Viking FK
VFK
FC Bayern München
FCB
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Gianni Stensness
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Peter Christiansen
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Herman Johan Haugen
- Harry Kane
- Harry Kane
-
Luis Diaz
Laimer verärgert: "Du darfst hier nie drei Tore kassieren"
Drei Tore nach 0:2-Rückstand reichen Bayern nicht zum Sieg. Knackpunkt ist ein Aussetzer von Olise. "Er weiß, dass das unnötig war", so Laimer.
Es war wahrlich kein fader Champions-League-Abend in Stavanger.
Zwei-Tore-Führung für Viking FK, ein Dreifachschlag der Bayern in Hälfte zwei, eine Gelb-Rote Karte für Michael Olise - und am Ende doch noch ein Punkt für den Außenseiter. Das Duell Viking FK gegen den FC Bayern München am zweiten CL-Spieltag hatte fast alles (zum Spielbericht >>>).
"Es war ein verrücktes Spiel mit dem schlechtestmöglichen Start", brachte es Harry Kane im "Sky"-Interview auf den Punkt.
Einfach schlampig
Etwas mehr als eine Minute war gespielt, da lag seine Mannschaft nach einer Ecke bereits in Rückstand. Schon am Samstag in Augsburg kassierte Bayern früh ein Tor - immerhin dauerte es dieses Mal etwas länger als acht Sekunden.
Freilich wurmte das Stensness-Kopfballtor Kane trotzdem: "Das ist einfach schlampig, es ist ja schon am Wochenende passiert. Sie haben uns hoch gepresst, wir sind direkt in ihre Falle getappt. Dann geht der Ball rein, und das Stadion spielt verrückt."
In der Folge habe man zwar weiter Kontrolle über das Spiel gehabt, Chancen seien da gewesen. Jedoch habe man bei den gegnerischen Kontern die Kontrolle gefehlt - aus einem solchen resultierte das 2:0 für Viking, Christiansen traf in Minute 38. "Wir haben uns das Leben schwer gemacht", so Kane.
Ähnlich sah es ÖFB-Legionär Konrad Laimer: "Sie sind am Anfang sehr tief gestanden, gerade in der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan, Lösungen zu finden."
Aufholjagd jäh gestoppt
In der zweiten Hälfte klappte das zunächst wesentlich besser. Mit Davies, Upamecano und Saibari kamen drei Neue, der Bayern-Express kam ins Rollen. "In der zweiten Hälfte haben wir viel besser gespielt, präziser und mit einem besseren Tempo", sagte Kane.
Er besorgte per Foulelfmeter zum 2:1-Anschlusstreffer (54.), traf nach Kimmich-Flanke in Minute 60. Beim 3:2 leitete Kane mit einem grandiosen Ball auf Laimer den Treffer ein, per Direktabnahme assistierte dieser Luis Diaz (71.).
"Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war gut, an einem anderen Tag gewinnen wir hier 4:2 oder 5:2 und die Geschichte ist eine andere. Aber wenn du Fehler machst, egal gegen wen du spielst, wirst du bestraft", so Kane. Denn dass der Bayern-Express jäh zum Stillstand kam, war einer einzigen Aktion zuzuschreiben: Michael Olise sah Gelb-Rot.
Und das hätte sich Olise sparen können. Nachdem er für ein taktisches Foul Gelb gesehen hatte, warf er den Ball Gegenspieler Zlatko Tripić ins Gesicht - und wurde vom Platz gestellt (73.). "Da lässt er sich einfach provozieren, er weiß, dass das komplett unnötig war", so Laimer.
"Sie haben ihre Belohnung bekommen"
Mit der Roten Karte habe sich das Spiel verändert, das Momentum sei gekippt, so Kane. "Es ist ein großes Spiel für sie und für das Publikum, das hat sie bis ans Ende gepusht. Sie haben ihre Belohnung bekommen."
In der 90. Minute traf Herman Johan Haugen per Kopf nach einer Flanke zum 3:3-Endstand. "Am Ende musst du wahrscheinlich besser verteidigen. Das ist eine Mannschaft, die viel und gut flankt, da einen gewissen Rhythmus hat", so Laimer. Schlussendlich hätte man genug Chancen gehabt, das Spiel zu gewinnen.
"Du darfst hier nie drei Tore kassieren. Das sind zu einfache Gegentore, zu einfache Fehler. Wenn du nicht überall auf 100 Prozent da bist, verlierst du solche Spiele in der Champions League", ärgerte sich der 29-Jährige.
Kane auf Fehlersuche
Der Kunstrasen, der im Vorfeld das große Thema war, war bei all dem Spektakel nur ein Nebenschauplatz, und auch als Ausrede für die Bayern taugte er nicht. "Der Untergrund war gut, du kannst den Ball schnell spielen. Das war kein Problem für uns", stellte Kane klar.
Nur Remis beim Underdog in Norwegen gespielt zu haben, müsse man sich schlussendlich selbst ankreiden. "Es war ein enttäuschendes Spiel, mit zu vielen Fehlern von unserer Seite. Wir müssen uns verbessern."