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"Wenn wir ein Tor machen..." - Sturm will kleine CL-Chance nutzen

Die Grazer hoffen nach einem 0:2 in Istanbul auf den Heimvorteil. Cheftrainer Ingolitsch beklagt das Mammutprogramm in der entscheidenden Europacup-Quali-Phase.

"Wenn wir ein Tor machen..." - Sturm will kleine CL-Chance nutzen Foto: © GEPA
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Die kleine Chance auf die Champions League will Vizemeister Sturm gegen Fenerbahce unbedingt nutzen.

Mit einer 0:2-Hypothek aus dem Hinspiel in Istanbul gehen die Steirer am Dienstag (20.30 Uhr in ORF eins und im LIVE-Ticker >>>) in Graz-Liebenau ins Retourmatch der 3. Qualifikationsrunde gegen die Millionentruppe aus der Türkei.

Der Heimvorteil soll die Schwarz-Weißen zu einer Überraschung und damit ins Play-off zur Königsklasse tragen, die Europa-League-Ligaphase ist jedenfalls schon fix.

Sturm baut auf den Heimvorteil

"Wenn wir ein Tor machen, egal ob in der 1. oder 85. Minute, ist alles möglich, dann brennt die Hütte", sagte der 21-jährige Mainz-Leihstürmer Nelson Weiper, nachdem er sein Team am Samstag in der Liga in Hartberg als "Joker" per Doppelpack zum 2:0-Erfolg geschossen hatte.

Vor ausverkauftem Haus soll wie beim 4:0-Heimsieg gegen Heart of Midlothian in der zweiten CL-Qualifikationsrunde ein gelungener Europacup-Abend gefeiert werden, die Fraktion des türkischen Vizemeisters wird allerdings auch zahlreich und lautstark zugegen sein.

Hohe individuelle Qualität beim Gegner

Für Fenerbahce spricht nicht nur die individuelle Qualität dank der finanziellen Möglichkeiten - im Sommer wurden mehr als 80 Mio. Euro in den Kader investiert -, sondern auch die Statistik.

In neun Duellen gegen österreichische Vereine gingen die Türken noch nie als Verlierer vom Platz. Die von Torjäger Talisca angeführte Mannschaft des neuen Trainers Ismail Kartal hat große Ambitionen, erstmals seit 2008/09 soll wieder das CL-Ticket gelöst werden.

Im Play-off würden Sparta Prag oder Olympique Lyon (Hinspiel 2:1) als letzte Hürde warten. Sollte dieses Duell dann verloren werden, gibt es von der UEFA trotzdem Prämien in Höhe von 4,3 Mio. Euro.

Ingolitsch beklagt Mammutprogramm

Ingolitsch beklagt Mammutprogramm
Im Hinspiel kassierte Sturm vor einer Woche eine 0:2-Niederlage.
Foto: ©IMAGO / PS Images

Während die Grazer vergangenes Wochenende im Liga-Einsatz waren, startet die Saison in der Süper Lig erst am Wochenende.

Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch monierte das dichte Programm mit vielen Begegnungen innerhalb kurzer Zeit. "Man muss schon hinterfragen, ob das richtig ist, wie sich unsere Liga da aufstellt.

In dieser entscheidenden Phase haben wir ein Mammutprogramm." Das solle aber kein Jammern sein, betonte Ingolitsch.

"Wir freuen uns darauf und wollen das auch haben. Trotzdem ist es ein Unterschied, ob Fenerbahce in den letzten sieben Tagen zwei Spiele spielt und wir vier."

Kiteishvili weiter fraglich

Die Grazer kommen derzeit auf vier Matches innerhalb von elf Tagen, besonders beim Trainingsvolumen vor den Begegnungen gibt es Unterschiede.

"Wir bereiten uns seit Wochen auf jeden Gegner mit nur einem Training vor. Fenerbahce hatte vor dem Hinspiel sechs Trainingstage, jetzt haben sie fünf und wir einen", beklagte Ingolitsch.

Es gehe im Moment nicht um die gegnerspezifische Vorbereitung, "sondern nur darum zu schauen, wie ich meinen Körper so schnell wie möglich wieder in den Griff bekomme".

Das muss weiterhin auch Otar Kiteishvili, der Mittelfeldregisseur laboriert seit dem Saisonstart an Wadenproblemen. Wann der Georgier zurückkehrt, ist offen.

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