CL-Titelverteidiger Real Madrid im freien Fall

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Das beste Team der vergangenen zwei Jahre befindet sich im tiefen Fall!

Der Champions-League-Sieger von 2016 und 2017, Real Madrid, schlitterte gegen Tottenham im Wembley-Stadion in ein 1:3-Debakel. Nach dem Liga-Fehlstart setzt sich die Krise für das Team von Zinedine Zidane nun auch im Parade-Bewerb fort.

Eine desaströse Mannschaftsleistung ließ den amtierenden spanischen Meister in einem ganz anderen Licht erscheinen. Die gute Stimmung kippt und Zidane muss immer mehr um seinen Job zittern.

Nach der Blamage bei Aufsteiger Girona am Wochenende (1:2) setzte es gegen die Spurs die zweite Niederlage in Folge. Nur zwei der letzten fünf Pflichtspiele konnte das weiße Ballett für sich entscheiden.

Nacho: "Der Mannschaft ist nichts vorzuwerfen"

Es brodelt in der spanischen Hauptstadt. In La Liga beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter und Erzrivale FC Barcelona bereits acht Punkte, in der Champions-League-Gruppenphase hält man nach vier Spielen nur bei sieben Punkten und muss noch zittern, während Tottenham bereits aufgestiegen ist.

Bezeichnend für die aktuelle Situation: Das 1:3 in London war die höchste Niederlage überhaupt in der Ära von Zinedine Zidane als Real-Coach. Zudem kassierten Cristiano Ronaldo und Co. die schlimmste Pleite in der CL-Gruppenphase seit November 2008, als man sich Juventus Turin mit 0:2 geschlagen geben musste.

Verteidiger Nacho Fernandez war danach enttäuscht: "Ich bin sauer, es ist ein sehr schlechtes Ergebnis. Es gab kein Einstellungsproblem. Der Mannschaft ist nichts vorzuwerfen. Die Einstellung war sehr gut."

Trotzdem schlittert man von einem Negativerlebnis ins nächste. "Das löst man mit Arbeit. Tottenham ist eine Top-Mannschaft. Man muss sich aufraffen. Wir sind Real Madrid und mit Arbeit werden die gewünschten Ergebnisse kommen."

Cristiano Ronaldo trotz Toren in der Kritik

Reals Aushängeschild Cristiano Ronaldo erzielte zwar sein 111. Champions-League-Tor, es war jedoch nur der Ehrentreffer gegen Tottenham. Von seiner Topform ist der Portugiese weit entfernt.

In La Liga, wo er die ersten vier Spiele gesperrt verpasste, konnte er bisher nur ein Tor in sechs Spielen erzielen. In der Königsklasse trifft er, aber ohne zu überzeugen. Trotzdem hält er nach vier Spieltagen bereits bei sechs Volltreffern.

Es war sein erster überhaupt im Wembley-Stadion nach vier Anläufen (Elfmeterschießen nicht eingerechnet). Gegen die Spurs traf er in den letzten vier Duellen fünf Mal. Insgesamt traf Ronaldo schon zehn Mal gegen Tottenham - gegen kein englisches Team öfters.

Aber: Diese Statistiken bringen Real derzeit nichts. Kein Spieler erreicht sein normales Niveau, am auffälligsten agiert noch Isco. Doch das Zusammenspiel und die Körpersprache passt derzeit nicht.

"Keine gute Nacht, keine gute Zeit"

Spieler und Trainer sind bemüht, für Ruhe zu sorgen und betonen, dass man gemeinsam wieder aus der Krise finden wird. Doch wann? Wie lange schaut Präsident Florentino Perez noch zu?

Zidane scheinen auch zwei Champions-League-Titel in Folge und der spanische Meistertitel nicht retten zu können, sollte sich diese Negativspirale weiterdrehen. Zizou meinte auch: "Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht."

Trotzdem sagt er: "Es funktioniert zurzeit nicht, wir haben Chancen, punkten aber nicht. Wir sind mental nicht gut, aber wir sind nicht in der Krise." Zidane gibt nicht auf, er ist noch immer überzeugt, den Karren aus dem Dreck ziehen zu können.

"Wir verlieren in der Meisterschaft, wir verlieren heute Abend. Es ist keine gute Nacht, keine gute Zeit. Wir werden uns auf das konzentrieren, was vor uns liegt."

Textquelle: © LAOLA1.at

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