Maierhofer hofft auf spannendes Spitzenspiel

Maierhofer hofft auf spannendes Spitzenspiel Foto: © GEPA
 

Wenn am Sonntag um 17 Uhr der Tabellen-Zweite Rapid Wien den Spitzenreiter Red Bull Salzburg zum Bundesliga-Kracher empfängt, geht es erstmals im diesjährigen Meisterplayoff richtig zur Sache.

Erster gegen Zweiter, Rapid gegen Salzburg, mehr geht in Österreichs Bundesliga aktuell nicht. Ein Mann der weiß, wovon er spricht, ist Stefan Maierhofer. Der mittlerweile bei den Würzburger Kickers in der 2. Bundesliga unter Vertrag stehende Stürmer, schnürte für beide Klubs die Schuhe und war in so manchem denkwürdigen Duell mittendrin, statt nur dabei.

Vor dem Duell äußert sich Maierhofer auf der Bundesliga-Homepage zum Spitzenspiel. Der Ex-ÖFB-Teamspieler erwartet ein "Spiel auf Augenhöhe" und gibt eine Einschätzung zu Ercan Kara und Mergim Berisha ab.

"Die wichtigsten Spiele neben dem Wiener-Derby"

Besonders bitter ist auch für den "Major", dass aufgrund der Corona-Pandemie keine Fans im Stadion sein dürfen. Aus seiner Rapid-Vergangenheit weiß Maierhofer, dass "diese Spiele für Rapid die wichtigsten neben dem Wiener Derby sind".

Das Aufeinandertreffen hätte für den Ex-ÖFB-Stürmer ein volles Haus verdient: "Die Hütte wäre aus allen Nähten geplatzt, von dieser brisanten Stimmung hätten alle profitiert. Dann wäre die Qualität, die ohnehin vorhanden ist, noch besser zur Geltung gekommen."

Neben der bekannt lautstarken Unterstützung der Rapid-Anhänger überrascht Maierhofer aber mit Aussagen bezüglich der Fans des Serienmeisters aus Salzburg.

"Die Rivalität ist ja in erster Linie über die Fanszenen entstanden, und ich finde, dass sich da in Salzburg in den letzten Jahren einiges entwickelt hat. Dort gibt es mittlerweile auch einige Hardcore-Anhänger", so die ehemalige Nummer neun der Bullen.

Spiel hat vorentscheidenden Charakter

Mit vier Punkten Vorsprung geht Salzburg in das Aufeinandertreffen mit dem ersten Verfolger. Der Druck liegt daher für Maierhofer eher bei Rapid, denn, "wenn du auf die Tabelle schaust und sieben Punkte Rückstand hast, ist das eine enorme Belastung", spricht er die Punktedifferenz bei einem Sieg der Salzburger an.

Sollte Rapid aber auf einen Punkt Rückstand verkürzen, wäre ein spannendes Saisonfinish garantiert. Auch ein Verdienst des Systems mit der Punkteteilung, für Maierhofer eine gelungene Innovation.

(Text wird nach dem VIDEO fortgesetzt)

"So wird zehn Runden vor Schluss nochmal richtig Spannung geschaffen. Sonst wäre das Titelrennen vielleicht jetzt schon so gut wie entschieden", so Maierhofer.

Dass er die Entwicklung seiner beiden Ex-Klubs mit Argusaugen verfolgt, lassen Aussagen über die Formkurven der beiden Teams erkennen. Vor allem Zlatko Junuzovic streicht er aus einem starken Salzburger Kollektiv hervor: "Weil er immer den Unterschied ausmachen kann."

Die Entwicklung der Hütteldorfer unter Didi Kühbauer lobt Maierhofer explizit, sieht die Bullen aber mit leichten Vorteilen: "Wie offensiv und aggressiv sie in jeder Phase des Spiels agieren – da könnte sich Rapid noch etwas abschauen."

"Berisha einen Tick technisch besser als ich"

Besonders unter die Lupe nimmt Maierhofer die beiden "Neuner" von Rapid und Salzburg.

Bei Neo-Teamspieler Ercan Kara streicht er neben den vielen Toren auch die Laufwege gegen den Ball hervor: "Viele Beobachter sehen gar nicht, was er für wichtige Wege macht und dass eine Pressingaktion, die er initiiert hat, zu einem Ballgewinn führt", und fügt an: "Dann kann es schon mal vorkommen, dass ihm die Kraft ausgeht und er im letzten Drittel etwas liegen lässt."

Mergim Berisha aufseiten der Salzburger attestiert er vor allem ein feines Füßchen: "Berisha ist einen Tick technisch besser als ich und auch als Kara. Ich habe ihn bei der deutschen U21 genau beobachtet – er macht läuferisch extrem viel und bleibt trotzdem torgefährlich."

Das Ende der Fahnenstange haben für Maierhofer beide Akteure noch nicht erreicht. "Die großen Zeiten brechen für beide Stürmer aber erst an, sie sind noch nicht bei ihren Endstationen angelangt. Zwei richtig heiße Aktien für ihre Klubs."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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