Szenen einer beispiellosen Rapid-Saison

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Abstiegskampf statt Meistertitel, verheißungsvolle Transfers ohne Wirkung und drei Trainerwechsel - die Saison des SK Rapid hatte es bisher in sich.

Für alle Beteiligten wird sie als Seuchen-Spielzeit in die Geschichte eingehen. Noch nie war ein Trainer erfolgloser als Damir Canadi.

Noch nie wurde einer Beurlaubung so nachgetrauert, wie jener von Zoran Barisic.

Zumindest im ÖFB-Cup besteht Hoffnung auf die Rettung.

LAOLA1 rollt die unglaubliche Seuchen-Saison des SK Rapid auf:

2016/17 wird für Rapid als Seuchen-Saison in Erinnerung bleiben! 3 Trainerwechsel, ein neuer Sportdirektor und Abstiegskampf, zu viel für das grün-weiße Herz.

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Einschneidende Erlebnisse, viele Rückschläge und Niederlagen - die Saison und das Entsetzen des SK Rapid festgehalten in Bildern:

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Alles begann mit der Ausbootung von Zoran Barisic - offiziell reichten Vizemeistertitel und Europa-League-Teilnahmen nicht mehr.

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Im Nachhinein ein Fehler, wie Präsident Michael Krammer zugab. Doch Sportchef Andreas Müller lebte sich mit "Zoki" auseinander und verhandelte bereits länger mit einem alten Spezi.

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Mike Büskens - sein alter Weggefährte aus Schalker-Zeiten sollte das Ruder übernehmen. Mit dem Deutschen ging Rapid in die so richtungsweisende Saison.

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Die Ziele waren hochgesteckt: Mit einem nahmhaften Trainer und dem fertiggestellten Allianz-Stadion gab Krammer den Meistertitel als Ziel aus - so direkt wie noch nie.

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Büskens und allen Beteiligten war klar, dass eine große Bürde auf ihnen liegt. Doch die Euphorie vor dem ersten Spiel war groß, Steffen Hofmann bezeichnete den Kader als besten, den er bei Rapid hatte.

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Vor allem auch, weil wenig später mit Ivan Mocinic und Arnor Traustason zwei Rekord-Transfers getätigt wurden - die Spieler blieben aber bisher vieles schuldig.

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Büskens ging menschlich mit den Spielern um, verändert wurde jedoch nicht allzu viel. Er übernahm Zokis System und tauschte nur an ein paar Ecken Personalien aus.

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Die Eröffnung des Jahrhundert-Projekts Allianz-Stadion war ein voller Erfolg. Alle waren überzeugt, in der 28.000 Zuschauer-Arena schon bald große Erfolge bestaunen zu können.

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Der 2:0-Sieg im Eröffnungsspiel gegen Chelsea durch Tore von Joelinton und Tomi ließ die Euphorie noch mehr steigen.

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Auch der Saison-Auftakt verlief verheißungsvoll. Nach dem 5:0 gegen Ried wurden die Grün-Weißen schon als großer Titelkandidat gehandelt.

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Für viele Spieler war es der perfekte Start in eine denkwürdige Spielzeit - da wussten sie jedoch noch nicht, was alles auf sie zukommen sollte.

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Für andere war der Trainerwechsel alles andere als erfreulich: Mario Sonnleitner wurde abgesägt (da hatte aber vor allem Sportchef Müller die Finger im Spiel),

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Jan Novota musste Platz für Richard Strebinger machen, um bei der Vielzahl an Legionären keinen Ausländerplatz zu besetzen.

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Und auch Tomi wurde nach nur wenigen Einsätzen die Rute ins Fenster gestellt und ihm ein Abschied nahe gelegt.

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Selbst die Niederlage in Runde 2 gegen Altach wurde weggesteckt, mit dem Sieg im ersten Saison-Derby (4:1) war wieder alles im Lot, der Prater kochte.

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Auch im Europa-League-Playoff ließ man AS Trencin auswärts mit 4:0 keine Chance. Die Weichen für die zweite Gruppenphase-Qualifikation in Folge waren gestellt.

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Daran konnte auch die erste Niederlage im Allianz-Stadion nichts ändern: 0:2 gegen Trencin, aber der Aufstieg war nach dem 4:0 im Hinspiel in trockenen Tüchern.

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Kleinere Rückschläge wie ein 1:1 gegen den WAC wurden weggesteckt - diese Ausrutscher sollten sich aber in weiterer Folge summieren.

