Fink stellt sich vor seine Debütanten

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20; 26, 25, 17, 23; 24, 20; 22, 27, 21; 23 – so alt waren die elf Austria-Spieler die Trainer Thorsten Fink beim 1:3 gegen den SCR Altach aufs Feld schickte.

Das ergibt ein Durchschnittsalter von 22,5 Jahren und somit die jüngste Startelf der Veilchen in der Bundesliga-Geschichte.

Weil Petar Filipovic verletzt und Tarkan Serbest gesperrt war, durften Alexandar Borkovic (17) und Abdul Kadiri Mohammed (20) erstmals von Beginn an ran. Das machte sich im Spiel der Veilchen bemerkbar.

Bereits nach vier Minuten gerieten die Violetten in Rückstand. „Wir haben auf Schlüsselpositionen zwei neue Spieler gebracht, uns fehlte die Abstimmung. Das erste Tor ist für uns einfach zu schnell gefallen, die Jungs hatten keine Zeit, um sich einzuspielen“, sagt Fink.

"Der Junge ist ein Riesentalent"

Borkovic ist mit 17 Jahren, acht Monaten und 15 Tagen nach Salzburgs Hannes Wolf, Rapids Kelvin Arase und Altachs Valentino Müller der viertjüngste Spieler, der in dieser Bundesliga-Saison eingesetzt wurde und der jüngste Austrianer seit Sascha Horvath (November 2013), der sein Debüt feiern durfte.

Zurecht, wie Lukas Rotpuller erklärt: „Er hat sich das wirklich verdient, hat in der Vorbereitung überragend trainiert.“ Auch Kapitän Alexander Grünwald schwärmt von den Qualitäten des jungen Innenverteidigers: „Er ist wirklich ein großes Talent. Wenn er hart weiterarbeitet, steht einer großen Karriere nichts im Weg.“

Zur Pause war für Borkovic aber Schluss, er wurde ausgewechselt. Aus rein taktischen Gründen, wie Fink betont: „Der Junge ist ein Riesentalent. Er wurde nicht ausgewechselt, weil er der schlechteste Mann war, sondern weil wir umstellen wollten. Er hat seine Sache nicht schlecht gemacht. Ich glaube, dass er eine große Zukunft vor sich hat. Er hat heute eine gute Erfahrung gemacht.“

Rotpullers Fehler

Eigentlich wäre es schlauer gewesen, Rotpuller aus dem Spiel zu nehmen. Der Abwehrspieler ging nämlich schon mit muskulären Problemen im Oberschenkel ins Spiel, teilte das Fink aber erst in der Pause mit. Und auch dann nicht so richtig.

„Ich hätte mir gewünscht, er hätte sich in der Halbzeit klarer ausgedrückt, dann hätte ich ihn auswechseln können. Aber er hat gesagt, er zieht das durch. Er hat den Zweikampf beim 0:1 verloren, er hat gesagt, er konnte nicht richtig sprinten“, sagt Fink.

VIDEO: Der Deutsche nimmt Rotpuller in Schutz!

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

Ab der zweiten Hälfte rückte dann Kadiri zurück in die Abwehr. „Bei ihm hat man gemerkt, dass er in der Abwehr besser ist als im Mittelfeld“, stellt der FAK-Coach fest.

Grundsätzlich ist er mit seinen Debütanten nicht unzufrieden: „Beide können ihre Sache besser machen, sind aber nicht schuld, dass wir verloren haben.“

Rotpuller nimmt diesbezüglich sich selbst und seine Kollegen in die Pflicht: „Wir, die gestandenen Spieler, hätten ihnen vielleicht mehr Sicherheit und Rückhalt geben müssen.“

Textquelle: © LAOLA1.at

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