Stunk um TV-Gelder: Kleine Klubs proben Aufstand

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Die im Vorjahr beschlossene Neu-Verteilung der TV-Gelder sorgt für Unmut bei den kleineren Klubs der Bundesliga.

Wie "90minuten.at" berichtet, hat Admira-Präsident Philipp Thonhauser einen Antrag bei der am Freitag stattfindenden Klubkonferenz eingebracht, um die Verteilung zu ändern.

Seit dieser Saison werden die TV-Einnahmen zu 30 Prozent gleichmäßig verteilt. 20 Prozent sind abhängig vom Österreicher-Topf, 30 Prozent hängen von der sportlichen Leistung ab und 20 Prozent von den Zuschauerzahlen des jeweiligen Klubs.

Der Antrag der Admira sieht vor, dass neben einem minimalen Fixbertrag nur die sportliche Leistung der aktuellen Saison herangezogen wird, um die Gelder zu verteilen. Der Zuschauer-Anteil und der Österreicher-Topf sollen hingegen rausfallen.

Rapid als großer Verlierer?

"Ich habe von Philipp Thonhauser über den Antrag erfahren und er hat mir sein Ansinnen erläutert, für das ich ein gewisses Verständnis aufbringe", sagt Austria-Vorstand Markus Kraetschmer zum Admira-Vorschlag.

Um eine Änderung zu erwirken, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig. "Ich weiß nicht, ob es eine Allianz von Klubs gibt. Wir haben für uns bei der Austria beschlossen, das vorgelegte Modell intern durchzurechnen und wir werden damit am Freitag in die Diskussion der Klubkonferenz gehen", sagt Kraetschmer.

Großer Verlierer einer Änderung wäre der SK Rapid. Präsident Michael Krammer und Vorstand Christoph Peschek haben sich bei den Verhandlungen für das aktuelle Reglement sehr dafür eingesetzt, auch die Zuschauerzahlen zu honorieren. Fällt diese Säule weg, würde den Hütteldorfern als Besucher-Krösus ein gewisser Betrag entgehen. Insgesamt hat der neue TV-Vertrag ein Volumen von 35 Millionen Euro.

Ob sich einer der vier großen Klubs mit dem Ansinnen der "Kleinen" solidarisieren wird, bleibt abzuwarten.


Textquelle: © LAOLA1.at

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