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Mit Remis gegen Salzburg und Sturm blieb man jedoch vier Spiele in Folge ohne Sieg - eine Premiere unter Büskens, die erste Zweifel aufkommen ließ.

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Davon ließ sich die Mannschaft aber vorerst nicht beirren. Nach 7 Runden war man zwar nur auf Rang 5, der Rückstand auf Platz 1 betrug aber nur 4 Punkte.

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Zudem startete man erfolgreich in die Europa League - mit einem 3:2-Heimsieg gegen KRC Genk.

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Siege über Mattersburg und im Cup gegen Leobendorf sprachen für die Grün-Weißen, doch das 1:1 gegen St. Pölten löste die anhaltende Krise erst so richtig aus.

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Denn Rapid sollte in weiterer Folge sechs Pflichtspiele lang ohne Sieg bleiben. Auch wenn die Hütteldorfer in der Europa League immer ein anderes Gesicht zeigten.

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Das Auswärtsspiel gegen Atheltic Bilbao wirbelte aufgrund von Schiedsrichter-Entscheidungen viel Staub auf - auch Büskens war als emotionaler Typ bekannt.

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Das 0:1 bei den Basken konnte sich aber trotzdem sehen lassen.

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Wenn da nicht der Einbruch in der Liga gewesen wäre: Ein 2:4 gegen Ried war schwer zu verkraften. Das Verletzungspech hielt Rapid ohnehin seit Saisonbeginn in Atem.

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Auch gegen Altach kam man nicht über ein 1:1 hinaus - da Damir Canadis Taktik aufging. Daran sollte man sich ein Monat später noch genau erinnern.

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Das fünfte Spiel ohne Sieg war das 1:1 gegen Sassuolo. Büskens wusste schon, dass es verdammt eng werden könnte, wenn ihm nicht die Wende gelingt.

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Schon vor dem Derby läuteten die Alarmglocken, das Duell mit der Austria wurde als Schicksalsspiel bezeichnet. Hängende Köpfe nach einem 0:2 - der ersten Bundesliga-Niederlage im Allianz-Stadion.

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Noch dazu zog sich Stefan Schwab einen Knöchelbruch zu - nach Leistungsträgern wie Philipp Schobesberger und Co. ein weiterer herber Ausfall bis zum Frühjahr.

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Es zogen dunkle Wolken auf über Hütteldorf - Nach dem Derby in der 12. Runde betrug der Rückstand des Fünften auf Leader Sturm bereits 12 Punkte.

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Zumindest im ÖFB-Cup konnte mit einem glanzlosen 4:0 gegen Blau-Weiß Linz der Einzug ins Viertelfinale fixiert werden - noch mit Büskens auf der Bank.

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Auch der 2:1-Sieg bei der Admira ließ die Hoffnungen des deutschen Trainers, sich länger im Sattel zu halten, steigen. Auch das 2:2 bei Sassuolo spielte hinein.

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Doch die Verantwortlichen warteten nur auf den nächsten Ausrutscher: 0:1 daheim gegen Angstgegner WAC. Die Spieler waren am Boden.

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Büskens Amtszeit war nach nur fünf Monaten beendet. UND: Sportdirektor Müller musste gleich mitgehen, da er im Sommer sein Schicksal an jenes seines Schalke-Kameraden geknüpft hatte.

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Die Trainersuche dauerte in der Länderspielpause nur wenige Tage: Am 11.11. zum Faschingsbeginn wurde Damir Canadi als neuer Chefcoach präsentiert.

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Für den Erfolgstrainer, der Altach an die Tabellenspitze führte, ließen die Hütteldorfer eine Ablöse in Höhe von etwa 300.000 Euro nach Vorarlberg überweisen.

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Die Entscheidung fällte nach der Beurlaubung von Sportchef Müller das Präsidium, allen voran Präsident Michael Krammer und Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek.

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Canadi überzeugte mit einem Vortrag, strich seine Flexibilität und taktischen Kenntnisse hervor und überzeugte so die Arbeitgeber des SK Rapid.

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Im Canadi-Style scharrte er ein achtköpfiges Betreuerteam um ihn. In dieser Größe gab es das beim SK Rapid noch nie.

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Wer glaubt, dass alles besser werden würde, der täuschte. Das 1:2 in Salzburg war eine Dominanz-Vorstellung der Hausherren - und Canadi ließ gleich einmal mit Kritik an Legionären wie Mocinic aufhorchen.

