Prokop: "Das war eine Lehrstunde"

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

"Das war eine Lehrstunde. Milan war mindestens eine Klasse besser. Sie waren unheimlich ruhig und sicher am Ball, haben uns laufen lassen und im richtigen Moment nach vorne gespielt", erklärte Dominik Prokop nach dem 1:5-Debakel der Wiener Austria daheim gegen den AC Milan nüchtern.

Für FAK-Trainer Thorsten Fink war "die Partie nach neun Minuten gelaufen" – da führten die Italiener bereits mit 2:0.

"Man hat heute eine Galaxie Unterschied zwischen Austria und Milan gesehen. Wir haben Tore kassiert, die man nicht kassieren darf", so der Deutsche.

"Man muss mutig sein, aber..."

Neben der fehlenden Erfahrung habe seine Mannschaft auch gerade zu Beginn "zu euphorisch gespielt".

Florian Klein meinte dazu: "Die Überlegung war: Stellen wir uns nur hinten rein und halten somit länger das 0:0, oder versuchen wir unser Ballbesitz-Spiel durchzuziehen. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden, doch dann darfst du nicht so viele Fehler machen. Wenn man solche Fehler macht, nützt das ein Gegner wie Milan eiskalt aus. Im Nachhinein kann man sagen, dass es die falsche Taktik war, aber wir müssen etwas probieren. Heute ist es nicht gelungen – auch, weil eigentlich jeder in Ballbesitz von sich überzeugt sein muss, doch heute war genau das Gegenteil der Fall."

Prokop stimmte seinem routinierten Teamkollegen zu. "Gegen so eine Mannschaft muss man mutig sein, um etwas mitnehmen zu können. Beim ersten Tor ist es aber gleich nach hinten los gegangen, und Fehler werden auf diesem Niveau bestraft."

Keine Kritik an Kadiri

Dass bei den beiden ersten Gegentreffern Kadiri Mohammed keine gute Figur machte, sei ärgerlich, "aber es gibt solche Partien. Er wird daraus lernen. Wir werden ihn aufbauen", wollte Prokop den 21-Jährigen nicht kritisieren.

Ähnlich sah es Klein: "Wenn man 1:5 verliert, ist meistens jemand in der Abwehr daran Schuld, aber es liegt nicht nur an einem. Kadiri hatte keinen guten Tag, aber er ist selbstkritisch genug und wird das analysieren. Er muss so wie jeder andere Spieler bei uns in manchen Situationen einfach etwas dazulernen."


"Noch einiges an Arbeit"

Der Ex-Stuttgarter trauerte ein wenig der guten Anfangsphase in der zweiten Hälfte hinterher, die nach dem 1:3 prompt mit dem vierten Milan-Treffer beendet wurde.

"Der Trainer hat in der Halbzeit daraufhin gewiesen, dass wir mehr können, als wir bis dahin gezeigt haben. Vielleicht wäre mit etwas mehr Konsequenz etwas drinnen gewesen, doch dann bekommen wir den vierten Gegentreffer und einen abgefälschten Sonntagsschuss zum 1:5. So kommt dann so ein Ergebnis heraus."

Dem Oberösterreicher ist bewusst, dass "auf uns im Spiel gegen den Ball noch einiges an Arbeit wartet. Wir müssen im letzten Drittel aggressiver attackieren."

Und Prokop sagt abschließend: "Doch aus solchen Niederlagen können wir einiges mitnehmen."

Textquelle: © LAOLA1.at

Rapids Ivan Mocinic musste erneut operiert werden

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare