Endstand
4:0
3:0 , 1:0
NEWS

Die LASK-Einzelkritik: Super souverän – aber kaum gefordert

Gegen Slovan Bratislava feiern die Linzer einen nie gefährdeten Sieg – und treffen vier Mal. Die LASK-Spieler in der LAOLA1-Einzelkritik:

Die LASK-Einzelkritik: Super souverän – aber kaum gefordert Foto: © GEPA

Scheinbar mühelos schlägt der LASK in der UEFA Champions League Slovan Bratislava.

Am vierten Spieltag setzen sich die Linzer mit 4:0 durch (zum Spielbericht >>>). In Hälfte eins ist die Elf von Dietmar Kühbauer den Slowaken vor allem bei Standards überlegen, gegen die überaus schwachen Gäste gibt es aber auch sonst einen wahren Chancenwucher.

LAOLA1 analysierte die Leistung aller LASK-Spieler und verteilte Noten (1=Sehr Gut, 2=Gut, 3=Befriedigend, 4=Genügend, 5=Nicht Genügend, "-" = zu kurz eingesetzt).

test

LUKAS JUNGWIRTH

90 Minuten

Hatte einen ziemlich entspannten Arbeitstag. Die wenigen Bälle, die Slovan auf sein Tor brachte, hatte er allesamt. Um ein Haar hätte Jungwirth zudem einen Scorerpunkt gesammelt: Ein weiter Ball auf Usor in Minute 18 wurde von Jungwirths Gegenüber beim Abschluss aber entschärft.

test

XAVIER MBUYAMBA

63 Minuten

Machte ein starkes Spiel – und bestach vor allem mit seinen Grätschen. Die saßen allesamt. Als er in Minute 31 nach einem Aussetzer von Dibango in extremis rettete, war für Gegenspieler Camara verletzungsbedingt Schluss: Mbuyamba kannte in den Duellen keine Gnade. Vor dem vierten Linzer Tor blieb er bei einem gegnerischen Angriff einfach stehen, dadurch leitete er den Konter ein.

test

JOÃO TORNICH

90 Minuten

In der Anfangsphase noch mit einem kleinen Wackler, später dann unauffällig. Wurde hinten vom schwachen Slovan kaum gefordert, schaltete sich bei Standards immer wieder ins Offensivspiel ein. Vor dem 3:0 gewann er etwa einen Kopfball und schoss dann aus dem Rückraum, den Abstauber verwertete Ljubičić. 

test

ANDRÉS ANDRADE

90 Minuten

Hatte in den ersten Spielminuten immer wieder zu kämpfen – direkt in der zweiten Minute mit einem Fehlpass, in dessen Folge er dann auch vom Gegenspieler stehengelassen wurde. In der 22. Minute bescherte ein schlechter Klärungsversuch des Panama-Nationalspielers Slovan einen der seltenen Abschlüsse. Mit Fortdauer der Partie dann sicherer und offensiv mit Akzenten: Ein Kopfball in Minute 17 geriet zu zentral, ein Abschluss in Minute 53 wurde geblockt. Und in der Nachspielzeit rettete bei seinem abgefälschten Schuss die Latte für die Gäste.

test

KASPER JØRGENSEN

90 Minuten, zwei Tore

Als Außenverteidiger mit dem Doppelpack, und ohne Gegentor – das ist sehr gut. Beim 1:0 mit dem Kopf nach einer Ecke zur Stelle, das 2:0 versenkte er per direktem Freistoß im Tormanneck. Mauer? Egal. Tormann? Sowieso.

test

SASCHA HORVATH

81 Minuten

Verteilte die Bälle im Linzer Spiel, und machte das auf gewohntem Niveau. 53 von 56 Pässen fanden ihr Ziel, ins letzte Drittel sogar ohne Fehlpass. Schaltete nach einem Fehler der Gäste in Minute 24 blitzschnell um und kreierte so eine Top-Chance. Bediente kurz vor der Pause Usor mit einem super Ball, kurz nach der Pause kurbelte er das Spiel an und bediente Adeniran zum 4:0. Saubere Leistung des Kapitäns.

