Wohlfahrt: "Können Derby-Vorfälle nicht dulden"

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Nach den Wurfattacken im 325. Wiener Derby einiger Rapid-Fans auf Spieler der Austria - allen voran Raphael Holzhauser - hofft FAK Sportdirektor Franz Wohlfahrt "dass die Gremien der Bundesliga angemessen reagieren."

Der Kärntner erklärt: "Wir sind auch für die Sicherheit unserer Spieler verantwortlich. Solche Vorfälle können wir demnach nicht dulden, denn es ist unsere Aufgabe als Verantwortliche des Klubs, dass unsere Spieler ihren Beruf sicher ausüben können. Wir haben uns die TV-Bilder danach nochmals angesehen, einen Abbruch hätte wohl jeder vernünftige Mensch verstanden."

"Unser Sport wird mit Füßen getreten"

Dass Holzhauser eine Fleischwunde von einem Wurfgeschoss erlitten hat, ist ein schockierendes Ergebnis, dem Sinn- und Verstandlosigkeit vorangegangen waren. "Unser Sport wird mit Füßen getreten. Und es ist nicht das erste Mal, dass es bei einem Spiel von uns bei Rapid massive Probleme gegeben hat. So etwas ist absolut inakzeptabel", fährt der Sportdirektor fort.

"Es muss unser aller Ziel sein, dass ein Fußballspiel ein sicheres Erlebnis ist. Für die Zuschauer und für die Spieler. Deswegen sollte man alle Mittel ausnützen, die einem zur Verfügung stehen. Die Schwelle der Gewaltbereitschaft ist bei einigen sogenannten Fans offenbar extrem niedrig."

Markus Kraetschmer twittert noch am Sonntagabend: "Gratulation an unser Team wie es heute auf diese Rahmenbedingungen reagiert hat! Vielleicht verstehen jetzt einige meine Aussagen aus dem Sommer nach dem Derby besser? Als CEO der Austria warte ich gespannt auf die Vorgangsweise des Strafsenats!"

Holzhauser-Statement via Facebook

Auch Raphael Holzhauser meldet sich am Montag noch einmal via "Facebook" zu Wort. Darin erklärt er: "Ich habe durch mein Weiterspielen ein Zeichen für Fairness gesetzt und habe mir einmal mehr nicht den Spaß am Spiel nehmen lassen. […] Sobald Gewalt im Spiel ist, sollten wir uns alle distanzieren.“

Wichtig sei, keine Pauschalverurteilung vorzunehmen, sondern exakt gegen jene vorzugehen, die jedes Mal aufs Neue durch Gewalt und Unsportlichkeit auf sich aufmerksam machen.

"Ich kämpfe für die Austria und mein Team und bedanke mich bei allen Fans, die diese Art von Gewalt nicht tolerieren."

Abschließend meint der FAK-Kapitän: "Ich als Spieler möchte mich wie jeder andere in seinem Beruf sicher fühlen und erwarte entsprechende Maßnahmen von den Vereinen und der Bundesliga."

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Textquelle: © LAOLA1.at

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