RBS: Wiedergutmachung wichtig für die Mentalität

 

Was für eine Machtdemonstration des österreichischen Serienmeisters im Topspiel der 18. Bundsliga-Runde gegen den Rekordmeister und ersten Verfolger Rapid Wien!

Was auf dem Spieldatenblatt mit einem 4:2 relativ harmlos aussieht, hätte mit einer besseren Chancenverwertung der Salzburger oder ohne einem starken Richard Strebinger im Tor der Grün-Weißen einen durchaus bittereren Abend für Rapid ergeben können.

Vorallem die Offensive der Mozartstädter rund um Triplepacker Patson Daka und dem vierfachen Vorbereiter Mergim Berisha konnte sich einmal mehr auszeichnen. Nach der Enttäuschung unter der Woche in der Europa League gegen Villarreal kann sich auch Trainer Jesse Marsch über Wiedergutmachung freuen.

Joker glänzte von Anfang an

Salzburg-Coach Jesse Marsch zeigt sich nach dem Spiel im Interview bei "Sky" erfreut über die starke Leistung seiner Mannschaft. "Es war eine dominante Leistung vom Anfang bis zum Ende, ich bin sehr zufrieden mit den Jungs", so der US-Amerikaner. "Wir haben ganz klar verstanden, wie wichtig es war in diesem Spiel zu punkten."

Auf einen "Man of the Match" will sich der 47-Jährige aber nicht festlegen: "Beide (Anm. Daka und Berisha) waren total stark." Stattdessen hebt er einen anderen Leistungsträger besonders hervor. "Brenden Aaronson kommt eigentlich von der Bank und muss so kurz vor dem Spiel reagieren. Dann so eine Leistung zu zeigen, das war überragend", lobt der Coach den jungen amerikanischen Neuzugang, der für Okafor in der Startelf stand, da dieser sich eine Viertelstunde vor dem Anpfiff beim Aufwärmen an den Aduktoren verletzte.

Starke Reaktion nach EL-Enttäuschung

Auch die Reaktion seines Teams auf die Europa-League-Niederlage gegen Villarreal am vergangenen Donnerstag scheint dem US-Amerikaner imponiert zu haben: "Natürlich waren wir enttäuscht nach dem Spiel gegen Villarreal. Sie sind eine gute Mannschaft, aber wir haben schon gedacht, dass da mehr drin war."

"Am Tag nach dem Spiel (Anm. EL-Spiel gegen Villarreal) war der Fokus auf das Spiel gegen Rapid gerichtet. Dass diese junge Truppe nach einer Enttäuschung so eine gute Reaktion zeigt, ich glaube das sagt viel über die Mannschaft", so Marsch.

Gefühl wichtiger als Tabelle

Sechs Punkte beträgt nun schon der Abstand zu den Hütterldorfern, die der erste Verfolger in der Bundesliga sind. Jesse Marsch sieht aber einen Faktor, der ihm noch wichtiger, als die aktuelle Tabellensituation erscheint.

"Die Tabelle ist nicht so wichtig, das Gefühl, dass man gegen einen der besten Gegner so gut spielen kann, hat viel mehr Bedeutung für mich. Jetzt müssen wir weiter mit so einer Intensität und Aggressivität spielen", resümiert der RB-Coach.

Tor für den gesperrten Kollegen

Triple-Packer Patson Daka sieht den Schlüssel für den heutigen Erfolg ganz klar in der "guten Mannschaftsleistung". "Ohne das Team hätte ich heute auch keine drei Tore geschossen", so der 22-Jährige.

Sekou Koita, der den Mozartstädtern wegen einer Dopingsperre monatelang fehlt habe Daka vor dem Spitzenspiel noch einmal ins Gewissen geredet. "Patson, du musst heute für mich treffen", zitiert Daka seinen Teamkollegen.

So geschehen, widmete der Mann aus Sambia seinem Sturmkollegen auch seinen ersten Torjubel. "Alle warten auf das Comeback der Jungs (Anm. Camara und Koita)."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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