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Frust nach Fehlstart: Austria erlebt "unerklärliches" Déjà-vu

Nach fünf Runden haben die Veilchen sogar einen Punkt weniger als im Vorjahr auf dem Konto. Es fehlt die Kompromisslosigkeit an beiden Spielfeldenden.

Frust nach Fehlstart: Austria erlebt "unerklärliches" Déjà-vu Foto: © GEPA
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Mit der 0:1-Niederlage im Bundesliga-Nachtragsspiel gegen die WSG Tirol ist der Fehlstart der Wiener Austria endgültig perfekt.

Nach Schlusspfiff gab es Pfiffe und den Zorn eines wütenden Anhängers der aktiven Fanszene, der die Mannschaft auf dem Rasen zur Rede stellte. Diese Situation stellte den negativen Höhepunkt eines verkorksten Abends dar.

Noch vor Spielbeginn war die Hoffnung auf eine Trendwende groß, Sportvorstand Tomas Zorn sprach gegenüber "Sky" davon, dass der Kader "gut genug" sei, um in die Meistergruppe zu kommen. Das konnte die Mannschaft in den folgenden 90 Minuten erneut kaum unter Beweis stellen.

Fischer über erneuten Fehlstart: "Ist für mich unerklärlich"

Die Ernüchterung nach der vierten Niederlage im fünften Ligaspiel war bei Kapitän Manfred Fischer dementsprechend groß:

"Das haben wir uns heute alle ganz anders vorgestellt. Dass du mit 0:1 wieder kein Tor schießt und wieder eines kassierst, das Spiel dann am Ende verlierst, tut sehr weh. Dass das jedes Jahr passieren muss, ist für mich unerklärlich."

Bereits im Vorjahr legten die Veilchen in der Liga einen Fehlstart hin, nach fünf Runden hatte man vier Punkte auf der Habenseite.

Jetzt steht man derweil bei drei und mit dieser Punkteausbeute am Tabellenende. Besonders offensiv agierte die Wiener Austria erneut zu zahnlos, damit hält man weiter bei einem erzielten Treffer. Wie lässt sich dieser Umstand erklären?

"Das ist die Frage, die wir uns natürlich auch stellen, die wir uns auch stellen müssen. Wir müssen gefälliger nach vorne werden, mehr Lösungen mit dem Ball nach vorne haben, um dann auch wirklich gefährlich werden. Ich fand auch, dass wir durchaus in Situationen reingekommen sind, wo es hätte gefährlich werden können, aber wir haben dann den letzten Ball nicht gut gespielt und haben somit auch nicht die Situationen bekommen, wo man dann auch sagen würde: Da muss jetzt ein Tor entstehen", so die Einschätzung von Johannes Eggestein gegenüber "Sky".

Helm beschwört den "richtigen Spirit"

Auch Manfred Fischer legt nach Spielende den Finger in die Wunde: "Es liegt an uns. Die Verhaltensweisen sind einfach nicht gut genug von uns am Platz. Die Abstände waren in der ersten Halbzeit viel zu groß, dann kriegen wir kaum Druck auf den Gegner."

Grundsätzlich sei der Anspruch der Mannschaft, "jedes Spiel zu gewinnen", versichert der 31-Jährige, nur aktuell sei man "ein bisschen weiter entfernt, um das auch wirklich zu schaffen".

Eines steht für den Kapitän der Wiener Austria aber fest: "Wir werden da auch wieder rauskommen. Jeder, der uns kennt, weiß, dass wir Kämpfer sind, dass wir nie aufgeben. Das wird auch in dieser schwierigen Phase jetzt wieder gelten."

Trainer Stephan Helm ist in dieser Situation besonders gefordert. Im Gespräch mit "Sky" gibt er einen Einblick, wie er mit dem Déjà-vu umgeht: "Heute nach dem Spiel sind wir alle unzufrieden. Aber ich glaube, dass wenn wir den richtigen Spirit auf den Platz bringen und die Energie dazu haben, dann dreht sich das auch ganz schnell wieder. Da muss man den Kopf oben halten und alles investieren. Das geht nur über harte Arbeit. So geht es dann Stück für Stück in die richtige Richtung."

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