Das fordert Wiener Sportstadtrat Hacker von Rapid

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Wiens Sportstadtrat Peter Hacker drängt derzeit in den Fokus.

Mit seinem "Nein" zu einem Nationalstadion in Wien hat er den ÖFB und Fans des gepflegten Fußballs in der Bundeshauptstadt gegen sich aufgebracht.

Auch sonst kommt dem SPÖ-Politiker eine gewichtige Rolle zu - etwa auch im Präsidentschafts-Wahlkampf beim SK Rapid.

"Die Stadt hat viel Steuergeld bei Rapid und anderen Vereinen in die Hand genommen, um die aktuelle Infrastruktur zu ermöglichen. Deswegen geniere ich mich nicht, zu sagen: Natürlich hab' ich Interessen bei Rapid und zu diesen stehe ich. Wir machen ja keine Wirtschaftsbetriebsförderung, sondern wir investieren Steuergeld in die Sportinfrastruktur, damit die Menschen etwas davon haben. Darüber hinaus sponsern wir über unsere Beteiligungen zahlreiche Sportvereine - darunter auch Rapid", hält Hacker im "Kurier"-Interview fest.

Klare Erwartungen von Hacker an Rapid

Hacker selbst ist Rapid-Fan seit er denken kann, blendet diese Tatsache im Bezug auf wichtige Entscheidungen hingegen aus und freut sich etwa auch über Austria-Siege im Europacup.

Alle Präsidentschaftskandidaten - Martin Bruckner, Robert Grüneis und Roland Schmid - waren im Vorfeld bei Hacker, um die Lage abzuchecken. Was er sich erwartet? "Ich erwarte mir von der Rapid wie auch von der Austria: Eine Weiterentwicklung der positiven Fankultur. Die Vereine sollen in den Breitensport hineinwirken, durch Kooperationen mit Schulen. Und ich will Frauenfußball gefördert wissen."

In puncto Fans konkretisiert er: "Das war keien Kritk am Status quo. Die Wiener Vereine bemühen sich um eine positive Fankultur. Ich spreche das auch dezidiert an, weil der Sport eine hohe gesellschaftspolitische Bedeutung hat. Es darf keinen Rassismus oder Rechtsextremismus geben. Ich will keinen Nationalismus, bin aber ein Fan von gesundem Patriotismus."

Rapid-Fehler bei Nachwuchszentrum?

Auch das neue Nachwuchszentrum im Wiener Prater betreffend, könnte Rapid Unterstützung von Hacker benötigen, denn für die "große Variante" fehlen dem SCR Zusagen und Umwidmungen der Stadt Wien.

Dabei scheint der Verein jedoch Fehler gemacht zu haben. "Wenn ein Ergebnis versprochen wurde und es kommt nicht, ist das Management noch nicht fertig. Das gilt auf der ganzen Welt so und auch bei Rapid. Derzeit gibt es eine laufende Diskussion. Wenn höhere Investitionen der öffentlichen Hand gewünscht sind, will ich eine konkrete Rechnung, wie sich das refinanzieren wird."

Dabei gehe es ihm gar nicht darum, zu wie viel Transfererlösen die bessere Nachwuchsarbeit führen kann, sondern um präzise Kostenrechnung. "Es geht nicht nur um Investition, sondern auch um Betriebsführung und Finanzierung des Trainingsbetriebs auf einer neuen Rasenheizung oder unter Flutlicht."

Textquelle: © LAOLA1.at

Machbarkeitsstudie: Nationalstadion in Wien "wäre realisierbar"

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