Videobeweis & Co.: Neuerungen beim Confed Cup

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Der am Samstag beginnende Confederations Cup in Russland dient nicht nur den Veranstaltern und Teams als Test - auch die FIFA probt neue Regeln, die das Spiel attraktiver machen sollen.

Die wichtigsten Neuerungen beim Confed Cup im Überblick:

Videobeweis

Bei dem Turnier in Russland kommt erstmals auf großer Bühne der Videobeweis zum Einsatz. Es gibt sogenannte "Video Assistant Referees" (VAR), diese haben Zugriff auf alle TV-Kameras und können bei vier Situationen eingreifen: Tor, Elfmeter, Platzverweis (nicht Gelb-Rot) und Spielerverwechslung.

Sollte eine Schiedsrichter-Entscheidung nach dem Einschreiten von einem der drei Assistenten vor den Bildschirmen (zwei Schiedsrichter, ein Linienrichter) revidiert werden, wird die Szene den Zuschauern im Stadion auf der Videoleinwand erklärt. Der Schiedsrichter auf dem Platz muss sich die Situation nicht zwingend noch einmal ansehen, sondern nur, wenn es der "Video Assistant Referee" (VAR) für nötig hält, sich mit dem Unparteiischen abzusprechen oder ihn mittels TV-Bilder zu überzeugen.

"Es ist unmöglich, immer die perfekte Entscheidung zu treffen, weil es bei vielen Szenen um Interpretationen geht. Aber es geht darum, klare Fehler zu vermeiden. Das ist gut für den Fußball", sagt Marco van Basten, Technischer Direktor der FIFA.

Vierte Auswechslung

Die vierte Auswechslung in der Verlängerung wird in Deutschland bereits seit Februar im DFB-Pokal angewendet, auch im englischen FA Cup ist diese Neuerung gestattet. Diese Regel kommt nun auch beim Confed Cup zum Tragen.

Mehr Fair Play

Ein wichtiges Anliegen ist der FIFA auch das Fair Play - dieses soll fokussiert werden. "Die Schiedsrichter sollen strikter handeln bei Fehlverhalten der Spieler gegen sie. Das ist etwas, was die FIFA unbedingt eliminieren möchte. Es muss mehr Respekt vor den Referees geben. Darüber wurden alle Mannschaften informiert", sagt van Basten.

Höhere Netto-Spielzeit

Die FIFA hat sich in Russland außerdem eine höhere Netto-Spielzeit als Ziel gesetzt. "Wir wollen die Netto-Spielzeit, die derzeit in guten Fällen bei knapp einer Stunde liegt, erhöhen. Die Zuschauer wollen Fußball sehen - und nicht darauf warten. Am Ende sollen alle Spiele mehr oder weniger die gleiche Netto-Spielzeit haben", erklärt van Basten.

Die Schiedsrichter sollen daher verstärkt auf Zeitspiel bei Verletzungen und Auswechslungen achten. Auch die Regel, dass der Torwart den Ball nur sechs Sekunden in den Händen halten darf, soll wesentlich strenger ausgelegt werden.

Mehr Nachspielzeit

Wie die Zeit beim Einsatz des Videobeweises soll auch zu übertriebener Torjubel stärker in die Nachspielzeit einfließen. Deshalb rechnet van Basten in Russland mit längeren Nachspielzeiten. "Das Ziel ist es, das Spiel attraktiv zu halten", sagt der frühere niederländische Weltklasse-Stürmer.

Laut van Basten erhofft sich die FIFA, dass alle Neuerungen auch bei der WM-Endrunde 2018 zum Einsatz kommen sollen.

Alle Spiele des Confederations Cup gibt es im Live-Ticker von LAOLA1:

Textquelle: © LAOLA1.at

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