WAC-Duo Klem und Offenbacher auf Vereinssuche

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Christian Klem und Daniel Offenbacher spielten erst gemeinsam beim SK Sturm Graz, dann beim Wolfsberger AC und nun trainieren sie zusammen im VdF-Camp für arbeitslose Fußballer.

Die beiden bisherigen WAC-Profis befinden sich auf Vereinssuche - allerdings mit unterschiedlichen Ausgangspositionen und Präferenzen.

Offenbachers erste Wahl wäre ein Engagement außerhalb von Österreich: "Momentan habe ich keinen Verein, wobei ich Angebote aus der Bundesliga hatte, die ich jedoch abgesagt habe, weil ich mich neu orientieren will."

Seine Begründung: "Ich möchte etwas anderes erleben, etwas anderes probieren, eine neue Kultur und neue Leute kennenlernen. Ich will mir später nicht sagen müssen, hätte ich das damals doch gemacht. Ich möchte das jetzt einfach versuchen und schauen, was dabei herauskommt."

Völlig anders sieht die Situation bei Klem aus.

VIDEO: VdF-Camp will Bewusstsein schaffen

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Klem ein Jahr außer Gefecht

Während Offenbacher mit 31 Bundesliga-Spielen in der abgelaufenen Saison in den Beinen auf Vereinssuche ist, musste der Steirer die vergangene Spielzeit komplett aussetzen.

Ende Juni 2017 riss in einem Testspiel mit dem WAC sein Kreuzband, auch der Meniskus wurde beschädigt. Die Heilung verlief nach Plan, in der Frühjahrs-Vorbereitung konnte der Linksverteidiger wieder ins Training einsteigen. Im Februar riss er sich jedoch im gleichen Knie das Innenband und musste abermals operiert werden.

"So war ich leider ein Jahr außer Gefecht und habe leider auch die negativen Seiten an diesem Geschäft kennenlernen müssen", sagt Klem.

Mittlerweile steht er wieder auf dem Platz, das Knie hält den Trainingsbelastungen stand. "Es ist schön, wieder einmal Spatzen von einem Fußball-Training zu haben, das hat mir sehr gefehlt", grinst der 27-Jährige.

Klem: "Ich bin überzeugt, dass ich es noch drauf habe"

Somit läuft auch die Vereinssuche. Die Priorität des österreichischen Meisters von 2011 mit Sturm liegt dabei klar auf einem Engagement in der höchsten Spielklasse:

"Mein Berater ist unterwegs. Mit meiner Vorgeschichte beziehungsweise mit dem Jahr, in dem ich nicht gespielt habe, ist es natürlich schwierig, aber mein Ziel ist auf jeden Fall, dass ich in der Bundesliga bleibe. Ich bin auch davon überzeugt, dass ich es immer noch drauf habe."

Der frühere U21-Teamspieler bringt die Routine von 198 Bundesliga-Spielen mit. Ein Zwischenschritt in der 2. Liga, um sich wieder für höhere Aufgaben in Position zu bringen, ist daher aktuell maximal im Hinterkopf:

"Das ist noch kein Thema, aber ich bin nicht in der Position, wo ich mir nur das Beste raussuchen kann. Die Transferzeit dauert noch lange, warten wir mal ab."

(Un)freiwilliger WAC-Abgang

In den Planungen des WAC für die neue Saison spielte Klem keine Rolle: "Ich war natürlich ein bisschen überrascht, aber so ist der Fußball. Das Fußball-Geschäft ist nicht immer schön. Das Jahr, in dem ich kein Spiel hatte, war anscheinend zu lange."

Die Entscheidung sei bereits vor der Bestellung von Christian Ilzer zum neuen Trainer gefallen: "Mit Chris hatte ich eigentlich gar keinen Kontakt, das war die Entscheidung der Verantwortlichen."

Bei Offenbacher wiederum war der Abgang vom Kärntner Bundesligisten eine Entscheidung im beiderseitigen Interesse: "Ein Verbleib war eigentlich für beide Seiten keine Option. Ich habe ein Gespräch mit dem Präsidenten geführt, in dem wir entschieden haben, dass es dort nicht weitergeht. Aber ich bin nicht nachtragend und habe auch nichts dagegen. Ich bin froh, dass jetzt etwas anderes kommt."

Auch beim 26-Jährigen ist der Berater unterwegs. "Unterschrieben ist noch nichts, aber ich bin guter Dinge, dass die nächsten Wochen etwas Positives bringen werden", ist Offenbacher spürbar relaxed.

Die Zukunftsangst

Offenbacher und Klem kommen weiterführend in der 15. Ausgabe von LAOLA1 on Air - der Sport-Podcast, der sich mit dem VdF-Camp und der Arbeitslosigkeit im Fußball beschäftigt, ausführlich zu Wort.

So spricht Klem etwa über die Zukunftsangst ("Ich habe mein ganzes Leben Fußball gespielt und auf einmal darf ich das nicht mehr"), die einen vereinslosen Profi plagt. Zudem gibt er zu, dass sein Fokus nach der Matura ausschließlich auf dem Fußball gelegen sei, was er nun etwas bereuen würde, weshalb er sich nun intensiver mit der beruflichen Zukunft nach der Karriere beschäftigt.

Hier kannst du die aktuelle Episode von LAOLA1 on Air anhören:

Textquelle: © LAOLA1.at

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