Sie zeigten in der Bundesliga-Hinrunde auf

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Es ist Halbzeit in der Bundesliga-Saison 2016/17.

Sturm Graz führt die Tabelle punktegleich mit SCR Altach an, zwei Zähler dahinter rangieren ebenfalls punktegleich Meister Salzburg und Austria Wien. Am Tabellenende liegt Aufsteiger SKN St. Pölten drei Punkte vor Schlusslicht SV Mattersburg.

Aber welche Spieler haben die Hinrunde für sich genutzt? Wer entwickelte sich weiter? Wer betrieb Werbung in eigener Sache?

LAOLA1 hat sich für diese zehn aufstrebende Bundesliga-Kicker entschieden:

DENI ALAR (STURM GRAZ)

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Vertrauen! Kein Wort kam Deni Alar öfter über die Lippen, wenn es darum ging, seinen Lauf in der Herbst-Saison zu begründen. Mit bald 27 Jahren ist der Stürmer natürlich kein Shootingstar. Dass der Steirer weiß, wo das Tor steht, wusste man schon aus seiner Zeit bei Rapid. Dort hat Ex-Trainer Zoran Barisic jedoch gegen Ende der Zusammenarbeit besagtes Vertrauen in Alar verloren. Beim SK Sturm Graz sagte man artig Danke, verpflichtete den Angreifer ablösefrei und durfte sich über elf Volltreffer in seinen elf ersten Liga-Einsätzen freuen - und Alar über seine erstmalige Einberufung ins ÖFB-Team. Seither leidet der Goalgetter zwar unter Ladehemmung, aber als Führender in der Torschützenliste hat er natürlich mehr als einen fairen Anteil am Herbstmeister-Titel der "Blackies". Kaum ein Kicker hat in diesem Bundesliga-Herbst in der öffentlichen Wahrnehmung einen derart großen Schritt nach vorne gemacht.

UROS MATIC (STURM GRAZ)

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Es dauerte gerade einmal sechs Minuten, bis sich Uros Matic erstmals in das Herz der Sturm-Fans schoss. Sein 1:0 gegen den FC Red Bull Salzburg in der 1. Runde war quasi der offizielle Startschuss für den überraschend starken Herbst der Grazer. In Kombination mit seinem kongenialen Partner James Jeggo verkörpert der Bruder von Chelsea-Kicker Nemanja Matic im zentralen Mittelfeld genau das, was Sturm auf dieser Position viel zu lange gefehlt hat. Ein echter Box-to-Box-Player, der defensiv verlässlich ist und gleichzeitig das Spiel nach vorne ankurbelt. Kein Sturm-Kicker bestritt im Herbst mehr Zweikämpfe als Matic (264), 58,7 Prozent davon gewann er auch. Der 26-Jährige kam mit gewissen Vorschusslorbeeren und übererfüllte diese.

DIMITRI OBERLIN (SCR ALTACH)

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In jungen Jahren sind die Entwicklungsschritte, die talentierte Kicker machen groß. Dimitri Oberlin hat das Fußball-Österreich im Herbst eindrucksvoll vor Augen geführt. 2015/16 ist der nunmehr 19-jährige Schweizer noch ein wenig unter dem Radar geflogen und hat viel Zeit in der Ersten Liga beim FC Liefering verbracht, ein Jahr später ist er als Altach-Leihgabe in aller Munde - Zweiter der Torschützenliste (9 Tore), Zweiter der Scorerliste (12 Punkte). Der unbekümmerte Eidgenosse wirkte gegen Ende der Herbstsaison vielleicht nicht mehr so unwiderstehlich wie noch im Spätsommer, ein ständiger Gefahrenherd ist er aber immer noch.

NIKOLA DOVEDAN (SCR ALTACH)

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Im Alter von 22 Jahren hat Nikola Dovedan - ein wenig spät, aber doch - bewiesen, dass er reif für Österreichs höchste Spielklasse ist. Nicht nur das, er zählt dort auf Anhieb auch zu den auffälligeren Spielern. Vom LASK gekommen, benötigte er keinerlei Anlaufzeit im Ländle und hat seit der ersten Runde einen Stammplatz beim SCR Altach, wo er nicht zuletzt im Abschluss durch Vielseitigkeit glänzt. Sechs Tore hat der Offensivspieler schon geschossen. Es wäre doch sehr verwunderlich, wenn die Vorarlberger die Kaufoption auf den derzeit noch vom LASK ausgeliehenen Kicker nicht ziehen würden.

KONRAD LAIMER (RB SALZBURG)

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Vor fast auf dem Tag genau einem Jahr wurde Peter Zeidler als Salzburg-Trainer abgelöst. Seither ist Konrad Laimer nicht mehr aus der Kampfmannschaft der Salzburger wegzudenken. Im Frühjahr hat der heute 19-Jährige seine Chance unter Oscar genützt, um in diesem Herbst zu einem Schlüsselspieler zu avancieren. Der Blondschopf beackert das Mittelfeld wie kaum ein anderer Bundesliga-Spieler und prägt das Salzburger Pressing wie kaum ein anderer. Seine Entwicklung im Offensivspiel ist zusehends positiv und überhaupt hat der U21-Nationalspieler einen großen und wohl auch entscheidenden Schritt in diesem Herbst gemacht. Plus: Laimer ist ein bodenständiger Typ, hebt nicht ab und hat seinen im Sommer auslaufenden Vertrag um zwei Jahre verlängert. Sollte der Prototyp der fußballerischen Red-Bull-Ausbildung so weitermachen, stehen ihm früher oder später alle Türen (Ausland und ÖFB-Team) offen.

