Freund erklärt die Trainer-Entscheidung

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Als klar wurde, dass Oscar Garcia den FC Red Bull Salzburg verlassen wird, war Marco Rose zunächst nicht der Top-Favorit auf die Nachfolge.

Thomas Letsch galt als logischer Kandidat. Der Deutsche ist als Cheftrainer des FC Liefering praktisch höher in der Trainer-Hierarchie einzustufen und war interimistisch auch schon für die Profis zuständig, ehe Garcia die "Bullen" übernahm.

"Es hat gar nichts gegen Letsch gesprochen", hält Sportdirektor Christoph Freund bei der Präsenation des neuen Trainers fest.

"Nie mit externen Trainern beschäftigt"

"Wir sind in der seltenen Situation, sehr viele gute Trainer zu haben, die dieses Profil mitbringen", so der Sportchef weiter. Deswegen sei auch klar gewesen, dass nach Oscar eine interne Lösung gefunden werde. "Wir haben uns nie mit einem externen Trainer beschäftigt", hält Freund fest. Das neue Trainerteam habe nun eine "perfekte Konstellation".

Dass der Triumph in der UEFA Youth League für Rose so etwas wie ein Karriere-Boost war, ist klar. "Die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist, war sehr beeindruckend", sagt Freund. Nachsatz: "Das war nochmal ein wichtiger Faktor in Roses Entwicklung. Das hat natürlich dazu beigetragen, dass man sieht, welches Potential in ihm steckt."

Doch nicht minder beeindruckend waren für den RBS-Sportdirektor die Wochen nach dem Erfolg auf internationaler Ebene. "Mich hat sehr beeindruckt, wie die Mannschaft nach dem Youth-League-Sieg in der Meisterschaft noch Gas gegeben hat", spricht er den Meistertitel in der U18 an.

Wie reagiert Letsch?

Wie Letsch die Entscheidung verdaut, könnte spannend werden. Da der Liefering-Coach im Urlaub weilt, konnte Freund ihm die Entscheidung für Rose bisher nur telefonisch mitteilen.

"Ich werde mich nächste Woche nochmal mit ihm zusammensetzen. Er ist ein sehr ehrgeiziger Trainer, der das gerne gemacht hätte. Ich hoffe, dass er weiter beim Verein bleibt."

Das waren alle Salzburg-Trainer in der Ära Red Bull. LAOLA1 stellt die illustre Runde und ihre Bilanz vor:

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Kurt Jara (AUT) - 1. Juli 2005 bis 31. Mai 2006 - 38 Spiele, Punkteschnitt: 1,74, Titel: 0

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Der Tiroler musste nach nur einer (titellosen) Saison gehen - wegen angeblichen "Ungereimtheiten bei Spielertransfers". Drei Jahre später einigte man sich außergerichtlich.

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Giovanni Trapattoni (ITA) - 1. Juni 2006 bis 30. April 2008 - 87 Spiele, Punkteschnitt: 1,87, Titel: 1

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Der schillerndste Trainer der Red-Bull-Ära wurde auf Anhieb Meister, scheiterte in Donetsk knapp an der CL, musste aber auch das 0:7 gegen Rapid einstecken.

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Co Adriaanse (NED) - 1. Juli 2008 bis 15. Juni 2009 - 45 Spiele, Punkteschnitt: 1,98, Titel: 1

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Der Niederländer kam, sah, gewann die Meisterschaft - sein Vertrag wurde dennoch nicht verlängert. Marc Janko erzielte in dieser Saison 39 Bundesliga-Tore.

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Huub Stevens (NED) - 15. Juni 2009 bis 8. April 2011 - 94 Spiele, Punkteschnitt: 1,77, Titel: 1

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2010 gelang ihm und seiner Mannschaft mit Ach und Krach die erstmalige Titelverteidigung in der Red-Bull-Ära. Stevens war ein Jahr später der erste RB-Coach, der vor Saisonende gehen musste.

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Ricardo Moniz (NED) - 8. April 2011 bis 12. Juni 2012 - 65 Spiele, Punkteschnitt: 1,97, Titel: 2

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Nach dem verpassten Meistertitel 2011 holte er 2012 erstmals in der Red-Bull-Ära das Double - um wenig später zurückzutreten. Grund waren enorme Meinungsverschiedenheiten, die es mit der neuen medizinischen Abteilung gegeben hat.

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Roger Schmidt (GER) - 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2014 - 99 Spiele, Punkteschnitt: 2,24, Titel: 2

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Nach zwei Blamagen (Düdelingen und Pasching) sowie einer titellosen Saison, schlug Salzburg unter Schmidt zurück: Double, Meisterschaft im März fixiert (Rekord), Achtelfinale in der Europa League. Dank Ausstiegsklausel ging es für den beliebten Trainer dann nach Leverkusen. 

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Adi Hütter (AUT) - 1. Juni 2014 bis 15. Juni 2015 - 54 Spiele, Punkteschnitt: 2,09, Titel: 2

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Holte wie seine beiden Vorgänger das Double, das allerdings bereits im ersten Jahr, verabschiedete sich dann freiwillig mit dem Satz: "Ich bin kein Ausbildungstrainer."

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Peter Zeidler (GER) - 22. Juni 2015 bis 3. Dezember 2015 - 25 Spiele, Punkteschnitt: 1,80, Titel: 0

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Der erste Trainer, der von der zweiten Mannschaft zur ersten aufrückte - ein Fehler. Nie wurde ein Chefbetreuer in der Red-Bull-Ära früher verabschiedet - nach der Hinrunde.

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Thomas Letsch (GER) - 3. Dezember 2015 bis 14. Dezember 2015 - 2 Spiele, Punkteschnitt: 2,00, Titel: 0 (interimistisch im Amt)

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Der Feuerwehrmann erledigte seinen Job mit einem 0:0 in Mattersburg und einem 2:0  zu Hause gegen Rapid.

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Oscar Garcia (ESP) - 28. Dezember 2015 bis 14. Juni 2017 - 73 Spiele, Punkteschnitt: 2,26, Titel: 4

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An den Titeln gemessen der erfolgreichste Trainer der Red-Bull-Ära: Vier Titel, Punkteschnitt 2,26 und die zweitbeste Red-Bull-Saison in der Bundesliga (81 Punkte) stehen zu Buche. Er folgte im Juni 2017 dem Ruf von St. Etienne.

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Marco Rose (GER) - 1. Juli 2017 bis 26. Mai 2019

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Nach dem Triumph mit der Salzburger U19 in der UEFA Youth League stieg er zum Cheftrainer auf und eilte von Erfolg zu Erfolg. In der ersten Saison wurde er mit dem Punkterekord von 83 Zählern Meister und führte das Team bis ins Halbfinale der Europa League, in seiner zweiten Saison ist gar das Double möglich.

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Textquelle: © LAOLA1.at

Salzburgs Sportdirektor von Oscar-Abgang überrascht

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