Sturms Heim-Misere: "Absolut unzufriedenstellend"

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Grantig wegen der Niederlage? Ja, natürlich. Aber so richtig böse auf sich selbst wollte man bei Sturm Graz nach dem 0:1 gegen Red Bull Salzburg angesichts der Leistung nicht sein.

Unterm Strich bleibt jedoch eine Heim-Pleite - die nächste Heim-Pleite, genau gesagt.

"Du kannst zu Hause gegen Red Bull Salzburg verlieren. Das Problem waren die anderen Spiele", findet Franco Foda, "gegen St. Pölten und die Admira haben wir unnötige Niederlagen kassiert, da waren wir nicht so wach wie gegen Salzburg."

"Hätten wir in diesen zwei Spielen so agiert wie gegen Salzburg, hätten wir diese beiden Spiele gewonnen", ist sich der Trainer sicher.

Altach holt 26 Heim-Punkte, Sturm 17

Vor besagten beiden Spielen kam man gegen Schlusslicht SV Mattersburg nicht über ein 2:2 hinaus - seit dem Last-Minute-Ausgleich von Fran für die Burgenländer ist der Faden vor heimischem Publikum gerissen.

Den letzten Heimsieg konnten die Steirer am 15. Oktober gegen die SV Ried feiern, es sollte der einzige im zweiten Meisterschaftsviertel bleiben.

Sturm weiß also zumindest, wo man die zwischenzeitlich deutliche Tabellenführung liegengelassen hat - nämlich zu einem guten Teil in Graz-Liebenau. Der Vergleich mit Leader Altach macht sicher: Die Vorarlberger eroberten zu Hause 26 von 30 möglichen Punkten, die "Blackies" nur deren 17.

Das Augenmerk im Frühjahr

Worauf die Grazer im Frühjahr ein größeres Augenmerk legen müssen, ist laut Günter Kreissl somit klar: "Wir müssen gegen die Vereine, gegen die wir uns von der Qualität her normalerweise Punkte ausrechnen, etwas einfahren. Salzburg war ein klares Schlagerspiel, da kannst du einmal knapp verlieren, das ist auch passiert. Aber aus den Spielen davor gegen Mattersburg, St. Pölten und die Admira ist die Ausbeute mit einem Punkt absolut unzufriedenstellend."

"Es gilt einfach auch in diesen Spielen von der Körpersprache und Bereitschaft her so zu agieren wie gegen Salzburg. Dann steigst du sicher besser aus als mit einem Punkt aus drei Spielen gegen Gegner aus dieser Tabellenregion", ist sich der Geschäftsführer Sport sicher.


In der Auswärtstabelle liegt Sturm an der Spitze. Zuletzt fuhr man in der Fremde auch beachtliche Ergebnisse ein, welche die Heim-Misere ein wenig kaschierten. Umso ärgerlicher die klägliche Ausbeute aus den letzten Heimspielen.

Kreissl: "Wir haben eine tolle Auswärtssaison gespielt, alleine wenn ich die letzten drei Auswärtsspiele mit Altach, Rapid und WAC hernehme. Wenn du da sieben Punkte mitnimmst, ist das top. Aus den letzten Heimspielen haben wir zu wenig gemacht. Gegen Salzburg brauchen wir uns das nicht vorwerfen, aber in den Spielen davor haben wir das eine oder andere Mal zu wenig unbedingten Willen gezeigt."

Ried-Spiel hat "große Bedeutung"

Die Mannschaft würde wissen, dass es "in der einen oder anderen Phase zu wenig" gewesen sei, weshalb den sportlich Verantwortlichen die Performance gegen Salzburg trotz Niederlage so freut: "In diesem Spiel oder auch letzte Woche in Wolfsberg war die Mannschaft zu 100 Prozent da, das macht schon eine Freude. Aber das Ergebnis trübt natürlich, dass wir schon andere Punkte liegengelassen haben, sonst gehst du mit einer anderen Ausgangskonstellation in dieses Spiel und kannst eine Niederlage ein bisschen leichter wegstecken. So ist es natürlich nicht erfreulich, dass wir zwei Plätze zurückgerückt sind."

Dritter statt Erster. Jäger statt Gejagter.

Umso wichtiger wird laut Kreissl der Jahresabschluss am kommenden Wochenende in Ried. Im Innviertel kassierte man eine von nur zwei Auswärts-Pleiten in der Hinrunde.

"Dieses letzte Spiel kriegt eine große Bedeutung. Wenn du in dieser Spitzengruppe dabei sein willst, und das liegt nur in unseren eigenen Händen, musst du gegen Ried wirklich noch einmal alles tun, um die drei Punkte zu ergattern. Es liegt in unseren Händen, mit welcher Ausgangsposition wir ins Frühjahr gehen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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