DAYOT UPAMECANO (RB SALZBURG)

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Ein Jahr jünger als Laimer ist Dayot Upamecano und der 18-Jährige unterstrich in diesem Herbst, warum Salzburg dem FC Valenciennes im Sommer 2015 kolportierte 2,2 Millionen Euro für einen 16-Jährigen auf den Tisch legte. Das Talent des Franzosen ist unübersehbar, egal ob er als Innenverteidiger oder defensiver Mittelfeldspieler aufläuft. Fehler unterlaufen dem Jungspund, der erst Ende Oktober seine Volljährigkeit erlangte, nach wie vor, doch sein Weg ist gezeichnet. Die Gerüchte um eine Zukunft in Leipzig gibt es ebenso wie internationales Interesse seitens Klubs wie FC Barcelona oder Manchester United. Die Engländer wollten ihn schon 2015 verpflichten, es wurde am Ende Salzburg. Weil er hier viel spielt - und mit seiner Vielseitigkeit einer der auffälligsten Spieler in dieser Hinrunde war.

TARKAN SERBEST (AUSTRIA WIEN)

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Plötzlich Dauerbrenner! In der vergangenen Saison hat Tarkan Serbest im Herbst sogar noch zwei Mal bei den Amateuren gespielt, mittlerweile ist er aus der Profi-Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Der Kaisermühlner ist in der laufenden Saison in jedem einzelnen Pflichtspiel der Austria auf dem Rasen gestanden - es waren immerhin schon 32. Der 22-Jährige hat sich in der Zentrale als perfekte Ergänzung zu Raphael Holzhauser erwiesen - er schließt Lücken und sorgt durch seine unaufgeregte Art für Passsicherheit im Mittelfeld. Es ist derzeit nicht vorstellbar, dass ihn so schnell irgendjemand wieder aus der violetten Startelf spielt.

PHILIPP PROSENIK (WAC)

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Manchmal hilft eine Luftveränderung. Besonders im Fall von Philipp Prosenik. Die Rapid-Leihgabe traf in der vorangegangen Saison in 22 Bundesliga-Partien vier Mal für die Wiener, in dieser Hinrunde alleine sieben Mal für den Wolfsberger AC. Hinzu kommen fünf Assists, was bedeutet: Prosenik hat seine Chance in Kärnten bislang bestens genutzt. Seine Highlights im Herbst? Drei Tore beim 5:0 gegen die Admira sowie der Siegestreffer in Hütteldorf, der die Entlassung von Sportdirektor Andreas Müller und Mike Büskens zur Folge hatte. Die Kärntner besitzen eine Kaufoption auf den Stürmer und werden sie wohl auch ziehen, sollte Prosenik die Leistungen im Frühjahr wiederholen.

THOMAS EBNER (ADMIRA)

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Doppelt hält besser! Lange musste Thomas Ebner auf sein erstes Bundesliga-Tor warten, genau gesagt 124 Spiele. Beim Heimspiel gegen den Wolfsberger AC war es schließlich soweit und kurioserweise gelang dem 24-Jährigen in dieser Partie dann gleich ein Doppelpack. Es war der Höhepunkt einer Hinrunde, die für den Allrounder ein weiterer Schritt nach vorne war. Denn auch ohne Ausrufezeichen wie dieses zählt Ebner zu den bestimmenden Figuren im Spiel der Südstädter, die in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernommen hat. Es wäre interessant zu sehen, wie er sich bei einem größeren Verein schlägt. Die Reife für diesen Schritt sollte er langsam besitzen.

CHRISTOPH MONSCHEIN (ADMIRA)

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"Sagt mir leider nichts!", wird sich Admira-Legende Gerhard Rodax vielleicht gedacht haben, als Christoph Monschein im vergangenen Jänner von Ebreichsdorf in die Südstadt gelotst wurde. Inzwischen hat sich der Stürmer definitiv einen Namen gemacht. 27 Treffer erzielte der Goalgetter 2014/15 in der NÖ-Liga, im Herbst 2015 ließ er in der Regionalliga Ost deren elf folgen. Dass Monschein weiß, wo das Tor steht, war also absehbar. Nach einem Jahr in der Bundesliga hat er sich inzwischen auch an das Tempo gewöhnt und an seinen körperlichen Voraussetzungen gearbeitet. Im November netzte er in jedem der vier Liga-Spiele in diesem Monat und führte die Niederösterreicher damit zu sensationellen Auswärtssiegen in Salzburg und Graz. Thorsten Fink verriet unlängst, dass auch die Austria an Monschein Interesse bekundet hatte, dieser sich aber wegen der besseren Chance auf Einsatzzeiten für die Admira entschied. Eine clevere Wahl. Kann der 24-Jährige seinen Torriecher weiter unter Beweis stellen, kann er auch so noch zu einem Fall für einen Großklub werden.

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Textquelle: © LAOLA1.at

Dominique Taboga gibt im TV-Interview Einblick

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