LUKAS JUNGWIRTH
90 Minuten
Hatte einen ziemlich entspannten Arbeitstag. Die wenigen Bälle, die Slovan auf sein Tor brachte, hatte er allesamt. Um ein Haar hätte Jungwirth zudem einen Scorerpunkt gesammelt: Ein weiter Ball auf Usor in Minute 18 wurde von Jungwirths Gegenüber beim Abschluss aber entschärft.
XAVIER MBUYAMBA
63 Minuten
Machte ein starkes Spiel – und bestach vor allem mit seinen Grätschen. Die saßen allesamt. Als er in Minute 31 nach einem Aussetzer von Dibango in extremis rettete, war für Gegenspieler Camara verletzungsbedingt Schluss: Mbuyamba kannte in den Duellen keine Gnade. Vor dem vierten Linzer Tor blieb er bei einem gegnerischen Angriff einfach stehen, dadurch leitete er den Konter ein.
JOÃO TORNICH
90 Minuten
In der Anfangsphase noch mit einem kleinen Wackler, später dann unauffällig. Wurde hinten vom schwachen Slovan kaum gefordert, schaltete sich bei Standards immer wieder ins Offensivspiel ein. Vor dem 3:0 gewann er etwa einen Kopfball und schoss dann aus dem Rückraum, den Abstauber verwertete Ljubičić.
ANDRÉS ANDRADE
90 Minuten
Hatte in den ersten Spielminuten immer wieder zu kämpfen – direkt in der zweiten Minute mit einem Fehlpass, in dessen Folge er dann auch vom Gegenspieler stehengelassen wurde. In der 22. Minute bescherte ein schlechter Klärungsversuch des Panama-Nationalspielers Slovan einen der seltenen Abschlüsse. Mit Fortdauer der Partie dann sicherer und offensiv mit Akzenten: Ein Kopfball in Minute 17 geriet zu zentral, ein Abschluss in Minute 53 wurde geblockt. Und in der Nachspielzeit rettete bei seinem abgefälschten Schuss die Latte für die Gäste.
KASPER JØRGENSEN
90 Minuten, zwei Tore
Als Außenverteidiger mit dem Doppelpack, und ohne Gegentor – das ist sehr gut. Beim 1:0 mit dem Kopf nach einer Ecke zur Stelle, das 2:0 versenkte er per direktem Freistoß im Tormanneck. Mauer? Egal. Tormann? Sowieso.
SASCHA HORVATH
81 Minuten
Verteilte die Bälle im Linzer Spiel, und machte das auf gewohntem Niveau. 53 von 56 Pässen fanden ihr Ziel, ins letzte Drittel sogar ohne Fehlpass. Schaltete nach einem Fehler der Gäste in Minute 24 blitzschnell um und kreierte so eine Top-Chance. Bediente kurz vor der Pause Usor mit einem super Ball, kurz nach der Pause kurbelte er das Spiel an und bediente Adeniran zum 4:0. Saubere Leistung des Kapitäns.
MELAYRO BOGARDE
90 Minuten
Spulte eine richtig starke Leistung ab. Defensiv voll auf der Höhe, etwa bei einem Konter von Slovan in Minute 18, als er im Vollsprint die Lücke zumachte. Mit dem Ball aber noch stärker als gegen ihn. Hatte 97 Ballberührungen, spielte 93 Prozent seiner 80 Passversuche zum Mitspieler, ins letzte Drittel waren es 18 von 18 Pässen. Highlights: Ein wunderschöner Wechselpass auf Usor (52.), ein geniales Zuspiel auf Ljubičić (56.). Dass er nicht noch ein Tor erzielte, lag daran, dass sein Schuss in Minute 67 abgefälscht wurde. Wäre es ein Tor geworden, es wäre sinnbildlich gewesen: Den Ball hatte Bogarde nämlich zuvor selbst erobert.
ROBERT LJUBIČIĆ
63 Minuten, ein Tor
War bis auf einen weiten Ball auf den im Abseits stehenden Usor in der Anfangsphase lange gar nicht wirklich auffällig. In der 24. Minute entschied er sich erst falsch und spielte ab, im zweiten Versuch blieb sein Abschluss hängen. 20 Minuten später dann eiskalt, als er einen Ball zum 3:0 aus kurzer Distanz ins Tor beförderte. Hatte nach der Pause dann sogar noch die Möglichkeit auf den Doppelpack, schoss aus kurzer Distanz aber über das Tor (56.).
YVAN DIBANGO
90 Minuten
In seinen Aktionen konnte man ihm den Willen nicht absprechen – die Genauigkeit aber schon. War nämlich in entscheidenden Situationen wiederholt zu unsauber. Sein Schnitzer in Minute 31, als er Camara als letzter Mann anschoss und dem Gegenspieler den alleinigen Weg zum Tor eröffnete, rächte sich nicht – weil Mbuyamba rettete.
MOSES USOR
75 Minuten
War ein ständiger Unruheherd. Nahm sich den Ball in Minute 18 super mit und enteilte Gegenspieler Wimmer, Tormann Popović klärte mit den Füßen. Auch in Minute 34 mit einem Abschluss, der ging knapp vorbei, wie auch ein Zuspiel auf den frei am Pfosten stehenden Adeniran (45.+1). In der 62. Minute erneut gefährlich vor dem Tor, aus zwei Metern traf er aber nur Popović. Mit dem eigenen Tor wollte es nicht klappen, sein Eckball wurde aber zur Vorlage für das 1:0 durch Jørgensen.
SAMUEL ADENIRAN
63 Minuten, ein Tor
Tat und versuchte, und kämpfte und spielte – aber war in Halbzeit eins einfach nicht erfolgreich mit seinen Bemühungen. Nach einer Einzelaktion in der 14. Minute schoss er vorbei, in Minute 25 geriet er außer Tritt. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann mit einem guten Laufweg, der Stanglpass von Usor geriet aber zu lange. Direkt nach Wiederanpfiff beschenkte sich Adeniran dann aber mit dem Champions-League-Treffer – tankte sich durch und setzte den Ball humorlos unter die Latte (48.).
DANIEL ELFADLI
ab 63. Minute
Kam nach 63 Minuten in die Partie, machte seine Sache brav. Die großen Akzente setzte er aber nicht.
KRYŠTOF DANĚK
ab 63. Minute
Brachte nach seiner Einwechslung immer wieder Impulse nach vorne. Legte im Konter etwa super auf Kalajdžić ab, der haute den Ball dann aber drüber (73.).
SAŠA KALAJDŽIĆ
ab 63. Minute
Kam rein und tat Dinge, die ein Saša Kalajdžić tut: wühlen, kämpfen, schießen. Tat aber etwas nicht, was ein Saša Kalajdžić normalerweise tut: treffen. In der 68. Minute parierte der Tormann, in der 71. fälschte der mit dem Hintern etwas glücklich ab. In der 73. Minute schoss der Angreifer nach einem Konter drüber, und als Draufgabe traf er per Kopf bei einem Abstauber aufs leere Tor nur den Pfosten. Das war bitter, aber die Leistung passte.
CHRISTOPH LANG
ab 75. Minute
Kam erst spät ins Spiel und hatte nur wenige Aktionen. Bei einem Abschluss in der 87. Minute traf er den Ball nicht richtig.
ALESSANDRO SCHÖPF
ab 81. Minute
Spielte zu kurz für eine Bewertung.