NEWS

Der GAK und die "fünf Minuten des Grauens"

Mehr als eine halbe Stunde sah es gut aus für den GAK im 204. Grazer Derby. Eine schwere Verletzung und sechs Gegentore später sehen die "Roten" aber schwarz.

Der GAK und die "fünf Minuten des Grauens" Foto: © GEPA

Der GAK verliert das 204. Grazer Derby klar und deutlich mit 1:6 (zum Spielbericht>>>).

Klar waren auch die Aussagen der Verantwortlichen nach der höchsten Derby-Pleite seit dem Jahr 2003.

Keine Zeit für Reaktion

"Wenn du nach zwei Minuten wieder ein Tor kriegst und dann wieder eines und man gar keine Zeit zum Reagieren hast, dann wird es schwer", sagt ein niedergeschlagener Christian Lichtenberger.

Der 30-Jährige fügt hinzu: "Wir haben auf jeden Fall einen anderen Plan gehabt, der ist heute nicht gelungen."

GAK und die "fünf Minuten des Grauens"

Dabei habe das Derby aus GAK-Sicht perfekt begonnen, sieht auch Sportdirektor Tino Wawra so: "Wir haben eigentlich eine halbe Stunde ein richtig gutes Derby gespielt, haben alles im Griff gehabt, so wie wir es eigentlich wollten."

In den "fünf Minuten des Grauens" habe man die Partie dann aber aus der Hand gegeben, so Wawra: "Da waren wir zu passiv." Außerdem hätte es Sturm in dieser Phase "richtig gut gemacht", so der GAK-Sportdirektor.

Hinzu kommt auch beim GAK der Schock über die Verletzung von Daniil Khudyakov (alle Infos>>>).

test
Daniil Khudyakov musste mit einer Trage abtransportiert werden. Am Abend wurde er bereits operiert.
Foto: ©GEPA

Der Trainer der "Rotjacken" sieht sie als "spielentscheidende Szene" und wünscht dem Sturm-Goalie "nur das Beste". Seinem Spieler Jacob Italiano spricht er indes von jeder Absicht frei.

"Die Spieler sind auch nur Menschen. Wenn sich ein Spieler schwer verletzt, dann macht das etwas mit dir."

Gerald Scheiblehner

Die Mannschaft hätte nach der Verletzungsunterbrechung schlecht verteidigt, doch auch die mentale Komponente hätte eine Rolle gespielt: "Die Spieler sind auch nur Menschen. Wenn sich ein Spieler schwer verletzt, dann macht das etwas mit dir."

Der GAK sei nach der Spielunterbrechung vorsichtiger geworden, während der SK Sturm "mehr gefighted" habe, so Scheiblehner.

Als Ausrede für die höchste Derby-Niederlage seit 2003 lasse der GAK-Coach die Verletzung aber auch nicht durchgehen.

Scheiblehner: "Damit kann ich gar nichts anfangen"

Abseits des Spielfelds sorgten die GAK-Fans mit einem Böller-Wurf für negative Schlagzeilen.

Die Stimmung beider Fanlager sei "sehr positiv gewesen", so Scheiblehner, der die Ausschreitungen scharf kritisiert: "Der Böller-Wurf war unsinnig, damit kann ich gar nichts anfangen."

"Solche Aktionen können zu Spielunterbrechungen, aber auch zu Verletzungen führen", ergänzt der GAK-Coach weiter, "das zahlt sich einfach nicht aus und soll einfach nicht sein. Da müssen wir viel mehr Verantwortung übernehmen."

Verantwortung übernehmen und eine Reaktion zeigen muss nun auch das Team. Am kommenden Samstag gastiert der GAK bei der WSG (ab 17:00 im LIVE-TICKER>>>).

Kommentare

JETZT NEU: Diskutiere mit den LAOLA1-Usern bei Live-Events in unserem neuen LAOLA1-Chat!