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Beendet
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Magnus Dalpiaz
NEWS
Rapid siegte, denn: "Wir stecken Schläge jetzt besser weg"
"Schlampig" war die Vorstellung gegen Hartberg. Dass der Angstgegner trotzdem ohne Punkte abfuhr, wäre in der Vergangenheit wohl nicht immer der Fall gewesen.
Textquelle: © LAOLA1
von Johannes Bauer
All jenen, die in Grün-Weiß arbeiten oder ihre Sympathien mit diesen Farben halten, steht ein entspanntes Wochenende bevor. Schon Freitagabend ist klar, dass die alleinige Tabellenführung des SK Rapid bestehen bleibt.
Und das, obwohl es gegen den "Angstgegner" ging - die letzten drei Versuche gegen den TSV Hartberg blieben sieglos - und die Vorstellung gar nicht so souverän ausfiel.
Tore in den richtigen Momenten, vor allem: Eine adäquate Reaktion auf den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer brachten den 3:1-Erfolg ein, der genauso seine drei Punkte zählt wie die zuletzt deutlich überzeugendere Vorstellung beim LASK.
"Es zeichnet uns aus, dass wir jetzt solche Spiele auch gewinnen. Das hätten wir letzte Saison nicht gemacht. Da hätten wir wahrscheinlich das 2:2 bekommen, vielleicht noch 2:3 verloren", war Jannes Horns Retrospektive schonungslos.
Auch, weil der Deutsche sein drittes Tor im Profi-Bereich - gleichbedeutend mit dem dritten Tor für Rapid - machte, endete die Angelegenheit diesmal anders.
Auf einmal fehlerhaft
Es war Licht und Schatten, was Rapid ablieferte. Eine Gala kündigte sich nur in den ersten fünf Minuten an, die sofort in der Führung durch Petter Nosa Dahl gipfelten.
Danach kam Hartberg gut ins Spiel, unterstützt von Ungenauigkeiten und Fehlpässen, die wenig mit dem Auftritt vor fünf Tagen zu tun hatten.
"Viele einfache Fehler, die in letzter Zeit nicht so oft passiert sind", stellte auch Kapitän Matthias Seidl fest. "Aber wir haben die Qualität gezeigt, dass wir uns auch wieder steigern können. Es war schon in Ordnung. Aber wir wissen, dass wir es besser können."
Die Einschätzung des Trainers war deckungsgleich. "Schlampig", nannte es Johannes Hoff Thorup. "Aber die gute Sache ist, dass wir auch Spiele gewinnen können, in denen wir nicht zu 100 Prozent auftreten, wie wir sollten."
Das wäre anders ausgegangen
Vor allem das Pressing-Verhalten werden sich seine Spieler in der Analyse noch einmal ansehen dürfen. "Das muss höher und besser geschehen. Wir haben ihnen zu viel Zeit gegeben und sind in manchen Momenten zu früh zurückgefallen", kritisierte der Däne, ohne auf die Qualität des Gegners zu vergessen.
Tatsächlich war Hartbergs Kick im Vergleich zu vielen anderen Gastteams der jüngeren Vergangenheit sehr ansehnlich: "Respekt an sie, weil sie mit dem Ansatz hergekommen sind, mitzuspielen und uns Probleme zu machen."
Da hätte eine Prolongierung der Unserie gegen die Oststeirer schon passieren können, "wenn das Team gerade nicht in dem mentalen Zustand wäre, in dem es sich befindet. Wir haben uns insofern entwickelt, diese Schläge besser wegzustecken als letzte Saison."
Kein Anlass zu Feierlichkeiten
Das habe Hoff Thorup etwa an der Reaktion seiner Spieler auf das 1:2 kurz nach Wiederbeginn ablesen können. "Im nächsten Moment waren sie wieder fokussiert. Niemand hat dem anderen Schuldzuweisungen gemacht, sie haben sich auf die nächste Sache konzentriert."
Ein Aspekt, der sich auch auf die Minuten nach dem Abpfiff erstreckte: "Man hat gerade in der Kabine gemerkt, da war keine richtige Partystimmung. Wir haben schon gemerkt, dass es nicht unser bestes Spiel war", berichtete Horn.
Und weil nach diesem Spiel die Selbstkritik trotz eines Sieges gar so laut war, bleibt zum Abschluss lobend festgehalten: Sechs Heimsiege en suite gab es im Allianz Stadion noch nicht.
Und nach neun Runden steht der zweitbeste Bundesliga-Saisonstart einer Mannschaft nach 1987 zu Buche - als Rapid selbst noch einen Punkt mehr am Konto hatte, nach der Drei-Punkte-Regel gerechnet.