Die Rekord-Abgänge des SK Rapid
10. Petter Nosa Dahl
um 1,5 Mio. Euro von Mechelen gekommen
Vor seiner Verpflichtung war der Norweger völlig unter dem Radar, selbst Gerüchte um ihn gab es vor der Verkündung kaum. Er konnte mit Leistung schnell zeigen, warum er Markus Katzer eineinhalb Millionen Euro wert war.
Seine Probleme sind die Verletzungsanfälligkeit und zuletzt ein Formtief. Bekommt er beides in den Griff, könnte er in dieser Auflistung nach oben steigen - und irgendwann zum nächsten starken Weiterverkauf werden...
8./9. Nenad Cvetkovic und Serge-Philippe Raux-Yao
um 900.000 Euro vom FC Ashdod (Cvetkovic) bzw. ablösefrei von Rodez (Raux-Yao) gekommen
Die beiden Innenverteidiger können eigentlich nur im Duett gedacht und bewertet werden. Während Cvetkovic als Mentalitätsmonster schnell zum Publikumsliebling aufstieg, ist "SPRY" der Archetyp des Scouting-Schwerpunkts auf Spieler aus dem französischsprachigen Dunstkreis.
Während sie in ihrer Anfangszeit das stärkste IV-Duo der Bundesliga bildeten, wären sie im Ranking wohl weiter vorn zu finden, wenn die Leistungen auf diesem Niveau geblieben wären.
7. Jakob Schöller
um 500.000 Euro von der Admira gekommen
Seine Rapid-Zeit begann verletzungsbedingt ungünstig, nun ist der junge Verteidiger aber voll da.
In Hütteldorf ist er am Sprung zum Stammspieler und Leistungsträger, als neuer Vizekapitän darf er schon mit 20 Jahren auch Führungsqualitäten beweisen. Kein Wunder, dass sich Rapid gegen andere Interessenten durchsetzen musste.
6. Fally Mayulu
ablösefrei von Blau-Weiß Linz gekommen, um 3,5 Mio. Euro nach Bristol City gegangen
Sportlich kam der junge französische Stürmer nie so richtig in Wien an. So fiel es auch nicht auf, als der ältere Bruder von PSG-Talent Senny Mayulu wieder weiterzog.
Jedenfalls nicht am Rasen, sehr wohl am Konto: 3,5 Millionen Euro waren eine überraschend hohe Ablöse, die lukriert werden konnte. Das macht Fally Mayulu doch zu einem von Katzers besseren Geschäften.
Die Rekord-Einkäufe der 12 Bundesliga-Klubs
5. Matthias Seidl
um 400.000 Euro von Blau-Weiß Linz gekommen
Zum Zeitpunkt seiner Übersiedlung nach Wien war der Spieler des Jahres in der ADMIRAL 2. Liga begehrt und bestätigte diesen Status vor allem in seiner ersten Saison in Grün-Weiß.
An die konnte er seither zwar nicht mehr anknüpfen, der Salzburger stieg bei Rapid aber zum Kapitän, Dauerbrenner und in den erweiterten Dunstkreis des ÖFB-Teams auf.
4. Romeo Amane
um 1,3 Mio. Euro von BK Häcken gekommen
Die Qualitäten des Ivorers gehen in den sportlich schwierigen eineinhalb Jahren für die Mannschaft etwas unter, tatsächlich war Amane aber stets ein Ruhepol im Mittelfeld.
Das bleibt auch international nicht verborgen: Er wird wohl der nächste große Millionen-Transfer des SK Rapid, womöglich noch in diesem Sommer.
3. Bendegúz Bolla (ablösefrei von Wolverhampton)
ablösefrei von Wolverhampton gekommen
Eine Stütze des ungarischen Nationalteams aus der Premier League nach Österreich locken? Das beweist Katzers Überzeugungskraft.
Zwar sind die Leistungen des Magyaren schwankend und vor allem davon abhängig, ob er korrekt eingesetzt wird. Zuletzt war er aber unverzichtbar, die Fans machten ihn auch zum "Rapidler des Jahres" 2025/26.
Aktuell hat Bolla nur mehr einen Vertrag bis Ende der Saison. Wird er Ablöse generieren - oder gar verlängern?
2. Isak Jansson
um 250.000 Euro von Cartagena gekommen, um 10 Mio. Euro nach Nizza gegangen
Das Paradebeispiel für gutes datenbasiertes Scouting. Aus der zweiten spanischen Liga als "Nobody" aufgegabelt, wirbelte der Schwede nach seiner Eingewöhnungszeit am Flügel nach Belieben herum und wurde zur offensiven Lebensversicherung.
Das fiel auch auf, als er Ende 2024 länger aussetzen musste - und nach seinem Abgang, der nicht sofort kompensiert werden konnte.
Am Ende reichten Jansson 45 Spiele in eineinhalb Jahren, um seinen Einkaufspreis 40-fach wieder hereinzuspielen.
1. Mamadou Sangaré
um 1,7 Mio. Euro von Red Bull Salzburg gekommen, um 8+5 Mio. Euro nach Lens/Brentford gegangen
Markus Katzers "Königsstück"! Ein ungewöhnlicher Transfer von Red Bull Salzburg zur direkten Konkurrenz - vor allem, weil der Malier in Hütteldorf sportlich wie finanziell einschlug.
Zwar wirkte er noch ungeschliffen und werkte mitunter ungestüm, wie etwa bei seinem Ausschluss gegen Djurgården. Dennoch waren Rapid und Sangaré ein "perfect match" füreinander: Er hob das Mittelfeld, der Verein ihn auf ein anderes Level.
Sangaré stieg durch die Beteiligung am Weiterverkauf von Lens Richtung Brentford außerdem zum Rekordabgang auf. Alles richtig gemacht.