Naumoski: "Lust auf Fußball hier ist vergangen"

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Ilco Naumoski hat Österreichs Fußball in seiner Zeit beim GAK und dem SV Mattersburg durchaus geprägt - auch oder gerade besonders abseits des Sportlichen.

Der Mazedonier ist nun Jugendtrainer in China und verfolgt das heimische Geschehen nur ab und zu: "Teilweise ist mir die Lust auf den österreichischen Fußball vergangen. Mannschaften wie Wiener Neustadt oder Grödig sehe ich als keine Bereicherung für den Profi-Fußball an", so der bald 34-Jährige im Interview mit "Salzburg24".

Und dabei sei er von "kleinauf eingefleischter Rapid-Fan" und "bei jedem Auswärtsspiel mit dabei" gewesen. Von 1995 bis 2000 durchlief er auch die Jugendmannschaften der Hütteldorfer.

Keine Lust, hier eine Mannschaft zu trainieren

"Bei der Nationalmannschaft verfolge ich aber jedes Spiel. Bei Marko Arnautovic gefallen mir viele Charaktereigenschaften sehr gut - auch als Spieler macht er immer wieder eine hervorragende Figur", so Naumoski.

Letztlich sei Österreich sein Land: "Ich liebe dieses Land über alles und habe die 28 Jahre bisher sehr genossen." Eine Flucht könne man das China-Engagement nicht nennen, eher eine "Expedition", um Erfahrungen zu sammeln."

"In Österreich hatte ich zu diesem Zeitpunkt trotz Angeboten keine Lust, eine Mannschaft zu übernehmen", meint er. Auch zukünftig müsse "ein Engagement in Österreich nicht unbedingt sein. Es gibt noch viel bessere und spannendere Ligen mit hochkarätigen Spielertransfers."

Es bräuchte mehr Typen wie ihn

Für die Entwicklung des heimischen Fußballs sieht er auch durch die Ligenreform keine besseren Zeiten kommen, denn für zwölf Mannschaften sei Österreich nicht bereit: "Das wird die Qualität weiter mindern."

Stattdessen könne man sich viel von der Schweiz abschauen. Einen weiteren Tipp hat er dann aber doch parat: Es bräuchte einfach wieder viel mehr "Typen".

"Spieler wie Kühbauer, Jancker und Ogris würden der Liga sehr gut tun. Solche Typen wie mich gibt es heutzutage nicht mehr im österreichischen Fußball. Daher ist es auch langweilig geworden und die Leute kommen nicht mehr wie früher ins Stadion."


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