Romas Lufthoheit entscheidend
Die Roma steht erstmals seit 1991 im Halbfinale des wichtigsten Europacup-Bewerbs. Das von Trainer Eusebio Di Francesco erhoffte Wunder wurde auch dank eines frühen Tores Realität. Routinier De Rossi fand Dzeko mit einem weiten Pass und der Barcas Abwehr enteilte Bosnier bewies Abschlussstärke. Spaniens Fast-Meister reagierte nicht und überließ den Römern viel vom Spiel. Diese setzten die Katalanen mit ihrem Pressing früh unter Druck. Bei einem Kopfball von Patrik Schick (29.) fehlte nicht viel auf Romas zweiten Treffer.
Die Italiener wussten vor allem ihre Lufthoheit immer wieder einzusetzen. Barcelona konnte das spielerische Plus nicht zeigen. Superstar Lionel Messi probierte sich zweimal aus Freistoßdistanz, der Ball zischte aber jeweils deutlich über die Latte. Brasiliens Teamtorhüter Alisson Becker im Roma-Tor musste in der ersten Spielhälfte nicht einmal wirklich eingreifen, während sein Gegenüber Marc-Andre ter Stegen bei einem Dzeko-Kopfball (37.) gefordert war.
Barca-Trainer Ernesto Valverde sah auch nach Seitenwechsel eine lethargische Vorstellung seiner in der Meisterschaft noch ungeschlagenen Elf. Die Roma verschaffte sich noch mehr Oberwasser: Gerard Pique riss Dzeko im Strafraum um, De Rossi verwertete den Elfer. Barcelona wankte, die Roma fand weitere Chancen vor. Ter Stegen rettete noch gegen Stephan El Shaarawy, ehe Manolas nach einem Eckball per Kopf verwertete. Barcelona erkannte erst nun den Ernst der Lage, die Roma verteidigte den Aufstieg aber erfolgreich.