Entfesselte Grazer nehmen Salzburg auseinander

 

Der FC Red Bull Salzburg läuft in der achten Bundesliga-Runde in ein Debakel! Gegen Sturm Graz verlieren die "Bullen" daheim mit 1:3.

Salzburg, das mit dem Debütanten Nicolas Seiwald startet, beginnt dominant, trifft im letzten Drittel aber zu selten die richtigen Entscheidungen. So sorgt Albert Vallci mit einem Distanschuss an die Innenstange für die beste Möglichkeit (35.). Sturm ist im Konter gefährlich und trifft in Form von Kevin Friesenbichler zuvor ebenfalls Aluminium (5.).

Den Seitenwechsel verschläft Salzburg völlig, bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff verwertet Ljubic eine Kuen-Flanke zum 1:0 für die Grazer (48.). Sturm spielt sich dann in einen Rausch, Jantscher schnürt einen Doppelpack. Zunächst verwertet der Ex-Salzburger nach Hierländer-Querpass (53.), nur kurz darauf bringt er einen Ingolitsch-Stangler unter (59.).

Salzburg kann sich davon nicht mehr erfangen und kann kurz vor Schluss nur mehr Ergebnis-Kosmetik betreiben. Mergim Berisha stellt per traumhaftem Schlenzer auf 1:3 (86.).

Die "Bullen" könnten nach der ersten Bundesliga-Saisonpleite am Sonntag von Rapid von der Tabellenspitze verdrängt werden.

Sturm, das erstmals seit August 2017 ein Bundesliga-Duell gegen Salzburg gewinnen kann, rückt mit einem Spiel weniger und sieben Punkte Rückstand auf Salzburg auf Rang vier vor.

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Marsch rotiert kräftig

Salzburg-Trainer Jesse Marsch gönnte nach ihren Länderspiel-Einsätzen und auch angesichts des am Mittwoch folgenden Rückspiels bei Bayern München in der Champions League mit Dauerbrenner Andreas Ulmer, Maximilian Wöber und Sekou Koita drei Stammkräften zu Beginn eine Pause. Die vierte Änderung gegenüber dem 1:1 bei Rapid vor der Länderspielpause betraf Zlatko Junuzovic, der wegen seines leichten Muskelfasereinrisses pausierte, am Mittwoch allerdings einsatzfähig sein soll. Mit dem 20-jährigen französischen Innenverteidiger Oumar Solet, Liga-Debütant Nicolas Seiwald und Karim Adeyemi rückten drei 20-Jährige oder Jüngere ins Team. Zudem verteidigte Rasmus Kristensen rechts hinten.

Die neu zusammengestellte Truppe hatte zu Beginn Anlaufschwierigkeiten, auch da Sturm den Gegner früh störte und aggressiv dagegenhielt. Kevin Friesenbichler traf nur die Außenstange (5.). Ansonsten erarbeiten sich die Hausherren aber doch ein Chancenübergewicht, Noah Okafor (8., 16.), Andre Ramalho (21.) und Adeyemi (26.) ließen aber Möglichkeiten ungenützt. Das Gefährlichste war ein Weitschuss von Vallci, bei dem die Stange rettete.

Sturm eiskalt

Mit einem furiosen Start nach der Pause belohnten sich die Grazer für einen mutigen Auftritt und zeigten sich da als Meister der Effizienz. Solet störte Ljubic nicht, und der Mittelfeldspieler vollendete nach Kuen-Hereingabe mit einem Volleyschuss. Auch der zweite Treffer fiel aus einer Direktabnahme, diesmal war Jantscher nach Hereingabe des per Kopf von Friesenbichler bedienten Hierländer erfolgreich. Sechs Minuten später setzte David Nemeth mit einem 70-Meter-Pass Sandro Ingolitsch ein, und dessen Zuspiel verwertete neuerlich Jantscher in der Mitte in bester Goalgetter-Manier.

Nach der Hereinnahme von Ulmer, Koita und Wöber wurde Salzburg etwas gefährlicher, ein herrlicher Abschluss von Berisha ins Eck nach Koita-Vorarbeit blieb aber die einzige Ausbeute. Sturm siegte erstmals gegen Salzburg seit 27. August 2017 (1:0). In Salzburg war man zum ersten Mal seit 2. Oktober 2016 wieder einmal siegreich. Dank des dritten Saisonerfolgs schob man sich auf Platz vier vor.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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