Der LASK war die dominierende Mannschaft und vergab zahlreiche Hochkaräter. Zum Glück für die Grazer, die in der Partie blieben und am Ende sogar wieder die Tabellenführung übernahmen.
"Fußball ist einfach unglaublich, das geht so schnell. Erste Halbzeit waren wir leider sehr schlecht, da können wir 0:3 oder 0:4 hinten liegen", weiß Schoissengeyr, der auch den Elfmeter verschuldete ("Schwierige Situation, aber den muss man nicht geben"), mit dem Peter Michorl am überragenden Jörg Siebenhandl scheiterte.
Premiere für Siebenhandl bei Gala-Vorstellung
Dem Sturm-Keeper hatten es die Hausherren zu verdanken, dass bis zum Ende die Null stand. Nach dem Schlusspfiff wurde der 27-Jährige extra vor der Fan-Tribüne gefeiert. Lobeshymnen auf sich selbst stimmt der bescheidene Schlussmann aber nicht an.
"Nein, so einer bin ich nicht, dass ich mich selbst lobe. Das sollen andere übernehmen. Für mich ist es schön, die Früchte der harten Arbeit zu ernten. Ich bin froh, dass wir noch die drei Punkte mitgenommen haben."
Neben einigen starken Paraden fischte er vor allem auch den Elfmeter aus dem Eck. Kaum zu glauben, aber es war der erste gehaltene Elfmeter überhaupt in seiner Bundesliga-Ära.
"Wenn man der Wahrscheinlichkeit nach geht, hat es jetzt irgendwann kommen müssen. Bis jetzt war ich nie nah dran. Jetzt hat es geklappt. In der Situation war es noch einmal wichtiger", war Siebenhandl erleichtert.
Foda über Siebenhandl: "Hat uns den Sieg gerettet"
Auch Trainer Foda lobte seinen Keeper und sah sich aufgrund der Einberufung ins ÖFB-Team bestätigt.
"Genau deshalb habe ich ihn auch ins Team einberufen. Weil er einfach konstant in den letzten Wochen und Monaten sehr gut gehalten hat und und heute hat er das gezeigt. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass er den Elfmeter gehalten hat, sondern er war einfach im Spiel, hat Situationen sehr früh erkannt, spielt gut mit und ist gut mit dem Fuß. Das sind einfach wichtige Dinge um auf höchster Ebene zu spielen."
Auch für den Sturm-Trainer war an diesem Nachmittag klar, dass Siebenhandl der Hauptgrund dafür war, dass am Ende ein Sieg bejubelt werden durfte. "Wir sind froh, dass wir ihn haben und heute hat er uns den Sieg gerettet."
Foda sollte mit Pausen-Ansprache recht behalten
In der Pause wurde Tacheles geredet. "Danach hätte keiner mehr auf uns gesetzt", gibt Foda rückblickend auf die erste Hälfte zu. Der ÖFB-Teamchef war es aber, der seine Mannschaft mit zwei entscheidenden Ansätzen richtig motivierte:
"In der Pause habe ich zu meiner Mannschaft zwei positive Dinge gesagt. 'Erstens: Es steht 0:0. Zweitens: Viele Mannschaften, die überlegen waren, haben trotzdem nicht gewonnen.' So ist es gottseidank gekommen. Der Sieg war sehr glücklich."
Das wusste auch Matchwinner Siebenhandl: "Wir haben unser Spiel nicht auf den Platz gebracht und uns hinten einschnüren lassen. Wir hatten auch viele Abspielfehler und damit dem LASK in die Karten gespielt. Letztendlich haben wir die erste Halbzeit noch gut rübergebracht mit dem 0:0. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, wie wir spielen können und waren die dominante Mannschaft."