Sturm eine "Ansammlung mittelmäßiger Fußballer"

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Ajax Amsterdam kann beruhigt zum Rückspiel nach Graz reisen.

Der niederländische Rekordmeister hatte beim souveränen 2:0-(1:0)-Heimerfolg am Mittwoch gegen Österreichs Cupsieger Sturm Graz das Champions-League-Qualifikationsspiel zu jeder Zeit unter Kontrolle. "Heute können wir alle zufrieden sein", sagt Torjäger Klaas-Jan Huntelaar.

Dabei lag es auch am ehemaligen niederländischen Teamspieler, dass die Partie nicht noch höher ausging. Der bald 35-Jährige war ein ständiger Gefahrenherd, agierte vor dem Tor aber glücklos.

In der 24. Minute scheiterte der ehemalige Stürmer von Real Madrid mit einem Distanzschuss an der Stange. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben dominiert", betont Huntelaar.

Viele Chancen, zu wenige Tore

Für Ajax verlief der Pflichtspiel-Saisonauftakt vor ausverkauftem Haus (53.000 Zuschauer) nach Maß.

"Hochstimmung in der Arena", titelte die überregionale Tageszeitung "De Volksgrant" in seiner Donnerstagausgabe. "Eine neue Saison und Rekord-Spielereinkäufe haben die Ajax-Fans wieder optimistisch gemacht. Sturm Graz wurde sofort mit ansprechendem Spiel besiegt, obwohl Trainer ten Hag noch viel zu tun hat."

Der angesprochene Trainer Erik ten Hag sah seinen Matchplan aufgehen. "Wir haben viele Spieler zwischen die Linien laufen lassen und den Ball gut gehalten. Wir sind gut hinter die Abwehrkette von Sturm Graz gekommen. Für die Chancen, die wir hatten, ist das Ergebnis eigentlich zu wenig."

Seine Mannschaft hatte die vergangenen neun Europacup-Matches nicht mehr zu Null gespielt. "Wir haben eine gute Ausgangsposition. Ganz wichtig ist, dass wir kein Tor zugelassen haben", meinte ten Hag.

Coach Ten Hag warnt

"Ajax hat eine solide Grundlage geschaffen, um die dritte Qualifikationsrunde zur Champions League zu erreichen", konstatierte die Tageszeitung "De Telegraaf". "Die Mannschaft von Erik ten Hag war Sturm Graz überlegen und hielt die im Europacup so wichtige Null."

Nach einer taktischen und personellen Umstellung in der Halbzeitpause konnten die Grazer das Spiel kurz ausgeglichen gestalten. "Zu Beginn der zweiten Hälfte begann Sturm mit einer anderen Organisation", erklärte der dänische Teamspieler Lasse Schöne. "Da hatten wir einige Probleme. Wir haben uns aber darauf eingestellt."

Letztlich war auch der Spielverlauf aufseiten des Favoriten. Während eine Attacke an Sturms Fabian Koch ungeahndet blieb, pfiff Schiedsrichter Alejandro Hernandez auf der Gegenseite den (fälligen) Elfmeter. Schöne verwertete nach Jörg Siebenhandls Parade im Nachschuss.

Danach wurde, so "De Telegraaf", ein Qualitätsunterschied deutlich. "Während auf der UEFA-Liste der 50 größten europäischen Talente die Ajax-Spieler Matthijs de Ligt, Frenkie de Jong und David Neres stehen, ist Sturm Graz eine Ansammlung mittelmäßiger Fußballer." Coach ten Hag warnte seine Spieler dennoch vor Leichtfertigkeiten in Graz. "Wir haben noch ein Spiel zu spielen. Es bleibt spannend, denn dieser Gegner gibt nie auf."

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