Finnland bleibt frühes Tor verwehrt
Finnland bejubelte einen vermeintlichen Blitzstart. Der Kopfball-Treffer des Dänemark-Goldtorschützen Joel Pohjanpalo wurde vom Video Assistent Referee (VAR) wegen Abseits annulliert. Spielbestimmend war aber Russland, Magomed Ozdoev setzte eine der zunächst seltenen klaren Torchancen über den Kasten (10.).
Die Finnen erwarteten die anlaufende "Sbornaja" weit in der eigenen Hälfte - und tauchten mit Tempogegenstößen vereinzelt gefährlich vor dem Tor von Matvey Safonov auf. Der Krasnodar-Goalie erhielt diesmal den Vorzug gegenüber Anton Shunin. In der 20. Minute rettete Igor Diveev gegen Pohjanpalo per Not-Grätsche (20.), vor dem anderen Tor schmiss Jere Uronen am zweiten Pfosten entscheidend seine Knochen ins Gefecht (37.).
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte glückte Russland das 1:0. Der oft mit langen Bällen gesuchte Artem Dzyuba bediente Miranchuk, der Atalanta-Legionär legte sich den Ball auf seinen starken Linken und schlenzte ihn aus halbrechter Position sehenswert aus zwölf Metern ins lange Eck.
Finnland kam mutiger aus der Kabine. Die besseren Chancen hatte Russland, das aber die Vorentscheidung verpasste: Bei Abschlüssen von Aleksandr Golovin (52.) und Rifat Zhemaletdinov (66.) fehlten Zentimeter, ein Schlenzer von Daler Kuzyaev nahe der Strafraumgrenze ließ Finnland-Goalie Lukas Hradecky abtauchen (72.). Finnland tauschte noch einmal Personal und System, der "Lucky Punch" blieb aus. Der EM-Neuling muss weiter auf den ersten Sieg gegen den riesigen Nachbarn seit 1912 warten.