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"Haben ein bisschen gebraucht" - Sturm dreht gegen Altach auf

Der SK Sturm feiert gegen Altach den ersten Heimsieg der Saison. Trainer Fabio Ingolitsch spricht von einer Leistungssteigerung und lobt Matchwinner Seedy Jatta.

"Haben ein bisschen gebraucht" - Sturm dreht gegen Altach auf Foto: © GEPA

Der SK Sturm Graz feiert in der 3. Runde der ADMIRAL Bundesliga mit einem 1:0-Heimsieg gegen den SCR Altach den ersten Heimerfolg der neuen Bundesliga-Saison (zum Spielbericht>>>).

Das Goldtor erzielte Seedy Jatta, nachdem die Grazer nach einer schwierigen Anfangsphase das Kommando übernommen hatten.

Ingolitsch: "Wir haben ein bisschen gebraucht"

Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch gab nach der Partie zu, dass seine Mannschaft zunächst Probleme hatte.

"Wir haben ein bisschen gebraucht", sagte der 34-Jährige bei "Sky". Altach habe seine Mannschaft "total gefordert". Vor allem bei den zweiten Bällen und den 50:50-Duellen seien die Gäste zunächst überlegen gewesen.

Erst nach rund einer halben Stunde sei Sturm "auf Betriebstemperatur gekommen". Ingolitsch sprach von einer "richtig geilen Kulisse" und bedankte sich bei den Fans, "wie sie uns durch diese Phase getragen haben".

Auch die Umstellungen im Angriff hätten Wirkung gezeigt. "Da ist einfach ein bisschen mehr Wucht reingekommen", erklärte der Sturm-Coach.

Lob für Matchwinner Jatta

Eine dieser Umstellungen war der eingewechselte Matchwinner Seedy Jatta. Er wurde von Ingolitsch besonders hervorgehoben.

"Ich glaube, es gibt keinen Spieler, dem ich es mehr vergönne wie dem Seedy", sagte der Trainer. Der Stürmer habe "eine unglaubliche Leistungsexplosion" hingelegt und fühle sich "extrem wohl". Zwar habe Jatta in der Vergangenheit nicht immer die gewünschte Torausbeute geliefert, "aber er hat immer schon einen extremen Wert gehabt".

Jatta selbst zeigte sich vor allem über den Sieg erleichtert: "Wir haben hart gearbeitet und gekämpft. Aber wir haben das Spiel gewonnen." Nach dem entscheidenden Treffer meinte er: "Ich bin sehr glücklich und möchte so weitermachen."

Altach hadert mit vergebenen Chancen

Altach hadert mit vergebenen Chancen
Foto: ©GEPA

Die Vorarlberger trauerten vor allem den Möglichkeiten vor der Pause nach.

"Ich ärgere mich sehr", sagte Patrick Greil über seine große Chance. "Deshalb wollte ich ihn hochschießen, dann schieße ich leider zu hoch."

Auch Trainer Ognjen Zaric war überzeugt, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Seine Mannschaft hätte "mit zwei Toren Unterschied führen" müssen. Ein 2:0 oder sogar 3:0 zur Pause wäre für ihn ein realistisches Ergebnis gewesen.

Trotz der Niederlage zog Zaric viel Positives aus dem Auftritt: "Ich finde, es war eine gute Leistung, speziell die erste Halbzeit."

Jäger: "Die zweite Hälfte hat uns ein bisschen gefehlt"

Kapitän Lukas Jäger machte nach der Pause vor allem einen Kräfteverlust aus.

"Wir müssen die Chancen nutzen", sagte der Innenverteidiger mit Blick auf die erste Halbzeit. Danach habe "ein bisschen gefehlt", um spielerische Lösungen zu finden. Altach sei "ein bisschen behäbiger geworden" und habe die anfängliche Griffigkeit verloren.

Patrick Greil sprach ebenfalls von schwindenden Kräften. "Gefühlt haben die Kräfte gefehlt, dass wir unser Spiel durchbringen." Ob auch die neunstündige Busfahrt nach Graz eine Rolle gespielt habe, könne er nicht genau sagen.

Unterm Strich überwog bei den Vorarlbergern der Frust. Greil brachte es auf den Punkt: "Ich bin einfach enttäuscht, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben."

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