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Der raue Ton hatte Einzug gehalten. In Salzburg spielte Canadi noch mit Viererkette, und mit dem davor ausgebooteten Mario Sonnleitner, der im Finish Rot sah.

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Schon beim 0:1 in Genk war alles anders: Dreierkette, ein System, das die Mannschaft nicht kannte. Das Canadi aber unbedingt durchpeitschen wollte. Das Überwintern im Europacup war damit nicht mehr erreichbar.

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Auch nach der dritten Niederlage in Folge wurde Canadi Zeit eingeräumt, das neue System und seine Umstellungen müssten erst reifen.

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Die Unzufriedenheit war jedoch unübersehbar. Die Spieler nahmen das System nicht an, Canadi sollte die gesamte Zeit über keinen richtigen Draht zur Mannschaft finden.

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Bei der Ordentlichen Hauptversammlung wurde nach 2013 zum zweiten Mal das Team von Michael Krammer als Präsidium des SK Rapid gewählt, mit mehr als 95 Prozent der abgegebenen Stimmen. Kritik sollte erst später aufkommen.

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In der Bundesliga blieb es weiterhin zäh. Ein 1:1 gegen Matersburg - zu wenig für Rapids Ansprüche, um die Wende einzuleiten.

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Zumindest blieb man vier Runden ungeschlagen: Mit Canadis erstem Rapid-Sieg gegen St. Pölten (1:0),

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dem 1:1 zum Abschluss der Europa League gegen Bilbao (der Aufstieg war mit der Niederlage in Genk kein Thema mehr),

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und ein 3:1-Heimsieg gegen die SV Ried. Bereits wenige Tage nach der Vorstellung des neuen Sportdirektors, der ein Monat nach dem neuen Trainer kam.

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"Grüezi, Fredy Bickel", stand geschrieben. Der 51-jährige Schweizer kam mit langjähriger Erfahrung bei den Young Boys Bern und FC Zürich nach Wien.

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Der sympathische Eidgenosse gilt als Fußball-Romantiker, der durchsetzte, neben dem Coach auf der Trainerbank Platz zu nehmen.

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Mit Damir Canadi wurde ihm der Coach bereits vorgegeben. Die beiden waren aber offenkundig nicht immer derselben Meinung.

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Der oben beschriebene erfolgreiche Auftakt Bickels gegen Ried blieb in Erinnerung. Denn so jubeln durften die Rapid-Spieler ab dem 11. Dezember 2016 bis Anfang April nicht mehr.

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Zum Jahresausklang setzte es noch eine 1:3 Watschn in Altach - dem Ex-Verein von Damir Canadi.

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Altach, hier Dovedan gegen Strebinger, dementierte heftig, dass es eine Kabinenparty nach dem Abgang des Ex-Trainers gegeben haben soll.

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Es gab schon stimmungsvollere Weihnachtsfeiern als jene mit 15 Punkten Rückstand auf Winterkönig Altach und nur Tabellenplatz 5.

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Geschlossen wollte man in die Vorbereitung starten, den durchwachsenen Herbst hinter sich lassen, um noch zumindest einen Europacup-Platz zu erreichen.

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Mental-Trainer Michael Prokop, ausgerechnet Vater von Austria-Juwel Dominik Prokop, sollte Rapid wieder auf den richtigen Weg bringen.

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Das blinde Verständnis auf dem Platz sollte im Frühjahr aber genauso fehlen wie der Durchblick auf- und abseits des Rasens.

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Bickel genießt das Vertrauen, doch im Winter waren ihm die Hände gebunden. Trotz Ankündigung einer Kaderreduzierung war dies nicht machbar, Verstärkungen blieben aus.

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Zum Start in die Frühjahrs-Saison gab es eine große Veränderung: Plötzlich war Tobias Knoflach und nicht mehr Strebinger die Nummer 1 im Tor.

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Doch alle guten Vorhaben für die Rückrunde gingen mit dem 1:1 nach Last-Minute-Ausgleich im Derby wieder flöten.

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Bilder, wie dieses, sollten in den darauffolgenden Wochen zur Gewohnheit werden: Verzweiflung in Grün-Weiß!

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Wie beim 0:0 gegen die Admira...

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...die Diskussionen und die Unzufriedenheit nahmen zu.

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Steffen Hofmann war für Canadi weiterhin nicht mehr als ein Feuerwehrmann für wenige Minuten. Dabei wäre seine Erfahrung in dieser Phase Gold wert gewesen.

