Hadzikic-Unsicherheiten: Wohlfahrt analysiert

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Osman Hadzikic erlebt momentan keine einfache Phase.

Der hochtalentierte Schlussmann der Wiener Austria stand seit Saisonbeginn öfter im Fokus der medialen Kritik, als ihm lieb war.

Zwei schwere Schnitzer gegen Sturm und im Europa-League-Duell auswärts gegen Limassol führten jeweils zu einem Gegentor. Im hitzigen Wiener Derby (2:2) wirkte der 21-Jährige zwar gefestigter, doch auch dem 0:2 ging eine verunglückte Rettungstat voraus.

"Die Erfahrung, die er jetzt macht, ist zwar alles andere als schön, kann aber noch sehr positiv für seine Karriere sein", erklärt Franz Wohlfahrt bei LAOLA1.

Hier im VIDEO der Patzer gegen Sturm:

(Text wird nach Video fortgesetzt)

"Das Internet vergisst nicht"

Und Austrias Sportdirektor muss es wissen, schließlich kann der 59-fache ÖFB-Teamspieler auf eine fast 20-jährige Karriere als Tormann zurückblicken.

Gleichzeitig weiß der 53-Jährige, dass Fehler wie jener auf Zypern, als Hadzikic ein harmloser 08/15-Freistoß durch die Hände rutschte, den ÖFB-U21-Teamkeeper noch länger verfolgen werden.

„Denn das Internet vergisst nicht. Ich habe 1996 in Bielefeld ein Tor aus 37 Metern bekommen, weil ich gegen die Sonne geschaut und den Ball nicht gesehen habe. Das wird heute noch manchmal gezeigt.“

Hadzikic ist selbstkritisch genug

Doch Wohlfahrt ist überzeugt, dass Hadzikic seine Patzer richtig einordnen kann. „Ossi muss man nichts sagen, er weiß Bescheid, wenn er Fehler macht.“

Da Robert Almer wohl frühestens erst im Frühjahr 2018 wieder einsatzbereit ist, wird Hadzikic weiterhin den Kasten der Veilchen hüten. Über einen möglichen Tormannwechsel will Wohlfahrt sowieso „nicht sprechen.“

Der Ex-Stuttgart-Legionär erläutert viel lieber, warum gerade auf der Tormann-Position ein gewisses Alter einen unheimlichen Vorteil mit sich bringt.

„Gerade als Tormann ist Erfahrung ganz wichtig. Die sportmotorischen Fähigkeiten – sprich wie ich den Ball halte, wie ich abwehre, wie ich fauste, wie ich das Spiel aufbaue – über diese technischen Sachen verfügt ein 21-Jähriger auch. Vielleicht ist er da sogar noch besser, da sein Körper noch nichts abbekommen hat. Aber schlussendlich spielt es sich im Kopf ab“, sagt der WM-1998-Teilnehmer.

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Das A und O im Tormannspiel

Denn neben der Verhinderung von Gegentoren , muss ein Keeper auch „die Mannschaft führen. Und da ist es ein großer Unterschied, ob ich eine oder schon sieben Saisonen durchgespielt habe.“

Laut Wohlfahrt ist es „unheimlich wichtig, die Übersicht zu haben, Kommandos zu geben, einfach Informationen  an die Vorderleute weiterzugeben. So holst du dir Anerkennung in der Mannschaft. Als junger Tormann tust du dir aber einfach schwerer, deinem Verteidiger oder dem Mittelfeldspieler etwas zu sagen.“

Das A und O als Tormann sei es, „mit sich selbst Save zu sein. Denn wenn du mit dir selbst beschäftigt bist bzw. mit dir selbst zu kämpfen hast, kannst du deinen Mitspielern nicht wirklich helfen. Dann kannst du keine Anweisungen geben, da du keinen Weitblick hast.“

Diese „Sicherheit“ komme erst mit der Zeit und den gesammelten Erfahrungen.

"Dann kannst du auch einen Fehler machen"

„Wenn die Feldspieler sehen, dass da jemand im Tor steht, der neben seinen Aufgaben auch ihnen helfen kann, steigt natürlich die Anerkennung. Du erhältst diese Akzeptanz – das heißt nicht, dass Ossi nicht akzeptiert ist, im Gegenteil – durch die ständige Präsenz und den Umgang mit deinen Vorderleuten“, sagt Wohlfahrt.

Der Kärntner meint abschließend: „Die Führung der Mannschaft und die Anerkennung  innerhalb des Teams stärkt dich als Torwart unheimlich. Dann kannst du auch einen Fehler machen und er wird dir nicht sehr wehtun.“

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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