"Traurige Gegentore" für Sturm Graz in Wolfsberg

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Dem Fußball-Fest folgte ein Ausrutscher.

Drei Tage nach dem emotionalen 3:2-Erfolg nach Verlängerung im Cup-Halbfinale gegen Rapid gestaltete sich die Rückkehr in den Bundesliga-Alltag für den SK Sturm Graz ernüchternd.

Beim Wolfsberger AC müssen sich die Steirer mit 1:2 geschlagen geben, womit die ohnehin nur vagen Hoffnungen, den Rückstand auf Tabellenführer Salzburg noch einmal zu verkürzen, weiter schwinden.

Noch dazu passierte die Niederlage gegen einen Kontrahenten, der seit dem 1:0-Sieg in Graz im Februar acht Liga-Partien in Folge verloren hatte. In den letzten 25 Bundesliga-Runden hat der WAC nur zwei Siege gefeiert - beide gegen Sturm.

"Betriebsunfall wäre zu lapidar und wird der Sache nicht gerecht. Aber ich hätte gerne gehabt, dass wir nach dem Fußball-Fest gegen Rapid auch hier konsequent auftreten und drei Punkte holen. Es wäre definitiv möglich gewesen, aber wir haben es nicht geschafft", resümiert Trainer Heiko Vogel bei "Sky".

Dieses Spiel würde zeigen, dass noch ein Stück Arbeit vor seiner Mannschaft liege.

Traurige Gegentore

Die Qualität, nach einem wichtigen Erfolg nachlegen zu können, ließen die Steirer im "Pack-Derby" vermissen - und das unnötigerweise, wie man im schwarz-weißen Lager unisono feststellte.

"Wieso wir verloren haben, weiß ich selber nicht. In der ersten Halbzeit haben wir alles im Griff, führen 1:0, der WAC hatte gar keine Chance, aber kurz vor der Pause kriegen wir ein blödes Gegentor. Das ist einfach zu billig", ärgert sich Peter Zulj über den Treffer von Issiaka Ouedraogo.

Noch billiger ist das zweite WAC-Tor, bei dem Christian Schulz dem Torschützen Dever Orgill den Ball serviert. "Wir sind hinten nicht konzentriert genug, kriegen das 1:2 und dann verlierst du gegen den WAC, der eigentlich nicht vorhanden war. Das 1:2 ist aus dem Nichts gefallen. Es ist eigentlich sehr traurig, dass wir solche Gegentore kriegen", moniert Zulj.

Der Mittelfeldspieler bekrittelt jedoch gleichzeitig, dass man in der zweiten Halbzeit selbst "nicht klug und konsequent genug" nach vorne gespielt habe.

Sturm bekommt Quittung präsentiert

Ähnlich sieht es Torschütze Thorsten Röcher: "Nach dem 1:0 haben wir es verabsäumt, normal weiter zu spielen und den Sack zuzumachen. Hinten haben wir dumme Tore gekriegt. In der zweiten Halbzeit ist nicht mehr viel gekommen von uns. Vielleicht hatten wir nicht mehr genügend Kräfte, weil das Spiel am Mittwoch sehr intensiv war, aber das sollte keine Ausrede sein."

Eine Ausrede, die Vogel auch nicht gelten lässt - auch weil er im Vergleich zum Rapid-Spiel vier neue Spieler in die Startelf rotiert hat: "Mir ist es zu einfach zu sagen: Cup-Spiel, Müdigkeit. Nein, das war es nicht. Wir haben natürlich gewechselt, es war genügend Zeit zum Regenerieren. Wir waren vielleicht vom Kopf her nicht so da, wie wir es hätten sein sollen, um das Spiel nach Hause zu bringen. Die Quittung ist, dass wir verdient 1:2 verloren haben."

Dass sein Team durch Bright Edomwonyi nur eine Ausgleichs-Chance herausspielen konnte, ist dem Deutschen zu wenig. Am ärgerlichsten ist für Vogel jedoch, den eigentlich guten Spielverlauf nicht genutzt zu haben:

"Wir haben die erste Halbzeit 44 Minuten lang absolut kontrolliert, nichts zugelassen und sind 1:0 in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel völlig aus der Hand gegeben."

Die besten Bilder der 31. Bundesliga-Runde:

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Rapid - Admira 4:1

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Red Bull Salzburg - SCR Altach 3:1

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Wolfsberger AC - Sturm Graz 2:1

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LASK - Austria Wien 1:0

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Mattersburg - St. Pölten 1:1

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