"Aufgrund der finanziellen Auswirkungen der vergangenen Monate fand das Transferfenster auch unter dem Aspekt der Arbeitsplatzsicherung statt," resümierte Ebenbauer. Das betreffe nicht zuletzt die vertragslosen Spieler des in Konkurs gegangenen SV Mattersburg, von denen 17 (9 in der Bundesliga) einen neuen Arbeitgeber finden konnten.
Altersdurchschnitt der Bundesliga-Neuzugänge bemerkenswert jung
Der Trend zum ablösefreien Wechsel sei noch verstärkt worden. "In Österreich gingen, entgegen dem internationalen Trend, bereits vor Corona der Großteil der Transfers ohne Ablösesumme über die Bühne. In Zeiten der Pandemie hat sich dieser Effekt verstärkt, ablösefreie Spieler sind noch stärker in den Fokus gerückt, und es war insgesamt weniger Geld im Umlauf," sagte Ebenbauer.
Aufgeschlüsselt auf die Bundesliga-Vereine, war der spusu SKN St. Pölten nach dem Auslaufen der letztjährigen Transfersperre durch die FIFA heuer am aktivsten. 13 Spieler wurden neu angemeldet, gefolgt vom FC Admira (12) und Aufsteiger SV Ried (11). Mit durchschnittlich 23,6 Jahren seien die Neuzugänge der Bundesliga bemerkenswert jung, schrieb die Liga.
Laut Liga sind rund 58 Prozent der Zugänge in der höchsten Spielklasse für das österreichische Nationalteam spielberechtigt. Die 41 Neu-Legionäre verteilen sich auf insgesamt 21 Nationen, wobei das Ranking von Israel, Mali (je 4) sowie Deutschland, Nigeria und Ghana (je 3) angeführt wird.
Zehn Spieler schafften den Sprung von einem Zweitligisten ins Oberhaus geschafft (Spieler des Aufsteigers Ried ausgenommen). Das durchschnittliche Alter dieser zehn Spieler beträgt 22,8 Jahre.