Leitgeb mit Wut-Rede: "Spielten auf Kuhweide"

 

Beim Wolfsberger AC sitzt der Schock nach der überraschenden 0:2-Pleite bei Schlusslicht WSG Tirol tief. (Zum Spielbericht >>>)

Mittelfeld-Akteur Mario Leitgeb lässt im anschließenden Interview bei "Sky" seinen Frust freien Lauf: "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es war ein sehr kurioses Spiel aus meiner Sicht."

Dabei kritisiert er unter anderem den Rasen des mit 1.250 Zuschauern spärlich gefüllten Tivoli Stadions: "Wir haben heute auf einer Kuhweide gespielt." Aber auch die Spielweise des Gegners bekommt ihr Fett ab. "Wir haben heute gegen einen Gegner verloren, der - bei allem Respekt - die Bälle nur nach vorne schießt und hofft, dass der Maierhofer den Ball verlängert", sagt Leitgeb.

Leitgeb: "Schiedsrichter war so schlecht wie wir"

Trotzdem nimmt er auch die eigenen Mannen in die Pflicht, die vor allem in der ersten Halbzeit "den Kampf nicht angenommen" haben. "Es geht halt nicht nur mit 50 oder 80 Prozent - auch nicht gegen einen Gegner, der nur probiert, den Ball aufzustellen und irgendwie ins Tor zu bekommen", kritisiert der 31-Jährige.

In der zweiten Halbzeit hätten die "Wölfe" zwar "alles probiert", bissen sich an der stabilen WSG-Defenisve aber ein ums andere Mal die Zähne aus: "Die sind hinten drinnen gestanden, das ist Fußball zum Vergessen."

Der gebürtige Grazer sorgte nach dem Seitenwechsel für einen Aufreger, als er in die TV-Kameras sagte: "Der Schiedsrichter soll mal gescheiter pfeifen". "Ich darf's ihm persönlich ja nicht sagen, daher soll es ihm bitte irgendeiner sagen, dass er heute auch so schlecht war wie wir," erklärt Leitgeb die Situation.

Niederlage "tut uns vielleicht gut"

Der ausbleibende Elfmeterpfiff in der 25. Minute, als Dieng im Strafraum gelegt wurde, war in den Augen Leitgebs nicht die einzige Fehlentscheidung des Unparteiischen: "Es waren auch in der zweiten Halbzeit kuriose Pfiffe dabei, dann hatten wir wieder Ballverluste, weil die Kuhweide zugeschlagen hat - es war heute nicht unser Tag."

Trotzdem hofft er, dass die Mannschaft ihre Lehren aus der Niederlage gezogen hat. "Vielleicht tut es uns gut, dass wir unter der Woche wieder einen Gang hoch schalten und es beim nächsten Mal besser machen."

WSG will "Aufholjagd" starten

In Tirol überwiegt indes Freude über die ersten Punkte nach sieben Niederlagen in Serie. "Heute hat von Anfang an alles gepasst", schwärmt Trainer Silberberger.

"In der ersten Halbzeit waren wir überragend stark, in der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass der WAC eine Topmannschaft ist", sagt der 46-Jährige, der vor allem im neuformierten Sturmduo Dedic/Maierhofer den Schlüssel zum Erfolg sieht: "Es funktioniert hervorragend."

Dem pflichtet auch Michael Svoboda bei, der die WSG mit seinem ersten Bundesliga-Treffer in Führung köpfte. "Mit dem Major haben wir vorne eine große Wucht - wir haben verdient gewonnen", sagt der 21-Jährige und hat auch eine Kampfansage in Richtung Konkurrenz parat: "Jetzt starten wir die Aufholjagd, um aus dem Tabellenkeller zu kommen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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