Neuer Sturm-Coach Vogel in Graz gelandet

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Lange herrschte über die Trainerkandidaten beim SK Sturm Graz Unklarheit, jetzt geht es plötzlich ganz schnell.

In den nächsten Tagen sollen die Blackies den Nachfolger für Franco Foda ab 1. Jänner 2018 präsentieren. Es wird laut übereinstimmenden Medienberichten Heiko Vogel sein.

"Ich bitte noch um etwas Geduld, gehe aber davon aus, dass wir unseren neuen Trainer noch in dieser Woche vorstellen werden", sagt Sport-Geschäftsführer Günter Kreissl in der "Kleinen Zeitung".

Wie die "Krone" berichtet, ist Vogel am Dienstagabend um 19:31 Uhr am Flughafen Graz gelandet, um sich danach mit den Sturm-Verantwortlichen zu treffen.

Aufgrund des Feiertags am Freitag dürfte der 42-Jährige, der beim letzten Heimspiel des Kalenderjahres gegen den SKN St. Pölten (Samstag, 18:30 Uhr) schon auf der Tribüne sitzen soll, am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Puchegger kennt "Gewinnertyp" vom FC Bayern

Laut "Krone" sollen neben Vogel auch Nestor El Maestro (Spartak Trnava) und Roman Mählich (SC Wiener Neustadt) in der engeren Auswahl der Steirer gewesen sein. 

Mit Patrick Puchegger kennt ein Sturm-Spieler seinen zukünftigen Coach bereits bestens. Der Außenverteidiger trainierte unter Vogel in der U19 und bei den Amateuren während dessen Zeit beim Nachwuchs des FC Bayern München.

"Ich bin gut mit ihm zurechtgekommen. Menschlich ist er ein echt cooler Typ. Er hat damals mit uns viele Einzelgespräche geführt und er kann gut mit jungen Spielern. Das kann ich nach dieser Zeit auf jeden Fall sagen", so der 22-Jährige.

Attraktiver Fußball mit viel Ballbesitz

Vogel, der gemeinsam mit Franco Foda und Thorsten Fink die Trainerlizenz machte, ist Puchegger nicht nur menschlich bestens in Erinnerung.

"Heiko Vogel ist ein Gewinnertyp und legt sehr viel Wert auf Disziplin. Wenn jemand nicht 100 Prozent gibt, ist es schnell aus mit Halligalli", erklärt der Niederösterreicher.

"Darüber hinaus ist er ein guter Taktiker und agiert auch sehr variabel. Ich habe unter ihm sowohl in der Vierer- als auch in der Fünferkette gespielt. Er ist ein Trainer, der attraktiven Fußball mit viel Ballbesitz spielen lassen will."

Co unter Fink, CL-Sensation gegen ManUnited

Vogels Trainerlaufbahn begann als Jugend-Trainer beim FC Bayern, ehe er 2009 Co-Trainer beim FC Ingolstadt wurde. Dort traf er auf Fink, mit dem er 2009 zum FC Basel übersiedelte.

Nach Finks plötzlichem Wechsel Richtung Hamburger SV im Jahr 2011 übernahm Vogel den Schweizer Rekordmeister als Cheftrainer, zog dank eines 2:1-Erfolges bei Manchester United ins Achtelfinale der Champions League ein und holte 2012 das Double, ehe er im Herbst entlassen wurde.

Von 2013 bis Anfang 2017 war Vogel schließlich erneut beim FC Bayern tätig. Zunächst als Trainer der U19, anschließend als Nachwuchskoordinator und schließlich als Trainer der Bayern Amataure. 

Nun kehrt er in Graz auf die Cheftrainer-Position zurück.

Textquelle: © LAOLA1.at

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