Ronaldo-Rekord bei portugiesischem Auftaktsieg

Ronaldo-Rekord bei portugiesischem Auftaktsieg
 

Auftakt geglückt für Titelverteidiger Portugal!

Die Iberer gewinnen das erste Spiel der Hammergruppe F spät aber doch mit 3:0 in Budapest gegen Ungarn.

Der Titelverteidiger drückt die ungarischen Gastgeber von Beginn an tief in die eigene Hälfte, verpasst es allerdings lange Zeit, klare Torchancen zu kreieren.

In Minute 43 ist es ausgerechnet Superstar Cristiano Ronaldo, der einen Sitzer vergibt. Eine Fernandes-Hereingabe wird von Bernardo Silva verpasst und landet am Fünfer bei CR7, der aus wenigen Metern drüberschießt.

Nach Seitenwechsel riecht es lange nach einer Nullnummer, ehe Portugal doch noch zuschlägt. Raphael Guerreiro schießt in Minute 84 Willi Orban an, von wo der Ball unhaltbar zum 1:0 abgefälscht wird.

Nur wenige Sekunden später steht wieder Orban im Mittelpunkt. Der Leipzig-Legionär reißt Rafa Silva im Strafraum zu Boden, Referee Cüneyt Cakir zeigt sofort auf den Punkt. Cristiano Ronaldo verwandelt den Elfmeter eiskalt (87.) und erzielt damit seinen insgesamt zehnten EURO-Treffer. Damit ist er alleiniger Rekordtorschütze vor Michel Platini (9 Tore).

In der Nachspielzeit legt Ronaldo sogar noch Treffer Nummer elf nach, der Juventus-Stürmer spielt einen idealen Doppelpass mit Rafa Silva und stellt auf 3:0 (90.+2).

Die Rekord-Torjäger bei Europameisterschaften>>>

Spielplan - Gruppe F >>>

Torschützen- und Scorerliste >>>

Portugal lange ungefährlich

Wie erwartet setzte Portugal anfangs mehr Offensivakzente, die Ungarn standen zumeist mit fünf Mann in der Verteidigung. Tormann Peter Gulacsi machte in der ersten Hälfte mehrere gute Chancen der Portugiesen zunichte.

So wehrte der bei RB Leipzig unter Vertrag stehende Goalie in der fünften Minute einen Schuss von Diogo Jota ab. Auch einen Abschluss von Ronaldo, bei dem später auf Abseits entschieden wurde, hätte Gulacsi ohnehin pariert (19.).

In der 30. Minute fiel ein Ronaldo-Kopfball zu schwach aus und verfehlte sein Ziel. Die beiden besten Torchancen der ersten Hälfte ließen die Portugiesen kurz vor der Halbzeit ebenfalls aus: Zunächst zeichnete sich Gulacsi bei einem Schuss aus der Drehung von Jota erneut aus (40.). Dann kam Ronaldo nach einer präzisen Flanke aus kürzester Distanz ungehindert zum Abschluss, war darauf aber nicht gefasst und beförderte den Ball über die Querlatte (43.).

Ungarn-Tor wird zurückgenommen

Die einzige Chance der Ungarn vergab Adam Szalai in der 37. Minute nach einem mit dem Kopf verlängerten Freistoß. Nach der Pause hatte Portugals Schlussmann Rui Patricio bei einem Distanzschuss des ungarischen Kapitäns keine Mühe (50.), auch Roland Sallai scheiterte (57.). Die Offensivbemühungen der Hausherren verstärkten sich nach dem Seitenwechsel dennoch merklich.

In der 68. Minute parierte Gulacsi einen gut platzierten Schuss von Bruno Fernandes aus großer Distanz. Danach wurde die Puskas-Arena kurzzeitig in Jubelstimmung versetzt. Der kurz davor eingewechselte Szabolcs Schön stand bei einem Treffer allerdings im Abseits (80.).

Auf der Gegenseite erlöste Guerreiro die Portugiesen mit dem späten 1:0. Ein von ihm mit dem Außenrist abgegebener und von Willi Orban abgefälschter Schuss fand den Weg ins Tor. Drei Minuten später verwertete Ronaldo einen Strafstoß souverän und sorgte für klare Verhältnisse.

Dem war ein Foul von Orban an Rafa Silva vorausgegangen. Für den Schlusspunkt sorgte neuerlich Ronaldo, nachdem er Gulacsi ausgespielt hatte.

Volle Puskas-Arena einzigartig

Vor der Partie spielten sich in der ungarischen Hauptstadt umstrittene Szenen ab. Tausende Fans versammelten sich dicht gedrängt auf dem Heldenplatz und marschierten dann bis zur Puskas-Arena.

Ein Mund-Nasen-Schutz wurde Augenzeugen zufolge nur vereinzelt getragen. Budapest ist der einzige Spielort bei der EM, der eine volle Stadionauslastung zulässt.

Ausländische Fans mussten am Stadioneingang einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Die ungarischen Fans benötigen für den Besuch der EM-Matches in Budapest einen Immunausweis - für sie reicht ein negativer PCR-Test nicht aus.

Einen solchen Ausweis erhält in Ungarn, wer zumindest eine Impfung gegen Covid-19 erhalten hat oder nachweislich eine Corona-Erkrankung überstanden hat.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

KOMMENTARE..