Salzburg punktet bei Elfer-Drama in Sevilla

Salzburg punktet bei Elfer-Drama in Sevilla Foto: © GEPA
 

Der FC Salzburg startet mit einem Punktgewinn in die Champions-League-Gruppenphase! Die "Bullen" spielen auswärts beim FC Sevilla 1:1.

Sevilla erwischt den etwas besseren Start ins Spiel, das Glück ist aber zunächst auf Salzburg-Seite, als ein Foul an Karim Adeyemi vom VAR von einem Freistoß in einen Elfmeter umgewandelt wird. Der deutsche Nationalspieler tritt an, schießt den Strafstoß aber rechts am Tor vorbei (13.).

Nur wenige Minuten später bekommt Salzburg aber den nächsten Elfmeter zugesprochen. Wieder ist Adeyemi der Gefoulte, aber nicht der Schütze. Luka Sucic schnappt sich den Ball und versenkt trocken mittig ins Tor zur Salzburger Führung (21.).

Eine Viertelstunde später geht das Elfer-Drama in die nächste Runde. Adeyemi wird von Keeper Bono umgesenst, wofür es wieder Strafstoß gibt. Erneut ist Sucic zur Stelle, dieses Mal setzt er den Ball aber nur an die Stange (36.).

Sevilla beweist nur kurz danach, vom Punkt kaltschnäuziger zu sein. Nach einem Foul von Maximilian Wöber an Youssef En-Nesyri gibt es nach Einschreiten des Video-Assistenten zum vierten Mal in Halbzeit eins Elfmeter. Ivan Rakitic verwandelt diesen sicher (42.).

Gleich nach Wiederbeginn wird Sevilla-Stürmer Youssef En-Nesyri wegen einer klaren Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz gestellt (50.). Salzburg bekommt in Überzahl mehr Ballbesitz, tut sich aber dennoch schwer, gegen gut verteidigende Andalusier Lösungen zu finden. Auch Sevilla bieten sich aber immer wieder gute Chancen. Am Ende bleibt es aber bei der Punkteteilung.

Adeyemi bringt Elfer-Drama ins Rollen

"Die Bude rocken", wollte Jaissle, der für den Auftritt im Estadio Ramon Sanchez-Pizjuan auf Startelf-Überraschungen verzichtete und dieselbe Truppe wie im Rückspiel gegen Bröndby auf den Platz schickte - und damit eine dank Altersdurchschnitt von 22,1 Jahren blutjunge. Kapitän Andreas Ulmer (35) war der einzige über 24, der 33-jährige Zlatko Junuzovic fehlte aufgrund seiner Fersenprellung einmal mehr. Sevilla rund um Club-Legende und Kapitän Jesus Navas präsentierte sich im Vergleich mit einem Schnitt von 29,3 Lenzen dazu gleichsam als Seniorenresidenz.

Und die dominierte die ersten Minuten mit viel Ballbesitz und wie erwartet klar. Salzburg konnte mit Pressing nichts ausrichten, musste Sevilla kombinieren lassen. Die Folge: Eine erste gefährlich Hereingabe ins Leere (3.), ein Köpfler von En-Nesyri daneben (6.) und ein von En-Nesyri verstolperter Ball (7.).

Salzburg bekam schließlich aber seine Momente: Erst pflückte Goalie Bono nach Konter eine Adeyemi-Hereingabe noch locker herunter (9.), wenig später war aber alles angerichtet. Nach Foul an Adeyemi, der dabei den vorderen Fuß bereits auf der Sechzehner-Linie hatte, und Check des VAR zeigte Schiedsrichter Kulbakow auf den Elfmeterpunkt: Adeyemi probierte es selbst und schoss flach knapp rechts vorbei.

Sucic trifft und verschießt Elfmeter

Sevilla antwortete mit einem Sololauf von Papu Gomez, dessen Lupfer über das Tor ging (16.), sowie einem zu ungenauen En-Nesyri-Fallrückzieher (17.). Doch Salzburg war nun endgültig im Spiel und erhielt nach einem zwar wenig heftigen, aber unnötigen Stoßer von Navas gegen Adeyemi im Strafraum die zweite Chance. Diesmal schnappte sich Sucic den Ball und schloss eiskalt ab.

Zur Halbstundenfrist forderte Sevilla nach einem Zweikampf von Maximilian Wöber mit En-Nesyri erfolglos Elfmeter (32.), den bekam aber vier Minuten darauf Salzburg: Wieder kam Adeyemi zu Fall, wieder war das Foul - diesmal von Goalie Bono - eher unnötig. Die Duplizität der Ereignisse perfekt machte schließlich Sucic, der den Ball an die Stange knallte. Ein Deja-vu hatte kurz darauf auch En-Nesyri, diesmal entschied Kulbakow nach Wöbers Attacke und VAR-Eigenstudium auf Strafstoß. Rakitic ließ sich die Chance nicht nehmen. Es war ein historischer vierter Elfer in einer CL-Partie-Hälfte.

Diese beschloss Adeyemi mit einem starken Dribbling von der Seitenlinie in den Fünfer, Bono klärte in höchster Not. Nach Wiederbeginn, unwiderstehlichem Adeyemi-Solo und Hereingabe musste Bono wieder eingreifen (47.), Sesko traf den Assist gut, aber nicht gut genug. Die Partie blieb aber auch ansonsten höchst unterhaltsam. Weil der bereits gelb-belastete En-Nesyri für eine Schwalbe gehen musste (50.), waren die Gäste nun in Überzahl und sahen sich mit wesentlich tiefer stehenden Spaniern konfrontiert.

Sevilla auch in Unterzahl gefährlich

Nun durften die "Bullen" kombinieren, Sevilla kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. Prompt tat sich Salzburg gegen die "weiße Wand" aber schwer, ein Schuss von Adeyemi fiel zu zentral aus (61.). Sevilla agierte schließlich wieder mutiger und mit mehr Kontrolle. Solet musste in höchster Not gegen Lucas Ocampos klären (64.), Rafa Mir zielte über das Tor (69.). Die Einschläge kamen näher: Köhn fing einen Mir-Köpfler (74.), wäre kurz darauf beim Kopf-Versuch von Erik Lamela aber ohne Chance gewesen - er zischte knapp am kurzen Eck vorbei (78.). Es blieb bei der Punkteteilung, Salzburg verbuchte nur noch einen Solet-Weitschuss (Bono hielt/76.).

Für die besten Salzburger Chancen musste die sechsminütige Nachspielzeit her. Da prüften sowohl Brenden Aaronson (91.) als auch Junior Adamu (93.) den einmal mehr aufmerksamen Bono.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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