test

MELAYRO BOGARDE

90 Minuten

Spulte eine richtig starke Leistung ab. Defensiv voll auf der Höhe, etwa bei einem Konter von Slovan in Minute 18, als er im Vollsprint die Lücke zumachte. Mit dem Ball aber noch stärker als gegen ihn. Hatte 97 Ballberührungen, spielte 93 Prozent seiner 80 Passversuche zum Mitspieler, ins letzte Drittel waren es 18 von 18 Pässen. Highlights: Ein wunderschöner Wechselpass auf Usor (52.), ein geniales Zuspiel auf Ljubičić (56.). Dass er nicht noch ein Tor erzielte, lag daran, dass sein Schuss in Minute 67 abgefälscht wurde. Wäre es ein Tor geworden, es wäre sinnbildlich gewesen: Den Ball hatte Bogarde nämlich zuvor selbst erobert.

test

ROBERT LJUBIČIĆ

63 Minuten, ein Tor

War bis auf einen weiten Ball auf den im Abseits stehenden Usor in der Anfangsphase lange gar nicht wirklich auffällig. In der 24. Minute entschied er sich erst falsch und spielte ab, im zweiten Versuch blieb sein Abschluss hängen. 20 Minuten später dann eiskalt, als er einen Ball zum 3:0 aus kurzer Distanz ins Tor beförderte. Hatte nach der Pause dann sogar noch die Möglichkeit auf den Doppelpack, schoss aus kurzer Distanz aber über das Tor (56.).

test

YVAN DIBANGO

90 Minuten

In seinen Aktionen konnte man ihm den Willen nicht absprechen – die Genauigkeit aber schon. War nämlich in entscheidenden Situationen wiederholt zu unsauber. Sein Schnitzer in Minute 31, als er Camara als letzter Mann anschoss und dem Gegenspieler den alleinigen Weg zum Tor eröffnete, rächte sich nicht – weil Mbuyamba rettete.

test

MOSES USOR

75 Minuten

War ein ständiger Unruheherd. Nahm sich den Ball in Minute 18 super mit und enteilte Gegenspieler Wimmer, Tormann Popović klärte mit den Füßen. Auch in Minute 34 mit einem Abschluss, der ging knapp vorbei, wie auch ein Zuspiel auf den frei am Pfosten stehenden Adeniran (45.+1). In der 62. Minute erneut gefährlich vor dem Tor, aus zwei Metern traf er aber nur Popović. Mit dem eigenen Tor wollte es nicht klappen, sein Eckball wurde aber zur Vorlage für das 1:0 durch Jørgensen.

test

SAMUEL ADENIRAN

63 Minuten, ein Tor

Tat und versuchte, und kämpfte und spielte – aber war in Halbzeit eins einfach nicht erfolgreich mit seinen Bemühungen. Nach einer Einzelaktion in der 14. Minute schoss er vorbei, in Minute 25 geriet er außer Tritt. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann mit einem guten Laufweg, der Stanglpass von Usor geriet aber zu lange. Direkt nach Wiederanpfiff beschenkte sich Adeniran dann aber mit dem Champions-League-Treffer – tankte sich durch und setzte den Ball humorlos unter die Latte (48.).

test

DANIEL ELFADLI

ab 63. Minute

Kam nach 63 Minuten in die Partie, machte seine Sache brav. Die großen Akzente setzte er aber nicht.

test

KRYŠTOF DANĚK

ab 63. Minute

Brachte nach seiner Einwechslung immer wieder Impulse nach vorne. Legte im Konter etwa super auf Kalajdžić ab, der haute den Ball dann aber drüber (73.).

test

SAŠA KALAJDŽIĆ

ab 63. Minute

Kam rein und tat Dinge, die ein Saša Kalajdžić tut: wühlen, kämpfen, schießen. Tat aber etwas nicht, was ein Saša Kalajdžić normalerweise tut: treffen. In der 68. Minute parierte der Tormann, in der 71. fälschte der mit dem Hintern etwas glücklich ab. In der 73. Minute schoss der Angreifer nach einem Konter drüber, und als Draufgabe traf er per Kopf bei einem Abstauber aufs leere Tor nur den Pfosten. Das war bitter, aber die Leistung passte.

test

CHRISTOPH LANG

ab 75. Minute

Kam erst spät ins Spiel und hatte nur wenige Aktionen. Bei einem Abschluss in der 87. Minute traf er den Ball nicht richtig.

test

ALESSANDRO SCHÖPF

ab 81. Minute

Spielte zu kurz für eine Bewertung.

Kommentare