Lob und Entschuldigung für Dejan Ljubicic

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Dejan Ljubicic ist angekommen in Hütteldorf.

Angesichts des steilen Aufstiegs entschuldigt sich Rapids Sportgeschäftsführer Fredy Bickel augenzwinkernd beim 20-Jährigen dafür, dass er ihn zu Saisonbeginn an den SC Wiener Neustadt verliehen hatte. "Ich habe damals geglaubt, er braucht noch ein bisschen mehr Zeit", meint der Schweizer.

Für Trainer Djuricin ist Ljubicic "fußballerisch unter den besten fünf Spielern in der Mannschaft."

Ljubicic, von seinem Vater nach Ex-Weltklassekicker und Rapid-Profi Dejan Savicevic benannt, holte in dieser Saison in 17 Pflichtspiel-Einsätzen mit Rapid, Wiener Neustadt und dem ÖFB-U21-Nationalteam 14 Siege und 3 Remis.

"Vielleicht ist das Glück, aber ich arbeite auch hart im Training", sagt der Defensivspezialist, den Djuricin als "demütig, intelligent, selbstbewusst und nicht abgehoben" bezeichnet. Coach Djuricin weiter: "Ich hoffe, dass er so weitermacht. Aber dann werden wir ihn nicht mehr lange bei uns haben."

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Anschluss an Sturm gehalten

Vor dem Heimspiel am Samstag gegen die Admira steigt der Coach auf die Euphoriebremse. Trotz der jüngsten Erfolgsserie der seit neun Pflichtspielen ungeschlagenen Hütteldorfer und zuletzt zwei Derby-Siegen habe man noch nichts erreicht, mahnt der 43-Jährige.

"Wir sind einfach nur im Soll, mehr ist es nicht. Unseren Zielen im Cup und in der Meisterschaft sind wir ein kleines Stück näher gekommen", erklärt der Coach des Tabellendritten, dem sechs Punkte auf Spitzenreiter Sturm Graz fehlen.

Die Zurückhaltung Djuricins liegt auch daran, dass der Wiener mit den Auftritten gegen die Austria nicht rundum glücklich war.

"Da hat die Mannschaft riesige Moral, riesiges Selbstvertrauen und taktische Disziplin gezeigt und bewiesen, dass sie Spiele auch kämpferisch gewinnen kann. Aber mit unseren fußballerischen Leistungen gegen die Austria war ich nicht zufrieden. Wir müssen wieder mehr kicken", fordert Djuricin.

Schobesberger macht den Unterschied

Mit der Admira kommt zudem ein Kontrahent, gegen den es zuletzt zwei Niederlagen und nur einen Punkt aus den jüngsten drei Duellen gab. Der Aufstieg von Shooting-Star Ljubicic ist auch den Südstädtern nicht verborgen geblieben.

"Er und einige andere haben am Mittwoch nicht gespielt, also gehe ich davon aus, dass sie für uns geschont wurden. Diesen Respekt haben wir uns in den letzten Wochen erarbeitet", erklärt Baumeister.

Für den Ex-Teamspieler zeichnet sich aber besonders ein anderer Spieler für den guten Lauf der Rapidler verantwortlich: "Sie spielen jetzt genauso wie vor vier, fünf Monaten. Doch den Unterschied macht jetzt Schobesberger aus, durch ihn haben sie mehr Schnelligkeit."

Baumeister womöglich länger Admira-Trainer

Derzeit liegt die fünftplatzierte Admira nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter der punktegleichen Austria. Mit einem Vorstoß in höhere Tabellenregionen beschäftigt sich Baumeister im Moment aber nicht.

"Unser Ziel ist gleich geblieben - wir wollen so schnell wie möglich so viele Punkte holen, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Dann können wir uns neue Ziele setzen."

Ob diese Ziele auch im Frühjahr mit Baumeister als Trainer angestrebt werden, ist noch offen. "Ursprünglich wollte der Verein, dass ich bis Sommer Trainer bin. Ich habe gesagt, ich schaue mir das bis zum Winter an. Dann werden wir uns zusammensetzen, analysieren und die nächsten Schritte besprechen", kündigt der aktuelle Coach und Sportdirektor in Personalunion an.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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