WAC am Tabellenende: "Zurzeit nicht bundesligatauglich!"
Der WAC übernimmt nach sieben sieglosen Bundesliga-Spielen die Rote Laterne. Trainer Thomas Silberberger übt deutliche Kritik an seiner Mannschaft.
Die Länderspielpause hat beim Wolfsberger AC nicht den erhofften Umschwung gebracht.
Nach dem 0:3 beim SCR Altach warten die Kärntner bereits seit sieben Bundesliga-Spielen auf einen Sieg (zum Spielbericht >>>). Mit nur fünf Punkten rutscht die Mannschaft von Thomas Silberberger ans Tabellenende. Zudem stellt der WAC mit 16 Gegentoren nun die schwächste Defensive der Liga.
"Wenn man das Spiel gesehen hat, wird man das bestätigen müssen", sagt Silberberger bei "Sky" angesprochen auf die fehlende Bundesliga-Tauglichkeit seiner Mannschaft. Dabei hatte der Trainer seine Spieler ausdrücklich vor einem erneuten Fehlstart gewarnt.
"Wir verteidigen katastrophal"
Tatsächlich liegt der WAC bereits nach 13 Minuten mit 0:2 zurück. "Wir haben uns gewarnt, dass wir die Anfangsphase nicht verschlafen dürfen, und dann bist du halt nach gefühlt vier Minuten wieder 0:1 zurück, aus einem groben individuellen Fehler", ärgert sich Silberberger. Auch das dritte Gegentor nach der Pause sei aus einem individuellen Fehler entstanden.
Für WAC-Kicker Dominik Fitz ist die Situation mittlerweile besorgniserregend: "Wir verteidigen als Mannschaft wirklich katastrophal und man muss ganz ehrlich sagen, das ist zurzeit nicht bundesliga-tauglich."
Auch die erneute Rote Karte – Kapitän Simon Piesinger muss in der 44. Minute vom Platz – passt ins Bild. Es ist bereits der dritte Platzverweis für die Wolfsberger in der laufenden Saison.
"Wir machen sehr viel falsch zurzeit, haben auch kein Glück, dass einmal ein Elfmeter für uns gepfiffen wird. Dann hauen wir wieder daneben hinten, kriegen eine Rote Karte. Das sind halt alles Sachen, die so nicht passieren dürfen", erklärt Fitz.
Silberberger ist ratlos
Wie der WAC aus der Krise finden soll, ist für den Trainer unmittelbar nach dem Schlusspfiff noch offen. "Vor drei Wochen nach dem Spiel gegen Ried sind knallharte Worte gefallen in der Kabine. Ich weiß noch nicht, wie ich es jetzt angehen werde", gibt Silberberger zu.
Viel Zeit zum Grübeln bleibt allerdings nicht. Am kommenden Sonntag empfangen die Kärntner die WSG Tirol. "Wir werden eine Reaktion brauchen", fordert der Coach.
Altach schöpft neue Hoffnung
Auf der Gegenseite herrscht nach dem zweiten Saisonsieg Erleichterung. Doppelpacker Ousmane Diawara hofft auf den Beginn einer Trendwende: "Ja, ich denke schon", antwortet der Stürmer auf die Frage, ob der Erfolg der Start eines Turnarounds sein könne.
Auch Benjamin Böckle zeigt sich erleichtert: "Es fühlt sich natürlich unglaublich gut an nach so vielen sieglosen Spielen, dass wir heute die Leistung einmal auf den Platz gebracht haben."