Wales knöpft Schweiz noch einen Punkt ab

 

Wales und Schweiz trennen sich in ihrem ersten Spiel der Europameisterschaft 2021 in Baku mit 1:1.

Dabei legen die Waliser eigentlich einen guten Start hin, finden durch Kieffer Moore, der mit seinem Kopfball an Schweiz-Keeper Yann Sommer scheitert, die erste Top-Chance vor.

Die Eidgenossen erhöhen daraufhin aber das Tempo, finden eine gute Gelegenheit nach der anderen vor, das Tor bleibt den Schweizern in Halbzeit eins trotz einer Vielzahl an Chancen aber verwehrt - die beste Möglichkeit vergibt Fabian Schär akrobatisch nach einer Ecke.

Kurz nach der Pause reißen die Schweizer jedoch die Führung verdientermaßen an sich. Breel Embolo steht nach einer Ecke goldrichtug und köpft zur Führung ein (49.).

Wales bäumt sich daraufhin nochmal ein wenig auf und gleicht nach einem Standard aus. Nach einer kurz abgespielten Ecke schraubt sich Kieffer Moore im Zentrum perfekt hoch und köpft zum Ausgleich ein (74.).

Die Schweiz jubelt wenige Minuten vor Spielende beinahe doch noch über den Sieg, der vermeintliche Treffer von Mario Gavranovic wird wegen einer Abseitsstellung jedoch nicht anerkannt.

Wales und die Schweiz halten nach dem ersten Spieltag somit beide bei einem Punkt. Italien führt die Gruppe A mit drei Zählern an. Türkei ist punktelos Letzter.

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Schlechte Chancenverwertung der Schweiz

Vor rund 10.000 Zuschauern - eigentlich hätten etwas mehr als 30.000 die Tribünen des Olympiastadions in Aserbaidschans Hauptstadt bevölkern dürfen - übernahm die Schweiz von Beginn an das Kommando. Die erste Topchance verzeichnete aber das sehr abwartend agierende Wales, dem nach Kopfball von Moore nur Goalie Yann Sommer mit einer Glanzparade die Führung verwehrte (15.). Es sollte überhaupt die einzige Möglichkeit von Wales in den ersten 45 Minuten bleiben.

Das spielerische Übergewicht der wesentlich aktiveren Eidgenossen (Ballbesitz vor der Pause 68 Prozent) schlug sich vorerst in zwei Chancen nieder: Einmal zwang Fabian Schär Tormann Danny Ward per Fersler zu einer Fußabwehr (20.), später zielte Haris Seferovic aus der Drehung relativ knapp vorbei (27.). Kurz vor der Pause schoss Seferovic vom Sechzehner knapp über den Kasten der Briten (41.) und verfehlte diesen in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ein weiteres Mal. Und so hielt die kompakte Defensive der Briten bis zur Pause dicht.

Eidgenossen am Ende im Pech

Doch die Schweiz machte nach Seitenwechsel nahtlos weiter und wurde diesmal schnell belohnt. Erst tankte sich Embolo gegen zwei Waliser durch, bereitete Ward Probleme und die Führung quasi selbst vor: Den folgenden Eckball setzte der Mann von Borussia Mönchengladbach per Kopf zum 1:0 ins Netz.

Wales zeigte nur eine zaghafte Reaktion, tauchte nun zwar etwas öfter in der gegnerischen Hälfte auf, kam dem Ausgleich bei einem geblockten Schuss von Connor Roberts (58.), einem Versuch Ben Davies' vom Sechzehner über das Tor (61.) und einem gefährlichen Freistoß von Aaron Ramsey ohne Abnehmer (64.) aber nur mäßig nahe. Auf der anderen Seite zischte ein Schlenzer von Embolo knapp am langen Eck vorbei (65.).

Wenig deutete auf das 1:1 hin, und doch fiel es. Bezeichnenderweise musste es ein Standard für Wales richten, Moore köpfelte nach einem Corner ein. Embolo hätte fast postwendend die neuerliche Führung erzielt, brachte den Kopfball im Fünfer aber nicht aufs Tor (77.). Die Schweiz verstärkte im Finish zwar ihre Bemühungen, der vermeintliche Siegtreffer von "Joker" Mario Gavranovic (84.) wurde vom VAR wegen einer höchst knappen Abseitsstellung nicht anerkannt. Danach scheiterte Embolo noch an Ward (89.)

Wales trifft am Mittwoch wieder in Baku auf die punktelose Türkei. Die Schweiz bekommt es in Rom mit den zum Auftakt so starken Italienern zu tun.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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