Stronach: Aufstellung aus Kanada diktiert

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Wer mit Frank Stronach zusammengearbeitet hat, hat etwas zu erzählen.

So auch Helmut Kraft, der zwischen 2008 und 2009 als Trainer und Sportlicher Leiter beim SC Wiener Neustadt so einiges mit dem Mäzen erlebte.

"Die Anrufe vom Frank waren legendär. Wenn er sich einen Tag vor dem Spiel aus Kanada gemeldet und mir die Aufstellung angesagt hat", erzählt der Tiroler im "Kurier".

Von der aktuellen Form der Spieler hatte Stronach freilich keine Ahnung, dementsprechend kurios fielen die Entscheidungen aus.

"Er hat immer gesagt: 'Wer das Gold hat, macht die Regeln. Und das Gold habe ich'. Ich bin mir teilweise wie ein Trottel vorgekommen. Die Spieler haben ja auch gecheckt, dass da was nicht stimmt und einer spielt, der im Training nicht so gut war."

Viana musste, Erbek durfte nicht spielen

Um welchen Spieler es sich da handelte? "Diego Viana. Das war einer von Franks Lieblingsspielern. Ich habe der Mannschaft damals gesagt, dass ich damit nicht einverstanden bin. Aber was sollte ich denn tun? Den Rauswurf wollte ich deswegen auch nicht riskieren."

Bei einem weiteren Schützling war es umgekehrt. "Harun Erbek habe ich nicht aufstellen dürfen", so Kraft. Dabei war dieser damals ÖFB-U21-Teamspieler. Kraft: "Frank Stronach wollte nicht, dass er zum Einsatz kommt. Er hat mir immer gesagt, der Erbek ist viel zu klein für einen Fußballer."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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