Salahs Wiedersehen mit römischen Freunden

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Es ist das Semifinale, mit dem vor der Saison wohl niemand gerechnet hat.

Der FC Liverpool und die AS Roma spielen sich am Dienstag (20:45 im LIVE-Ticker) das Ticket für das Endspiel der Champions League aus.

Dabei besonders im Blickpunkt: Mohamed "Mo" Salah. Der ägyptische Flügelstürmer wechselte im Sommer 2017 von Rom auf die Insel und hat sich bei den "Reds" nach nicht einmal einer Spielzeit bereits unsterblich gemacht.

41 Treffer und die dreifache Auszeichnung zum Premier-League-Spieler des Monats (Rekord) sorgen für eine absolute Traum-Debütsaison des 25-Jährigen, die nur durch einen Final-Einzug noch besser werden kann.

Dies wollen aber seine ehemaligen Teamkollegen von der Roma verhindern und drohen in Form von Verteidiger Peres bereits scherzhaft: "Wir haben Salah gewarnt, nichts zu probieren. Sonst bekommt er Schläge ab."

"Ich liebe Rom, Rom liebt mich"

Doch diese martialische Ankündigung dürfte Salah nur wenig Sorgen bereiten.

Der flinke Rechtsaußen hat noch immer ein tolles Standing bei der Roma, wie er auch selbst weiß.

"Es ist mein alter Klub. Ich liebe die Fans dort und sie lieben mich auch", erklärt der Linksfuß, der von 2015 bis 2017 in der "Ewigen Stadt" unter Vertrag stand, bei "CNN".

Auch mit seinen ehemaligen Mitspielern pflegt der Ägypter, der in seiner Heimat als Volksheld gefeiert wird, noch immer ein gutes Verhältnis: "Ich spreche noch immer mit vielen Spielern von dort. Wir sind uns nahe und gute Freunde. Wir haben zusammen gespielt und gekämpft. Wir hatten eine gute Zeit in der Umkleidekabine."

Vorfreude unter ehemaligen Mitspielern

Und diese Zuneigung basiert auf Gegenseitigkeit.

"Es wird schön sein, Momo wiederzusehen, wir hatten eine gute Zeit. Er ist ein großartiger Kerl, süß und respektvoll – doch in erster Linie ein ausgezeichneter Spieler. Ich bin ein Fan von ihm", freut sich etwa Romas Ersatz-Kapitän Radja Nainggolan auf das Duell mit Salah.

Auch der Viertelfinale-Held der "Giallorossi", Edin Dzeko, nahm mit seinem ehemaligen Angriffspartner bereits Kontakt auf: "Ich habe ihm geschrieben, dass ich hoffe, dass er den Premier-League-Rekord (34 Saisontore, Anm.) bricht, aber im Semifinale darf er sich etwas zurücknehmen."

Dass Salah Rom "nur" zwei Saisonen mit seinen Offensivfähigkeiten bespaßte, ist für Dzeko kein Grund, Groll zu hegen.

"Es ist natürlich schade, dass er gegangen ist, aber er musste den Schritt machen. Am Ende hat er alles richtig gemacht, er macht unglaubliche Sachen in der Premier League, die nicht unbedingt die einfachste Liga ist. Ich bin glücklich für ihn, aber wir vermissen ihn", führt der bosnische Ex-ManCity-Stürmer bei "BBC" aus.

Salah Romas Rekordtransfer

Überhaupt war das Engagement Salahs bei der Roma ein klassisches "Win-Win-Geschäft".

Nachdem Salah, der bei einem Testpiel des ägyptischen U23-Nationalteams gegen den FC Basel von den Schweizern entdeckt wurde, 2014 zum FC Chelsea wechselte, galt die Premier-League-Karriere des 25-Jährigen schon als gescheitert. Erst ein halbjähriger Leihaufenthalt beim AC Florenz brachte den Motor des Flügelflitzers wieder zum Laufen.

Im Sommer 2015 folgte schließlich die zunächst leihweise, dann fixe Umsiedlung für 15 Millionen Euro in den Süden, in die italienische Hauptstadt.

Dort schlug Salah voll ein, führte die Roma jeweils ins Achtelfinale der Europa League und der Champions League und machte sich mit einer Ablöse von 42 Millionen Euro zum Rekordverkauf der Römer.

"Stoppen Salah durch Teamwork"

Bei Liverpool ist Salah seither der unumstrittene Star und von jedem Abwehrspieler der Premier League gefürchtet.

Nicht so von Ex-Kollegen Konstantinos Manolas. Der griechische Defensivspezialist, der international zu einem der schnellsten Innenverteidiger zählt, legt sich keinen besonderen Matchplan gegen Afrikas Fußballer des Jahres 2017 zurecht.

"Wir werden Salah nicht manndecken. Wir haben auch Barcelona und Lionel Messi mit Teamwork gestoppt, wir können Salah genau so stoppen. Es wird natürlich nicht leicht, aber wir sind bereit", gibt sich Manolas gegenüber "La Stampa" selbsbewusst.

Das können die Römer auch sein. Wer gegen den FC Barcelona einen Drei-Tore-Rückstand aufholt, muss sich vor keinem Gegner fürchten, auch wenn dieser einen Mo Salah in seinen Reihen hat.

FC Liverpool gegen AS Roma am Dienstag, 20:45 im LIVE-Ticker>>>

Textquelle: © LAOLA1.at

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