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Sturm: Deni Alar redet sich Frust von der Seele

Sturm-Goalgetter findet nach Mattersburg-Pleite deutliche Worte:

Sturm: Deni Alar redet sich Frust von der Seele Foto: © GEPA

Deni Alar ist nicht unbedingt ein Charakter, der öffentlich auf den Tisch haut. Normalerweise.

Die 0:1-Niederlage von Winterkönig SK Sturm Graz beim SV Mattersburg beim Frühjahrs-Auftakt veranlasst den Stürmer nämlich zu klaren Worten.

"Alles!", flucht der 28-Jährige als Antwort auf die Frage, was schief gegangen sei, und schimpft: "Es war besonders in der ersten Halbzeit eine Katastrophe von uns. Das war einfach richtig schlecht von jedem Einzelnen. Wir nehmen uns so viel vor, haben in dieser Saison eine große Möglichkeit, dass wir vieles erreichen - dann können wir einfach nicht so auftreten!"

Nachsatz: "Wenn das kein Weckruf ist, sind wir eh falsch im Fußball."

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Selbstkritik von Alar: "Das war ganz schlecht von mir"

Ob nach einer derart enttäuschenden Darbietung genau diese klaren Worte notwendig seien? "Jeder kann reden, das ist egal. Wichtig ist, dass wir es auf dem Platz umsetzen - bei mir angefangen. Als Erstes schaue ich auf mich und das war ganz schlecht von mir. So haben wir uns auch als Mannschaft präsentiert."

Denkbare Erklärungsansätze gibt es einige - angefangen mit den diversen Umstellungen von Neo-Trainer Heiko Vogel, die nicht wie erhofft gefruchtet haben.

Für Alar ist des Rätsels Lösung viel simpler: "Die Einstellung hat ganz sicher nicht gepasst, wenn man so auftritt. Mattersburg ist einfach eine Mannschaft, die über Zweikämpfe ins Spiel kommt. Das müssen wir annehmen, haben wir aber nicht gemacht."

"Wahrscheinlich waren die Ergebnisse im Trainingslager zu gut und wir haben geglaubt, dass alles locker weitergeht. Das tut es aber nicht! Wir müssen anfangen zu kämpfen. Natürlich wollen wir schönen Fußball spielen, aber das bringt nichts - bei solchen Platzverhältnissen ist das schwer. Da müssen wir dann halt einfach kämpfen, das haben wir vermissen lassen", redet sich der Goalgetter den Frust von der Seele.

Trainerwechsel kein Grund

Wobei Alar sehr wohl glaubt, dass jeder wollte - der Verlauf des Spiels wurde jedoch zum mentalen Problem: "Ich bin mir sicher, dass jeder wollte, es hat einfach nicht funktioniert. Dann machst du den einen oder anderen Fehlpass, versinkst ein bisschen mit dem Kopf und traust dich vielleicht nicht so zu spielen, wie wir das eigentlich können. Wir sind ja eine richtig gute Mannschaft, das wisssen wir ja - aber Fußball spielen, alles schön und gut, als erstes musst du einmal ins Spiel finden und in die Zweikämpfe reinkommen. Erst dann kommt das Spielerische."

Unter Vogel möchte Sturm mehr Wert auf Ballbesitz legen, in Mattersburg hatte man auch zu 67 Prozent den Ball. Zudem hat der Deutsche das System geändert und auch den einen oder anderen Akteur mit einer neuen Position betraut. So agierte etwa Dario Maresic als Sechser, Marvin Potzmann im zentralen offensiven Mittelfeld oder Philipp Huspek zu Beginn am linken Flügel.

Der Verdacht, dass die Automatismen aus dem erfolgreichen Herbst dadurch verloren gegangen sind, liegt nahe. Davon will Alar jedoch nichts wissen, für ihn sind diese Maßnahmen keine Ausrede für eine derartige Performance:

"Wir spielen ein bisschen anders, aber das hat nichts damit zu tun, dass wir keinen Pass zum eigenen Spieler bringen, dass wir einfach so die Zweikämpfe verlieren. Das hat mit dem Trainerwechsel nichts zu tun. Ob wir Viererkette, Fünferkette oder keine Ahnung was spielen, hat einfach nichts damit zu tun, dass wir die Pässe nicht gespielt, sondern versucht haben, locker-lässig zu spielen. Das können wir nicht machen!"

Alar richtig sauer

Der ÖFB-Teamspieler bejaht, dass er richtig sauer sei. Aus gutem Grund: "Wir sind ganz oben gewesen. Wir haben sehr viel zu gewinnen, wir können in dieser Saison sehr viel erreichen, haben eine unglaublich gute Mannschaft. Im Trainingslager hat es auch super funktioniert, aber wir dürfen nicht glauben, es geht alles locker und lässig. Wir müssen einfach normal Fußball spielen und kämpfen."

So gut die Generalproben in der Vorbereitung auch waren, die erste Aufführung von Sturm unter Vogel ging schief. Aber vielleicht hilft besagter Weckruf. Denn am kommenden Wochenende gegen den Wolfsberger AC zählen für Alar nur drei Punkte:

"Sicher ist ein Sieg Pflicht. Zu Hause musst du jedes Spiel gewinnen, egal gegen wen du spielst. Das erste Spiel im Frühjahr haben wir verloren. Nächste Woche müssen wir unbedingt ein anderes Gesicht zeigen."

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