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Der Unmut der Fans wurde größer, bereits mehrmals wurde die Mannschaft in den vergangenen Wochen weggeschickt.

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Dazu kamen weitere Ausfälle. Arnor Traustason etwa fehlte immer wieder aufgrund kleinerer Blessuren.

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Auch mit einem 1:2 beim WAC wurde der Negativlauf fortgesetzt.

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Nach dem 0:1 gegen RB Salzburg daheim brannte es schon lichterloh. Die Fans anerkannten jedoch die Leistung und den Einsatz.

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Gegen Sturm Graz blieb man beim 1:2 bereits das sechste Spiel in Folge ohne Sieg, der Absturz auf Rang sechs folgte.

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Das Klima war schon einmal ein besseres. Hier brüllt Kapitän Hofmann Stürmer Kvilitaia an - auch für die Spieler eine Extremsituation.

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Auch Trainer Canadi begann zu grübeln. Mit Journalisten hatte er es sich bereits verscherzt, auch Spieler waren nicht bereit, für ihn durch dick und dünn zu gehen.

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Alles vor den Augen von Sportchef Fredy Bickel, der eine Reaktion forderte und wusste, dass er bei anhaltender Krise noch einmal tätig werden müsste.

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Doch gegen Mattersburg (1:1) reichte es ebenso wenig zu einem Sieg...

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...wie beim Liga-Auswärtsspiel in St. Pölten (1:1).

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Der Negativlauf von acht sieglosen Spielen wurde ausgerechnet im Cup-Viertelfinale mit einem 3:1 gegen St. Pölten gestoppt - eine starke Reaktion.

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Für Bickel stand fest: Wird dieser Schwung mitgenommen, bleitb Canadi im Sattel. Es folgte jedoch die unrühmliche 0:3-Niederlage gegen Schlusslicht Ried.

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Und Canadi war nach der bekanntgewordenen Parkplatz-Aussprache mit dem harten Kern der Rapid-Fans am Tag darauf Geschichte.

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Als interimistische Lösung wurde überraschend auf Canadis Vertraute Goran Djuricin und Martin Bernhard gesetzt.

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Einen weiteren neuen Mann, den dritten binnen weniger Monate hätte Bickel nicht für sinnvoll gehalten. Und Djuricin legte es ohnehin anders als Canadi an.

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Das neue Trainerteam stellte den sozialen Umgang mit dem Team wieder in den Vordergrund und wollte Spaß vermitteln - auch mit der Rückkehr zur Viererkette.

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Der erste Auftritt verlief gleich einmal erfolgreich - der Trainereffekt setzte beim 3:0-Heimsieg gegen Altach voll ein.

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Ausgerechnet Steffen Hofmann - von Canadi links liegen gelassen - avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner und ist seither für Djuricin unverzichtbar.

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Doch in dieser Tonart ging es nicht weiter. Denn im Derby gab es eine empfindliche 0:2-Heimpleite, der Trainereffekt war schnell verpufft, der Abstiegskampf plötzlich Thema.

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Djuricin musste auch Hofmann trösten, der möglicherweise sein letztes Derby verlor. Zudem betrug der Vorsprung auf Rang 10 nur mehr 7 Zähler.

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Ausgerechnet in dieser Saison klappt es aber im ÖFB-Cup: Mit viel Glück fixierte Rapid mit einem Tor in der 93. Minute zum 2:1 gegen den LASK den Einzug ins erste Cup-Finale seit 2005.

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In diesem besteht am 1. Juni gegen RB Salzburg noch die Chance, diese Seuchen-Saison zu retten. Mit dem ersten Cupsieg seit 1995, dem ersten Titel seit 2008 und der neuerlichen Europacup-Teilnahme.

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Während in der Liga weiterhin alles schief läuft und das Abstiegsgespenst nach der 2:3-Niederlage gegen die Admira weiterhin in Hütteldorf herumspuckt.

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Vier Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung auf Schlusslicht Ried nur mehr sechs Punkte - und Bickels Suche nach einem neuen Trainer wird intensiver.

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Am Ende geht doch noch alles gut aus! Rapid fixiert drei Runden vor Schluss den Klassenerhalt und wird sogar noch Fünfter. Goran Djuricin wird als Cheftrainer für die Saison 2017/18 bestätigt. Das ändert jedoch nichts an der absoluten Seuchensaison.

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Textquelle: © LAOLA1.at

Rapids Stefan Schwab: "Haben Angst vor dem Siegen"

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