Schiri-Boss rügt Rapid-Geschäftsführer Peschek

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Die Aufregung um Droh-E-Mails gegen die beiden Bundesliga-Schiedsrichter Dieter Muckenhammer und Manuel Schüttengruber geht auch an Österreichs Schiedsrichter-Boss Robert Sedlacek nicht spurlos vorüber.

"Wir haben dadurch in Österreich eine neue Dimension erreicht", sagt der 62-Jährige im "Kurier". Die Refereekomission sei zwar nicht direkt in das Verfahren involviert, dennoch nehme man die Angelegenheit ernst.

Den Umgang des SK Rapid Wien mit dem Vorfall findet Sedlacek völlig unpassend: "Ich habe auch Rapid-Geschäftsführer Peschek gesagt, dass es nicht geht, dass die Sache heruntergespielt wird und Rapid sich klar von diesem Mail distanzieren soll."

"Klubs können sich Schiri nicht aussuchen"

Auch die Aussagen von Referee Muckenhammer, der Rapid-Kapitän Stefan Schwab als "charakterlos" bezeichnet hat, hält der Schiri-Boss für problematisch: "Es sind nicht nur bei Spielern und Trainern, sondern auch bei Schiedsrichtern Emotionen im Spiel. Da werden auch manches Mal Dinge gesagt, die so eigentlich nicht gesagt werden sollten. Wir sind bemüht, für ein Klima zu sorgen, dass alle respektvoll miteinander umgehen. Wir hatten schon vor Jahren eine Zeit, in der das nicht so war. Und dazu sollte es nicht mehr kommen."

Der Erwartung der Hütteldorfer, dass Muckenhammer nun nie mehr bei Spielen der Wiener zum Einsatz kommt, kann Sedlacek nicht nachkommen: "Die Schiedsrichterkommission hat noch keine Meinung dazu, weil wir erst die nächste Sitzung haben. Aber allgemein lässt sich sagen, dass wir in so einem Fall einen Schiedsrichter in der nächsten Zeit bei Spielen des betroffenen Vereins nicht einsetzen. Es ist aber sicher nicht so, dass sich Klubs aussuchen können, welcher Schiedsrichter ihre Spiele leitet. Das wäre nicht im Sinne des Sports."

Allgemein zieht Österreichs Schiri-Vorsitzender ein positives Fazit nach der Herbstmeisterschaft: "Im Allgemeinen sind die Schiedsrichterleistungen in Ordnung gewesen. Natürlich gab es einige Fehlentscheidungen, aber die sind menschlich und gehören dazu. Es gibt Zeiten, da häufen sich umstrittene Entscheidungen. Wenn es einen der sogenannten Großklubs betrifft, wird noch mehr darüber diskutiert, wobei man sagen muss, dass die umstrittenen Entscheidugen bei den Rapid-Spielen korrekt waren."


Textquelle: © LAOLA1.at

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