Austria enttäuscht auf internationaler Bühne

Austria enttäuscht auf internationaler Bühne Foto: © GEPA
 

Die Wiener Austria bleibt auch im zweiten Pflichtspiel unter Neo-Trainer Manfred Schmid ungeschlagen, hat sich zum Europacup-Auftakt aber wohl mehr erwartet.

Im Hinspiel der Conference-League-Quali reicht es für die "Veilchen" gegen Breidablik aus Island nur zu einem müden 1:1-Unentschieden.

Nach verschlafener Anfangsphase dürfen sich die Violetten bei Keeper Patrick Pentz und dem Schiedsrichter bedanken, nicht in Rückstand zu sein. Der Torwart pariert einen Schuss von Muminovic sehenswert, wenig später verweigert der Unparteiische den Gästen einen fälligen Elfmeter.

Dann kommt die Austria besser ins Spiel, Keeper Einarsson zeichnet sich bei Abschlüssen von Manfred Fischer (17. Minute) und Christian Schoissengeyr (29.) aus. Nach 32 Minuten ist es aber soweit: Herrliche Flanke von Dominik Fitz, Goalgetter Marco Djuricin hält die Fußspitze rein und bringt die Violetten in Führung.

Nach Wiederanpfiff dauert es nur wenige Sekunden, bis Breidablik zum Ausgleich kommt. Sigurdarson wird mit einem schönen Lochpass bedient und vollendet eiskalt ins lange Eck (47.).

Die Wiener verpassen es damit, sich eine gute Position für das Rückspiel in einer Woche zu verschaffen.

Austria verschläft Anfangsphase

Die Austria hatte vor der Partie die Rückkehr der Fans auf die Ränge ebenso herbeigesehnt wie das internationale Comeback. Schmid hatte Breidablik als Gradmesser für die aktuelle Verfassung seiner Mannschaft bezeichnet. Diese begann wie erwartet mit den Neuzugängen Manfred Fischer und Marvin Martins. Der Rechtsverteidiger aus Luxemburg spürte schon nach wenigen Sekunden die isländische Härte. Insgesamt begannen die im Liga-Betrieb stehenden Gäste alles andere als abwartend. Die Austria offenbarte in der neu zusammengestellten Defensive Abstimmungsprobleme.

Ein solches hätte Breidablik schon nach fünf Minuten fast genutzt. Nach einem Eckball kam Verteidiger Damir Muminovic aus zehn Metern zum Abschluss, Patrick Pentz parierte mit der Hand. Eine weitere Schrecksekunde erlebten die violetten Fans nach einer knappen Viertelstunde. Johannes Handl klärte den Ball schlecht, Gisli Eyjolfsson fiel dann im Strafraum über den ausgestreckten Fuß des Verteidigers. Schiedsrichter Kari Hövdanum von den Färöer winkte jedoch sofort ab.

Einarsson als Retter

Als Aktivposten im Austria-Spiel präsentierte sich Fischer. Der von Altach gekommene Mittelfeldmann versuchte sich zunächst aus der Distanz und rang Breidabliks Torhüter Anton Ari Einarsson per Kopf eine erste Parade ab (17.). Einarsson sollte in Folge vermehrt im Blickpunkt stehen. Der Schlussmann verwehrte Christian Schoissengeyr nach einem Freistoß und der darauffolgenden Ecke binnen einer Minute zweimal einen Treffer.

In der 32. Minute war Einarsson schließlich geschlagen. Nach einem Vorstoß von Fischer fand Dominik Fitz Mittelstürmer Djuricin, der den Ball volley ins Netz bugsierte. Für den 28-Jährigen mag es ein wenig Genugtuung gewesen sein: Djuricin stand er schon 2013 für Sturm Graz am Feld, als die Steirer an Breidablik in der Europa-League-Qualifikation scheiterten. Der Angreifer hätte beinahe noch nachgelegt, Einarsson war erneut mit den Fingerspitzen zur Stelle (35.).

Zweite Hälfte zum Vergessen

Souverän war die Vorstellung der Austria dennoch nicht. Pentz musste kurz vor der Pause noch einmal abtauchen. Nur 64 Sekunden nach Wiederanpfiff war aber auch er geschlagen. Vesel Demaku unterlief ein Fehler, erneut stand die Abwehr schlecht - Sigurdarson kam nach einem Doppelpass frei zum Abschluss. Breidablik nahm nun das Heft in die Hand, der Austria gelang wenig. Die müde wirkenden Favoritner rangen um Linie im Spiel, während die Isländer mitunter ein Pressing aufzogen.

Schmid reagierte nach einer Stunde mit einem Dreifachtausch. Für Djuricin, Fitz und Teigl kamen Alexander Grünwald, Benedikt Pichler und Aleksandar Jukic. Die Wirkung blieb überschaubar. Grünwald fand noch die beste Chance der Wiener in der zweiten Halbzeit vor. Sein Kopfball (77.) ging aber am Tor vorbei. Vesel Demaku schoss im Finish noch deutlich über das Gehäuse (83.), Austrias dezenter Sturmlauf im Finish brachte nichts mehr ein.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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