Stangl: "Freue mich aufs Derby"

Stangl: Foto: © GEPA
 

Das ohnehin stets heiße Wiener Derby bekommt am 4. Februar noch zusätzliche Brisanz: Zum Rückrunden-Auftakt empfängt Rapid die Austria im heimischen Allianz-Stadion und damit auch den Ex-Grün-Weißen Stefan Stangl im Trikot des Erzfeindes.

Dass dieser Empfang kein freundlicher werden wird, ist auch Stangl selbst klar.

"Ich glaube, von 30.000 Leuten kommen 25.000 wegen mir, aber das ist für mich kein Problem. Ich habe gewusst, was auf mich zukommt. Ich freue mich auf das Spiel", erklärt der Linksverteidiger im Gespräch mit LAOLA1 nicht ohne sarkastischen Unterton, aber zu viele Gedanken über die vorprogrammierten Anfeindungen der Rapid-Fans will er sich nicht machen.


Stangl spricht nach Wechsel Klartext:


Endlich wieder Spielzeit?

Bei Stangl überwiegt viel mehr die Vorfreude, endlich wieder lang vermisste Spielminuten zu sammeln. Er gilt bereits für das Derby als Favorit auf den Stammplatz links in der Viererkette statt dem in der Vergangenheit nicht immer sattelfesten Thomas Salamon.

"Ich freue mich auf das Spiel. Am Wichtigsten sind die 90 Minuten auf dem Feld, das ganze Drumherum ist mir nicht so wichtig, das machen sich dann die Medien und die Fans aus", hat der 26-Jährige den Fokus schon auf Februar gelegt.

Bei den Favoritnern, die eine Kaufoption besitzen, fühlt sich die Leihgabe aus Salzburg bereits wohl: "Ich habe mich sehr gut eingelebt in meiner alten Heimat Wien. Die Mitspieler haben mich sehr gut aufgenommen, das ist eine super Truppe, mit viel Qualität. Ich freue mich auf die Frühjahrsaison."

"Will mich nicht immer rechtfertigen müssen"

Dass sein Wechsel in Wien nicht überall so gut aufgenommen wurde und für teilweise harte Kritik, die weit unter der Gürtellinie angesiedelt ist, sorgte, findet Stangl zwar schade, erklärt aber: "Ich kann damit umgehen, das ist kein Problem für mich."

Auch für die immer wieder aufkommenden Söldner-Vorwürfe hat der Ex-Grazer, -Rapidler und -Salzburger kein Verständnis: "Ich glaube, dass jeder Spieler lügt, wenn er sagt, er spielt nur zum Spaß Fußball. Es ist in anderen Berufen gleich, wenn jemand wo anders viel mehr verdient, geht er dort hin. Ich finde es schade, dass wir dafür immer kritisiert werden."

Vor allem sein Wechsel zu Red Bull Salzburg im Sommer 2016 sorgte für viel Aufregung. "Für mich war das der richtige Schritt, ich will mich nicht immer rechtfertigen müssen, was ich mache. Das ist meine Karriere", hat Stangl keine Lust, sein Leben nach den Vorlieben von Fußball-Fans zu richten.

Außerdem findet er: "So viel dürfte ich nicht falsch gemacht haben, sonst wäre ich nicht bei allen vier großen Vereinen gewesen. Ich versuche für jeden Verein alles zu geben, einmal gelingt das besser, einmal schlechter. Das hängt von vielen Faktoren ab."

Wie das bei der Austria funktioniert, wird Stangl wohl erstmals beim Wiener Derby am 4. Februar unter Beweis stellen dürfen.

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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