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Baut der WAC gegen die Admira seine Serie aus?

Mit einem Sieg gegen die Admira bleiben die Kärntner neun Ligaspiele ungeschlagen:

Baut der WAC gegen die Admira seine Serie aus? Foto: © GEPA

Nach der bitteren 0:1-Niederlage in der Europa League bei Instanbul Basaksehir kehrt beim WAC wieder der Liga-Alltag ein. Die Kärtner empfangen in der 12. Bundesliga-Runde am Sonntag (ab 14:30 Uhr im LIVE-Ticker) den Tabellenzehnten Admira.

Für das Team von Trainer Gerhard Struber gilt es national an der Spitze dranzubleiben. Sollte gegen die Südstädter der siebte Sieg aus den vergangenen neun Spielen gelingen, bleiben die "Wölfe" in der Liga seit neun Partien ungeschlagen. 

Mit den Gästen wartet laut Struber aber eine "schwere Aufgabe" auf seine Mannschaft. Nach dem verpatzten Saisonstart zeigt die Formkurve der Admiraner nach zwei souveränen Siegen gegen Tirol (3:1) und Altach (4:1) zuletzt steil nach oben.

Struber wird rotieren

Die Lavantaler kehren nach dem verpassten Erfolgserlebnis in der Türkei erst am frühen Freitagabend in die Heimat zurück. Ohne Punkte, aber reicher an Erfahrung. "Für uns sind diese Spiele klar ein Lernfenster, weil wir unsere Entwicklung nicht nur an Siegen oder Niederlagen messen.

Wir lernen gerade viel dazu", sagt Struber. Die internationalen Auftritte hätten natürlich Ressourcen gekostet. "Gleichzeitig haben wir schon bewiesen, dass wir nach solchen Spielen gut in die Spur finden. Das wollen wir wieder unter Beweis stellen", schildert der 42-Jährige.

Sechs Punkte fehlen dem WAC nach dem Ende der Hinrunde des Grunddurchgangs auf Leader Salzburg, drei Zähler auf den Zweiten LASK. Angesichts der dann folgenden Duelle mit Sturm Graz (auswärts) und den "Bullen" (heim) wäre es wichtig gegen die Admira voll anzuschreiben. "Wir wissen natürlich, dass die Admira anders dasteht wie noch vor einigen Wochen. Das wird eine richtig schwere Aufgabe", rechnet der Salzburger mit keinem Selbstläufer.

Rotation wird es geben. "Wir wollen Frische bringen um den Drive zu zeigen, der gegen diesen Gegner notwendig sein wird", kündigt Struber an. Für den gesperrten Nemanja Rnic wird Manfred Gollner verteidigen.

Die WAC-Spieler müssen nach dem nächsten Europacup-Highlight nicht extra motiviert werden. "Grundsätzlich freuen wir uns auf dieses Spiel gleich, wie wir uns auf Basaksehir gefreut haben", will Michael Liendl betont wissen.

"Wir haben auch in der Meisterschaft Ziele, wollen daheim gewinnen. Und letztlich brauchen wir das Selbstvertrauen von Siegen für die nächsten Wochen." Da geht es am Mittwoch bei Wacker Innsbruck auch um den Einzug ins Cup-Viertelfinale.

Schmidt will "Aufwärtstrend fortsetzen"

Die Admiraner ließen das Tabellenende dank einem 3:1 gegen WSG Tirol und 4:1 in Altach hinter sich. "Wir wollen unseren Aufwärtstrend, was das Spielerische und die Stabilität betrifft, fortsetzen", betont ein "grundsätzlich immer optimistischer" Coach Klaus Schmidt.

Man sei ein "anderer Gegner" als noch vor drei Wochen. Trotzdem bleibt man im Admira-Lager realistisch. "Wir fahren nicht blauäugig hin und glauben, dass wir da mir nichts dir nichts einen Dreier heimspielen", sagt Schmidt.

Den Auftritt der Kärntner in Istanbul verfolgte er genau. "Die Mannschaft präsentiert sich in Europa sensationell, bei der Auslosung hat es jeder für unmöglich gehalten, dass der WAC nach drei Partien mit vier Punkten dasteht. Ich habe den WAC auch gestern nicht so schlecht gesehen", analysiert der Admira-Trainer.

Auch deshalb erwartete er ein hartes Stück Arbeit. "Sie sind einfach schwer zu besiegen, und eine Niederlage, nach weiß ich wie vielen Bewerbspielen ohne Niederlage, wird sie nicht zurückschmeißen", meint Schmidt. Der WAC hat in der Liga seit dem 2:5 in Salzburg am 10. August nicht mehr verloren, zwei der jüngsten drei Spiele endeten mit einem Remis.

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