Rapid hatte Anfragen für Galvao und Bolingoli

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Der SK Rapid befindet sich derzeit in einer kniffligen Situation.

Praktisch mit Rückrundenstart haben die Wiener mit Stefan Schwab, Louis Schaub und Boli Bolingoli drei Spieler verletzungsbedingt für längere Zeit verloren.

Zwar knapp vor Transferschluss, eine überhastete Hauruck-Aktion war den Verantwortlichen das Risiko jedoch nicht wert.

Die Baustelle könnte jedoch noch größer sein: Für Lucas Galvao und Bolingoli gab es bereits im Winter lukrative, internationale Anfragen.

Millionen-Deal nur aufgeschoben?

Dabei spielen die Beiden gerade einmal ein halbes Jahr im Rapid-Dress, haben in diesem jedoch ihre Qualitäten bereits unter Beweis gestellt und Begehrlichkeiten geweckt.

Für den belgischen Außenverteidiger hätten laut Sportchef Fredy Bickel bereits jetzt mehrere Millionen Euro fließen können. Für Rapid war dies vorerst jedoch kein Thema.

Schließlich hatte man mit dem Brasilianer und dem Flügelspieler erst gezielte Transfers getätigt, um mit einem Innen- und einem Außenverteidiger die Lücken im Kader zu schließen.

Im Hinblick auf den Sommer lässt dies aus Rapid-Sicht aber nichts Gutes erahnen. Ein neuerlicher Umbruch in Grün-Weiß kann nicht ausgeschlossen werden.

Größerer Umbruch nicht auszuschließen

Da Galvao und Bolingoli schon jetzt begehrt waren, sind weitere Anläufe anderer Klubs im Sommer vorherzusehen. Allerdings besitzen beide keine Ausstiegsklausel.

Dazu kommt die eine oder andere Personalie, mit der Rapid zukünftig Geld machen könnte. Allen voran Rohdiamant Dejan Ljubicic, der seinen Marktwert seit Sommer enorm in die Höhe getrieben hat und ebenfalls im Fokus internationaler Interessenten steht.

Da auch Spielern wie Schaub, Schwab oder Schobesberger jedes Jahr aufs Neue der nächste Schritt zugetraut werden und Hoffenheim alleine und ohne Zeitdruck über Joelintons Zukunft entscheiden kann, muss Bickel Vorkehrungen treffen, betont aber, dass er gerade diese Spieler beim Klub halten möchte.

Aktuell weist der Kader eine Stärke von 25 Spielern auf. Ohne Europacup-Teilnahme hat man sich intern die Vorgabe gesetzt, 23 fitte Spieler zu stellen. Auf diese kommt man aufgrund der sieben Verletzten (Dibon, Mocinic, Thurnwald, Arase, Schwab, Schaub, Bolingoli) derzeit nicht annähernd.

Sommer-Ziele: Stürmer und Außenverteidiger

Eine Europacup-Qualifikation vorausgesetzt – diese ist sportlich noch immer das Ziel Nummer 1 - war wie bisher immer kommuniziert ein fitter 25-Mann-Kader eingeplant.

Auf Bickels To-do-Liste stehen für den Sommer aber ganz klar: Ein Stürmer, diesmal ein klassischer Neuner, „der sich nichts scheißt“ und einen Torriecher mitbringt. Dieser soll jedoch – auch aus finanziellen Gründen – kein gestandener, sondern entwicklungsfähiger und somit junger Angreifer sein.

Auch ein neuer Außenverteidiger muss her. Denn der zu Sturm Graz abgewanderte Thomas Schrammel und ein nicht auszuschließender Bolingoli-Transfer sowie Mario Pavelic‘ auslaufender Vertrag (ansonsten laufen die Verträge von Steffen Hofmann und Andreas Kuen aus) sorgen für Handlungsbedarf.

Aufgrund des ohnehin hart umkämpften Österreicher-Topfs soll jedoch nur einer von den zwei angestrebten Transfers aus dem Ausland kommen, fast sicher der notwendige Stürmer.

Lösungen müssen gefunden werden

Im Sommer kehren die Leihspieler Matej Jelic (Vertrag bis 2019), Philipp Malicsek (2019), Alex Sobczyk (2020) und Maximilian Entrup (2019) zurück, die allesamt noch Verträge besitzen.

Auch die (noch) nicht für die erste Mannschaft eingeplanten Paul Gartler, Albin Gashi, Denis Bosnjak und Ivan Leovac (alle bis 2020) stehen vor der Rückkehr, zudem stehen Mert Müldür und Armin Mujakic vor dem Sprung in den Profikader.

Um zwei Neuverpflichtungen im Sommer umsetzen zu können, muss Bickel Platz im Kader schaffen und für gleich mehrere Spieler Lösungen finden – wieder einmal. Das beschäftigt den Schweizer seit seinem Amtsantritt.

Die Leihverträge von Joelinton, den man aber – sofern möglich – halten will und dessen Verbleib keinen Einfluss auf eine zusätzliche Stürmer-Verpflichtung haben würde sowie Thanos Petsos laufen aus. Jelic und Entrup haben keine Zukunft bei Rapid.

Um sich vernünftig für die kommende Saison aufzustellen, sind einige Weichenstellungen unumgänglich. Diese werden Rapid noch vor einige Aufgaben stellen.

>>> Soll dich unser virtueller Experte Toni via Facebook Messenger automatisch auf dem Laufenden halten? <<<

Textquelle: © LAOLA1.at

Flitzer bei Derby Rapid-Austria: War es Wettmanipulation?

Zum Seitenanfang»

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare