Thorsten Fink rechnet mit Holzhauser-Verbleib

Thorsten Fink rechnet mit Holzhauser-Verbleib Foto: © GEPA
 

Bleibt Raphael Holzhauser doch bei der Wiener Austria?

Wenn es nach FAK-Coach Thorsten Fink geht, dürfte ein Verbleib des 24-Jährigen, der sich aktuell für Verhandlungen in der Türkei aufhält, recht wahrscheinlich sein.

"Ich glaube, Raphael wird bei uns bleiben", erklärt der Deutsche gegenüber LAOLA1.

Fink erscheint es aufgrund der hohen Schmerzgrenze der Austria nicht als sehr realistisch, dass "ein Verein diese Summe zahlt, weil sein Vertrag ja im Sommer ausläuft".

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Der 50-Jährige würde Holzhauser zwar "gerne behalten, um unsere Ziele zu erreichen", bei einem entsprechenden Angebot müsste man den violetten Schlüsselspieler aber ziehen lassen.

"Wenn es so weit kommt, müssen wir uns zusammensetzen und überlegen, was und ob wir überhaupt etwas machen. Wir haben aber schon den einen oder anderen Spieler im Hinterkopf", lässt Fink die wohl schwierige Nachbesetzungs-Frage seines Vertretungs-Kapitäns noch offen.

Dass es für Holzhauser möglicherweise "nur" in die Türkei geht, interessiert Fink nicht: "Wenn Raphael wechseln will und der Verein für ihn zahlt, ist mir egal, wohin er wechselt. Ich glaube, dass er Qualitäten hat, um höher zu spielen als in der türkischen Liga, aber das ist seine Entscheidung. Ich kann ihm nur einen Tipp geben."

Aktuell steht aber ohnehin die Vorbereitung auf die Frühjahrs-Saison im Vordergrund. Nach zwei Vorbereitungs-Spielen im klirrend kalten Österreich gegen Wr. Neustadt und den FAC geht es am Donnerstag zum Trainingslager auf Zypern.

"Wir fliegen zum richtigen Augenblick nach Zypern, in Österreich fängt es jetzt an zu schneien", freut sich Fink bereits auf den deutlich wärmeren Süden.

"Madl ist topfit"

Im Trainingscamp geht es für Fink vor allem darum, "bis zum Bundesliga-Start noch an der Taktik zu arbeiten".

"Wenn man von morgens bis abends gemeinsam arbeiten kann und zusammen schläft, hat man noch einmal andere Möglichkeiten als hier in Wien", erklärt der FAK-Coach.

In den drei Testspielen auf Zypern (am 20.1, gegen Gornik Zabrze, 24.1. gegen Anorthosis Famagusta, 26.1. gegen Slovan Liberec) wird auch Neuzugang Michael Madl, der im Herbst auf keinen einzigen Liga-Einsatz für Fulham kam, erstmals seit seiner Rückkehr mitwirken.

Für Fink ist die fehlende Spielzeit kein Problem: "Madl ist topfit, in England hat er durchtrainiert. Er braucht keine Spielpraxis."

Durch die Verpflichtung des 29-Jährigen erhofft sich der Veilchen-Trainer "die Probleme in der Defensive, die wir in der Rückrunde hatten, zu vermeiden."

"Wir haben einen Ex-Austrianer wiederbekommen. Er hat sein violettes Herz am richtigen Fleck. Er hat die Qualitäten, das Team menschlich zu führen", hat Fink große Hoffnungen in den Innenverteidiger, der auch auf der Sechs eingesetzt werden kann.

"Wünsche Rotpuller alles Gute"

Einer der Gründe für die teils wacklige Abwehr der Austria im Herbst war auch der Abgang von Lukas Rotpuller.

Dass der Ex-Austrianer seinen Vertrag bei den Favoritnern nicht verlängert, sich erneut in der Vereinssuche etwas verspekuliert hat und nun vor einem Engagement beim Schlusslicht SKN St. Pölten steht, lässt bei Fink keine Häme aufkommen.

"Ich möchte mich nicht über Rotpullers Situation und seine Entscheidungen äußern, das muss er selber wissen. Er ist ein guter Junge, hat sicher die Qualität, in der Bundesliga zu spielen. Er war ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft. Ich wünsche ihm alles Gute", bleibt der Deutsche in Bezug auf seinen Ex-Spieler diplomatisch.

Was passiert mit Pires?

Neben Holzhauser könnte mit Felipe Pires ein weiterer Schlüsselspieler den Veilchen im Sommer abhanden kommen. Der zweijährige Leihvertrag des Brasilianers läuft im Juni 2018 ab, wie es dann mit der Hoffenheim-Leihgabe weitergeht, ist noch offen.

Fink erklärt zur Personalie: "Ich würde Pires gerne behalten, aber das liegt nicht in unserer Macht, wir können nur anfragen. Er ist ein sehr wichtiger Spieler, mit seiner Technik und Geschwindigkeit prägt er unser Spiel."

Auch der Flügelspieler selbst weiß noch nicht, wie es für ihn weitergeht. Kontakt mit der TSG hat Pires aktuell aber nicht.

Wiener Derby als Richtungsweiser

Nur eine Woche nach dem Ende des Trainingslagers auf Zypern geht es für die Austria am 4.2. gleich voll im Meisterschaftsbetrieb los. Das Wiener Derby steht an - und damit auch eine Vorentscheidung im Rennen um die Europacup-Plätze.

"Wenn wir das Derby gleich gewinnen, dann kommen wir gut in Fahrt und können auf Rapid Druck machen. Wenn Rapid gewinnt, müssen wir uns auf Platz vier konzentrieren", erwartet auch Fink ein kleines Finalspiel im Allianz Stadion, vergisst aber auch nicht zu erwähnen, dass "es nicht heißt, wenn wir das Match gewinnen, wir fix in die Europa League kommen und wenn wir es verlieren, es sicher nicht schaffen. Es ist ein Spiel von vielen - wenn auch ein wichtiges und richtungsweisendes für unsere Fans."

Die Tabelle gibt Fink recht: Bei einem Sieg der Veilchen würde die Austria wieder auf fünf Punkte an Rapid ranrücken, bei einem Hütteldorfer Heimerfolg würde der Abstand bereits elf Punkte betragen.

Egal, wie der Kader Anfang Februar aussehen wird, für Fink bleibt die Vorgabe für das Frühjahr klar: "Es muss immer unser Ziel sein, vor Rapid die Saison zu beenden. Wir haben die Klasse, sie einzuholen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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