationalen Erfolgslauf im Rückspiel gegen KAA Gent fortsetzen.

"Wir haben Lunte gerochen und aus Belgien ein für uns unerwartetes Resultat gegen einen starken Gegner nach Hause gebracht. Jetzt wollen wir das Wunder schaffen und weiterkommen", erklärt Trainer Klaus Schmidt im Vorfeld der Partie, die am Innsbrucker Tivoli ausgetragen wird.

Bei einem Sieg stünde Altach im Playoff, der letzten Hürde vor der Gruppenphase der UEFA Europa League.

Ngwat-Mahop und Lienhart fraglich

Nach bereits zwei überstandenen Quali-Runden will Schmidt die Gelegenheit beim Schopf packen und den größten internationalen Erfolg der Vorarlberger - 2015 schaffte man es ebenfalls ins Europa-League-Play-off - wiederholen.

Möglich sei das aber nur mit einer Portion Glück. "Wir brauchen einen günstigen Spielverlauf und wahrscheinlich wieder ein Tor, denn gegen so eine Mannschaft ist es kaum möglich, ohne Gegentreffer zu bleiben", sagte Schmidt über den Europa-League-Achtelfinalisten der Vorsaison.

Abgesehen von der Qualität der Belgier bereitet dem Steirer auch der Gesundheitszustand der wegen Muskelblessuren fraglichen Louis Ngwat-Mahop und Andreas Lienhart Kopfzerbrechen.

Altach tanzt mit der Braut

Zudem ist Schmidt mit dem Austragungsort Tivoli Stadion nicht gerade glücklich. "Schöner wäre es, wenn wir so eine Partie vor eigenem Publikum spielen könnten, da hätten wir einen echten Heimvorteil. So fahren wir eigentlich als Gast nach Innsbruck, das macht die Sache nicht einfacher."

Altach muss nach Tirol ausweichen, weil die Cashpoint-Arena die UEFA-Vorgaben für Matches der dritten Europa-League-Quali-Runde nicht erfüllt.

Trotz dieser Widrigkeiten haben die Altacher nicht vor, sich vom internationalen Parkett zu verabschieden.

"Wir tanzen auf einer Hochzeit, vielleicht sogar mit der Braut, und jeder wartet, bis wir wieder von der Tanzfläche runterstiegen. Wir genießen es, aber wir wissen nicht, wann man uns die Braut aus dem Arm reißen wird", beschrieb Schmidt die aktuelle Situation.

Wie geht es am Tag nach der Hochzeit?

Die Teilnahme an einem rauschenden Fest kann auch unangenehme Begleiterscheinungen haben.

"Wenn man auf einer Hochzeit ist, weiß man nicht, wie es einem am nächsten Tag geht", meinte Schmidt. Damit sprach der Coach die möglichen Folgen der bereits seit Wochen andauernden Doppelbelastung an.

Vor dem siebenten Pflichtspiel innerhalb von 22 Tagen stand im Training hauptsächlich die Regeneration im Mittelpunkt, um nicht schon früh in dieser Saison unter Ermüdungserscheinungen zu leiden.

"Trotzdem sehe ich das halbvolle Glas, sonst hätte ich ja schon in der ersten Quali-Runde eine Amateur-Mannschaft aufgestellt. Es ist zwar ein zweischneidiges Schwert, aber so ein Spiel wie in Gent nimmt jeder Spieler, Betreuer und Funktionär für die Ewigkeit mit", betonte Schmidt.

Allerdings zeigte sich in der Vergangenheit, dass kleinere österreichische Klubs nach Europacup-Teilnahmen in der Meisterschaft in Probleme gerieten - so etwa die Admira 2012 und 2016, Grödig 2014 und der WAC 2015. Auch die Altacher mussten 2015/16 wenige Monate nach ihrem Europacup-Debüt bis kurz vor Saisonschluss gegen den Abstieg kämpfen.

Mögliche Aufstellungen:

Altach: Kobras - Lienhart/Sakic, Zech, Netzer, Galvao - Dobras, Salomon, Piesinger, Ngamaleu - S. Nutz - Ngwat-Mahop/Aigner

Ersatz: Dmitrovic - Janeczek, Schreiner, Zwischenbrugger, Grbic, Müller

Es fehlen: Lukse (Schulter-OP), Prokopic (rekonvaleszent)

Fraglich: Lienhart, Ngwat-Mahop (beide Muskelprobleme)

Gent: Kalinic - Gigot, Mitrovic, Asare - Verstraete, Milicevic, Marcq, Simon - Kubo, Sylla, Dejaegere

Ersatz: Rinne - Horemans, Inbrum, Esiti, Raskin, Kalu, Coulibaly

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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